Under Construction

Veraenderungen sind gut und hilfreich und manchmal auch notwendig, wenn das Wesentliche aus den Augen verloren gegangen ist. Die letzten 8 Wochen haben sich zu viele verschiedene Konstellationen ergeben, dass kaum Zeit fuer die SpielWelt blieb. Daher gehe ich erst mal

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Under Construction

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Under Construction

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und arbeite am 2 Teil intensiv weiter.

Der Blog wird in dem Zuge nach und nach umgebaut werden und dann starten wir mit neuem Gesicht 🙂

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Bis dahin koennt ihr Euch hier auf dem Blog austoben

und den kostenlosen 1. Teil der SpielWelt lesen, als Vorfreude auf das kommende.

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0-Poster-Book

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Bis Bald in der SpielWelt und bis dahin folge Deinem HerzLicht

und hol Dir Herzlichkeit nach Hause 🙂

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Under Construction

Phönix

Horus, der kleine Kurierfalke pendelte seit längerem zwischen der Spielwelt und dem Flurweg 18 in Bernbeuren hin und her. Normalerweise trägt er die Informationen zwischen der Idee, die hinter allem steckt, und der Gestalterin ihrer Wünsche, Andrea Walla, hin und her. Er litt unter den Launen der Idee genauso, wie alle anderen, musste ständig umkehren, neue Informationen holen, schnell bringen, ans andere Ende fliegen, Abstecher machen und scheinbar sinnloses erledigen … . Aber er würde sich nie darüber beklagen, ein Kurier der 16. Generation kannte kein Gejammer. Also zwickte er seine Pobacken zusammen und rauschte los. Heute führte ihn sein Weg zum abseits gelegenen Sternenturm, wo der alte Charles in der Geschichte eingesperrt werden sollte.

Sternenturm

Seit sich die Umsetzung der Spielwelt einen Schritt in Richtung Öffentlichkeit bewegt, waren alle ganz aus dem Häuschen. Selbst das dunkle Böse putze sich noch hässlicher raus, um ja Eindruck zu machen.

Kaum war Horus oben im Turm angekommen, hörte er die eine Stimme. Verwirrt näherte er sich der offenen Eingangstüre und wollte eben den Raum betreten, als er einen unbekannten und völlig widerwärtigen Geruch wahrnahm. Was war hier los? Er verharrte würgend an der Tür und versuchte sich zu sammeln. Da hörte er die wieder die eine Stimme einer Frau …

„Bist Du Dir sicher, dass Du diese alte Bruchbude benutzen möchtest? Ich meine, wirklich sicher?“

Schweigen.

„Du kannst alles haben, was Du willst, weiß Du? Sie malt Dir alles! Alles, was ich will! Also,  wie wäre es mit einem Palast?“

Schweigen.

„Nein? Gut, einem Luxusapparment?“

Schweigen.

„Auch nicht. Gut, zu modern, ich weiß. … . “ Aufgeregte schnelle Schritte, als ob jemand im Kreis ging. Dann wieder abrupt Stillstand.

„Ja… ich weiß. Ein alter, verstaubter römischer Tempel mit jeder Menge toter Fossilien und so etwas langweiliges, wie … Geschichte.“

Trippeln mit dem Fuss. Horus musste an der Tür schmunzeln. Er wusste, dass sie jetzt wieder ihr Gesicht aufsetzte. Dieses Gesicht, dass sie immer machte, wenn sie etwas wollte. Die linke Augenbraue hochgezogenen, der Blick vorwurfsvoll, während sie dastand mit verschränkten Armen und mit ihrem linken Absatz klackte. Er wusste es, obwohl er immer noch hinter der Tür lauschte und sie nicht sehen konnte. Das war nicht notwendig, er kannte sie ganz genau, die Idee und Ihre Launen. Sie hatte wieder einen ihrer sogenannten Tage … . Er konzentrierte sich wieder.

„… oder noch Schlimmer, Mythen und Legenden. Ich persönlich würde ja Tratsch und Klatsch bevorzugen. Und Intrigen, hinterhältige und unanständige Intrigen, je verwegener umso besser… “ Ein schweres Seufzen.

„… aber wir reden davon, was Dich glücklich macht. Also, wie wärs? Verstaubte und vertrocknete Mythen und Legenden wären im Sonderangebot?“

Schweigen.

Ihr gegenüber war immer noch nicht beeindruckt. Es folgte ihr enttäuschtes Schnauben. Sie rutschte den Stuhl zurecht und setzte sich. Horus hatte ein sehr feines Gehör und in Verbindung mit seiner Erinnerung über ihr Mimenspiel sah er alles genau vor sich, was im Raum geschah. Neugierig verharrte er noch eine Weile und lauschte weiter … .

Ah, jetzt trommelte sie nervös mit den Fingern auf den Tisch, sicherlich kam jetzt der Schmollmund.

„Ich fände es schöner, wenn es hier ein wenig luxuriöser wäre. Warum denn so spartanisch, Charles?“

Endlich, ein räuspern, dann eine angenehme tiefe Stimme. „Nun, die Geschichte, die wir erzählen soll authentisch sein, oder? Also lass Deinen Firlefanz bei Dir und konzentrier Dich auf das wesentliche. Das arme Ding soll ja nicht bis zur Rente an unserer Ausstattung malen, oder Clio? Wo ist sie überhaupt gerade?“

Jetzt betrachtet Clio wahrscheinlich ihre Fingernägel und stellt sich unschuldig, dachte der kleine Falke.

„Wer?“

„Tu, nicht so? Andrea, wo ist sie gerade.“

„Ach… weißt Du…“ Bei den Worten lehnt sie sich gewöhnlich zurück und verschränkte die Arme.

„Am Fuße des Sternenturms. Ich schätze, sie zählt gerade die über 4000 Stufen, die hier hoch führen Ich habe mir gedacht, ich könnte sie ja mal schonend darauf vorbereiten, wie viele Illustrationen ich erwarte …“

Horus hatte genug gehört, er betrat den derzeit skizzenhaften Raum. Clio saß selbstgefällig da, Charles konnte er nicht sehen, er saß mit dem Rücken zu ihm in seinen geliebten Ohrensessel. Horus musste sein Gesicht nicht sehen, um zu wissen, dass der alte Mann sie finster anblickte. Es wurde wirklich Zeit für eine Revolte gegen das herrische Biest…

Gestatten, die Idee in Person

Horus wurde erneut übel.

Als er den Kopf leicht nach links drehte, wusste er auch den Grund. Er sah es, ganz deutlich vor seinen Augen, konnte es aber irgendwie nicht fassen. Das Bild passte einfach nicht zusammen. Einer von Marmotas Zwerge stand in einem Overall da, über und über mit Farbe bekleckert und … malte.

„Was ist das?“

Clio sah ebenfalls zu dem Zwerg.

„Das … ach, was soll ich sagen. Raumgestaltung nennt sie das, glaube ich. Die kommen zu den Illustrationen natürlich hinzu.“

Da war es wieder, ihr Gesicht.

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