Warum dein Handeln (nicht) wirkt – Preview

 

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft besteht der Irrglaube, leisten zu müssen – in Form von sehr viel und sehr fleißig tun. Warum dir dein Tun nichts bzw. alles bringt und wieso es auf das Bewusstsein ankommt, klären wir heute.

.

Eine Droge namens Denkgewohnheit

Seit ich ein Kind war, wollte ich stets verstehen, warum mein Vater trank. Ich analysierte meine Kindheit, sein Verhalten, seine Beweggründe, sein Denken, seine Worte, die er gebraucht hatte, und kam nie wirklich vorwärts. Zum einen, weil er früh verstarb und ich seine Sicht zu meiner heutigen Erkenntnis nicht kennenlernen konnte. Zum anderen war er felsenfest davon überzeugt, dass wir „anderen“ besoffen waren und mit uns etwas nicht stimmte.

Wie das möglich sein kann, ist einfach erklärt. Unsere Gedanken erzeugen das Gefühl, und das Gefühl beginnt sich immer „realer“ anzufühlen, je mehr wir aus dem Gefühl heraus weitere Gedanken denken, die zum Gefühl passen und aus dem Paket heraus tun. Das bedeutet, je negativer du denkst, umso mehr werden negative Gefühle für dich zur Gewohnheit, die dein Handeln und dadurch deine Wahrnehmung steuern, bis sie sich für dich wie die Realität anfühlen. Du bist ab jetzt felsenfest davon überzeugt, dass deine negativen Gefühle „wahr“ sind und das Leben kein Wunschkonzert. Alles Gute fühlt sich im Gegensatz dazu trügerisch, falsch, mysteriös und verlogen an. Deswegen war mein Vater felsenfest davon überzeugt, er lebt in der grausamen Realität und wir anderen müssen besoffen sein, wenn wir ernsthaft glauben, dass das Leben besser sein könnte.

Seltsamerweise ist uns „anderen“ bei dem Thema Sucht bewusst, dass das Problem nicht mit Alkohol, Drogen, Medikamenten oder sonstigen Kaufsüchten gelöst wird. Wir wissen, dass eine Therapie nichts hilft, wenn der Patient nicht erkennt, dass er ein Problem in seinem Denken hat. Und egal, wie viele Drogen, Entwöhnungsmittel oder Therapien er ausprobiert, er wird von der Sucht nicht loskommen. Warum? Weil er unerschütterlich davon überzeugt ist, das Suchtmittel, von dem er emotional abhängig ist, zu brauchen. Wir wissen, dass diese armen Teufel erst zu einem tieferen und inneren Einsehen gelangen müssen, denn Einsicht ist der Weg zur Besserung. Und trotzdem glauben wir, dass es bei den Themen Zeitmanagement, Beziehung, Geld und Karriere anderes ist, wenn die „Patienten“ dabei ebenfalls emotional abhängig sind und ein Denkproblem haben. Oder doch nicht? Was ist ein Problem? Etwas, das nicht real ist. Wir glauben lediglich, ein Problem mit oder in einem Umstand zu haben, den wir emotional ablehnen. Wir sind im Denken von der Wahrheit unseres Problems überzeugt, weil wir es durch unser eigenes Handeln oft genug erlebt haben, und tun alles, um das Problem im Außen zu lösen, anstatt im Inneren an einer Lösung zu arbeiten.

.

Die Lösung liegt nicht außerhalb von dir

Was tut ein Mensch, der ein Suchtproblem hat? Er befriedigt seine Sucht. Das bedeutet, er versucht, Zahlungsmittel aufzutreiben, um seine Suchtmittel finanzieren zu können. Dafür kann er im Extremfall zu Gewaltmaßnahmen greifen, Diebstahl, Drohungen, Erpressung oder Mord. Je nachdem, wie stark der emotionale Druck ist, das Suchtmittel zu brauchen. Dabei ist es egal, um welche Sucht es sich dreht. Die Aufmerksamkeit liegt jeden Tag auf ihrer Befriedigung. Der Gedanke an das, was gebraucht wird, beherrscht den Tagesablauf, den Umgang mit Mensch und Tier, die Umstände, die Familie, den eigenen Körper und die Emotionen. Der Suchtkranke glaubt, das Rauschmittel zu brauchen, um bestimmte Gefühle zu erzeugen, zu denen er keinen Zugang hat: Glück, Wohlbefinden, Selbstwert, Liebe. Diese Gefühle sind für ihn gekoppelt an das Suchtmittel, durch das er den Rausch der Gefühle wieder und wieder erleben kann, weil er sich davon abhängig gemacht und vergessen hat, dass er sich jedes Gefühl durch einen Impuls im Gehirn – einen Gedanken – selbst geben kann.

Schauen wir uns als Beispiel einen scheinbar gesunden Menschen an, der Problem mit seinem Zeitmanagement hat.

Dieser Mensch glaubt, keine Zeit zu haben und haufenweise Dinge tun zu müssen, von denen er glaubt, dass sie ihm Zeit stehlen. Der Tag wird für ihn kürzer und die Verpflichtungen länger und länger. Wie löst dieser Mensch sein Zeitproblem? Er versucht, Zeit zu sparen, indem er seine Handlungen beschleunigt, seine Prozesse perfektioniert und optimiert. Das kann von Telefongespräche takten, über neue Kalender, Ablagesysteme und Software installieren, bis hin zu Kontaktabbruch und Rückzug gehen. Das Ziel ist es, das Problem zu lösen – seine Zeit in den Griff zu bekommen – und so wird jede Handlung, jedes Denken, jeder Umgang mit Mitmenschen und Verhalten in Umständen einzig bestimmt von dem Gauben, ein Zeitproblem zu haben. Kommt dir das bekannt vor? Was macht ein süchtiger Mensch? Alles tun, aus der Überzeugung, das Suchtmittel zu brauchen. Wie kann das sein, dass eine Handlung das Problem nicht lösen kann?

.

Warum du nicht mehr handeln solltest, wie bisher

Bleiben wir beim Problemgedanken Zeitmanagement.

Der Betroffene glaubt im Kopf, keine Zeit zu haben und irgendetwas tun zu können, um sich Zeit zu sparen. Stell dir bitte ein Sparschwein vor. Kannst du jedes Mal, wenn du mit deiner Arbeit schneller fertig bist, die freien Minuten in dieses Sparschwein stecken für schlechte Zeiten? Kannst du irgend einem Menschen Zeit abkaufen, um mehr davon zu haben? Kannst du irgendetwas tun, um dein Zeitverlauf zu optimieren? Nein. All diese Gedanken entstammen dem Problemgedanken, der aus dem Gefühl Mangel entstanden ist: Ich habe keine Zeit.

Alles, was dieser Mensch probiert, tut er aus dem Denken des Zeitmangels heraus. Dadurch basiert sein Handeln auf Mangel, nicht auf Fülle. Was für Umstände „erschafft“ er oder sie? Problemlösung? Wohl kaum. Eher noch mehr Umstände, Menschen und Dinge, die ihm oder ihr Zeit rauben. Selbst, wenn er das „Nimbus 2000 Ablagefix“ kauft, löst es sein Problem nicht, da der Kauf ihm nicht den Problemgedanken aus dem Kopf zaubert. Er hat trotzdem weiterhin ein Zeitproblem im Kopf – weil er es gewohnt ist, den Problemgedanken zu denken.

.

Solltest du jetzt gar nichts tun?

Bevor du die Hände in den Schoß legst und Angst hast, einen Handgriff zu tun, kann ich dich beruhigen. Du tust den ganzen Tag irgendetwas und das ist vollkommen okay. Es kommt nicht darauf an, nichts zu tun, oder dein Tun in richtig und falsch zu klassifizieren, sondern die Intension dahinter. …

 

.

.

.

.


Der gesamte Artikel beinhaltet 4366 Worte

  • Worauf dein Handeln wirklich basiert.
  • Warum du dir immer wieder dieselben Umstände durch dein Handeln erschaffst.
  • Warum ein Beziehungsproblem, ein Zeitproblem, ein Erfolgsproblem, ein Geldproblem, dasselbe ist, wie ein Suchtproblem.
  • Wie du dein Handeln Lösungsorientiert ausrichtest. 
  • Den Artikel als Podcast.

.

Schalte den ganzen Artikel frei und

starte mit deinem Onlinetraining,

um selbst über dein Denken, Fühlen und Handeln und damit über dein Leben zu bestimmen. 

.

 

Du bist schon im Training?

Ganzen Artikel findest du mit deinem gewohntem Passwort hier: 

.

.

Du hast auch etwas Wichtiges zu sagen. Tu es.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: