Widerstehe deinen Widerständen – Preview

 

Vielleicht ist dir das auch schon passiert. Du willst dein Leben endgültig zum Besseren ändern und gehst voller Tatendrang los. Aber, anstatt dass alles besser wird, geht es erst einmal bergab.

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Warum es erst schlechter wird, ehe sich die Umstände verbessern

Es war das Jahr 1999, als ich beschloss, mein Leben umzukrempeln. Mich plagten seit Monaten Rückenschmerzen und ich wollte meine Rückenmuskulatur mit Yoga und Sport aufbauen. Zudem meine Ernährung umstellen und etwas für mein Wohlbefinden tun. Ich freute mich auf einen siebentägigen Urlaub von meinem Angestelltenverhältnis, um meinen Plan in die Tat umzusetzen. Am ersten Urlaubstag schaffte ich noch keuchend meine erste Morgenrunde. Gut gelaunt fuhr ich mit meinem Auto los, um ein paar Besorgungen zu erledigen. und dann geschah es.

Ich hatte einen Autounfall, 500 Meter von meiner Haustüre entfernt. Ein Rentner unter Medikamenteneinfluss kam vom Arzt und rauschte mir ungebremst mit etwa 50 km/h in die Fahrerseite (laut den Bremspuren). Danach begann eine Odyssee der besonderen Arbeitsbefreiung für mich und ich bekam eine Ahnung davon, was Rückenschmerzen wirklich bedeuteten. Und die Schmerzen wurden die nächsten sechs Wochen erst einmal intensiver. Im Krankenhaus wurde fälschlicherweise nur meine Wirbelsäule geröntgt – nicht meine Hüfte. Dadurch konnte sich der Arzt meine Schmerzen nicht erklären und „erklärte“ mich für chronisch krank – auf Lebenszeit.

Erst ein Bekannter, der unter kuriosen Umständen in Mexiko von einem tibetischen Mönch Yoga gelernt hatte und wieder zu Hause war, sah mich an und meinte: Deine Hüfte ist schief. Eine erneute Untersuchung beim Arzt bestätigte den Verdacht. Durch den Unfall wurde mein linker Hüftknochen in die Pfanne gedrückt und dadurch mein linkes Bein kürzer. Die Fehlstellung versuchte der Körper durch eine Krümmung der Wirbelsäule auszugleichen, wodurch die Rückenschmerzen entstanden. War das erst einmal geklärt, war es ein Klacks, die Schmerzen ohne medizinische Hilfe und ohne Medikamente verschwinden zu lassen. Einfach in regelmäßigen Abständen am Bein Ruckeln, was in Fachkreisen Chiropraktik genannt wird, und den Körper in Ruhe seine Arbeit erledigen lassen: Die Wirbelsäule begradigen. Und zur Krönung waren nicht nur meine Rückenschmerzen verschwunden, die ich vorher schon hatte, ich bekam noch meinen privaten Yogalehrer und ein neues Auto. 😉

Interessanterweise beschloss ich, zehn Jahre später, mein Leben erneut zu ändern und mich selbstständig zu machen. Voller Tatendrang, vagen Ahnungen einer Geschäftsidee und Euphorie kündigte ich meine Arbeit, fand Wohn- und Geschäftsräume, die mich doppelt so viel Miete kosteten, wie meine Wohnung, beantragte im Arbeitsamt meinen Existenzgründungszuschuss und zog zuversichtlich ohne Netz und doppelten Boden in das Unbekannte. Also ohne Kunden, Geldquellen oder Aufträge. Denn die brachen in den Moment weg, in dem ich in meine Selbstständigkeit startete, zusammen mit meinem Zuschuss, der abgelehnt wurde. Und die Umstände entwickelten sich zu einer Odyssee der Mahnungen, Schulden und Bankrottdrohung – BEVOR ich überhaupt durchstartete. Das ganze entpuppte sich nach ein paar Wochen als ein Formfehler beim Amt, weil sich ein Zahlendreher in meinen Antrag geschlichen hatte. Und bald trudelten Aufträge rein, die sich Einheimische nicht mehr erklären konnten, da ich eine „Zugezogene“ war ohne jegliches Vitamin B.

Zehn Jahre später war ich schlauer – dachte ich – und gründete meinen Verlag nicht erst 2019, sondern 2017. Ihr ahnt es. 2019 meldete sich erneut Widerstand und das Jahr fing genauso zähflüssig an, wie 1999 und 2009. Schicksal? Prophezeiung? Böses Omen? Geister? Nein, nichts davon. Diese Erfahrungen haben auch nichts mit einer ungerechten Welt, unfähigen Beamten oder neidischen Mitmenschen zu tun. Weder sind alle Autofahrer Raser, noch die Mitarbeiter im Arbeitsamt überfordert. Und die böse Regierung will definitiv nicht, dass wir unwissend bleiben, sondern uns prächtig entwickeln. Und schon gar nicht bin ich ein Pechvogel oder die arme Socke, der all das immer passiert. Schau ich mir das Jahr 1989 an, saß ich heulend am ersten Schultag in der Hauptschule und fühlte mich unwohl, weil ich gemobbt wurde wegen meinem Übergewicht. Drei Jahre später war ich schlank und auf dem Weg zum Streber. Wenn ich das alles jetzt dem Zehnjahresrhythmus zuschreibe, liege ich ebenfalls falsch. Da mir viel mehr „Schreckliches“ im Leben zugestoßen ist, als diese paar Ereignisse. Sie blieben aufgrund ihrer „Kuriosität“ besser im Gedächtnis. 😉

Woran liegt es, dass wir erst mal das Gefühl haben, gegen eine Wand zu laufen, ehe wir durchbrechen? Weil das alles manifestierte Widerstände sind, die sich in uns regen, wenn wir unsere Grenze erweitern. Die Widerstände müssen sich verschieben zu einer neuen Grenze.  😉

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Was ist Widerstand?

Wenn wir unsere Grenze erweitern wollen, müssen wir unsere Komfortzone verlassen: die sichere kleine Box. Und dazu müssen wir Neues lernen, neue Verhaltensweisen und Denkgewohnheiten antrainieren und an unserer bestehenden Wahrnehmung zweifeln. Denn sie soll sich ja verändern. Der Kampf mit dem Zweifel hat nichts mit Erik, Moral, Werte oder Religion zu tun. Es ist der Kampf mit dir selbst, deine neue Überzeugung (Glaube) steht im Wettstreit mit der alten Überzeugung (bisherigen Glauben). Dieser innere Kampf begegnete mir im Außen in Form von falschen Datumseintragungen, Autounfällen, Mahnungen, Drohungen, Rückenschmerzen und wegbrechenden Aufträgen. Wohingegen die neue Überzeugung in Form von neuen Aufträgen, Yogalehrer, Erkenntnisse, Lösungen, Bewusstseinserweiterung in Erscheinung trat.

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Es war meine Wahl, ob ich nach dem Autounfall sage:

  • „Das Leben ist beschissen und die Welt ist ein Ort, dem ich misstrauen muss.“

Oder

  • „Ah. Da meldet sich gerade wieder mein Zweifel und will meinen Traum begraben. Aber nicht mit mir Freundchen, pack den Spaten gleich wieder weg.“

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Es war meine Wahl, ob ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit sagte:

  • „Ja, klar. Ich bin nicht gut genug und deswegen läuft alles bei mir schief.“

Oder

  • „Ach ja, der Zweifel muss sich wieder melden und will meine Standfestigkeit prüfen, ob ich wirklich an mich glauben kann.“

Was bewirken die zwei Denkweisen? Im ersten Fall gebe ich auf. Im Zweiten gehts erst richtig los …

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Der gesamte Artikel beinhaltet 2873 Worte

  • Was Widerstand ist und was der Zweifel damit zu tun hat.
  • Wie dein Zweifel dich und deine Wünsche sabotiert.
  • Wie du deinen Zweifel überwindest und warum die Lösung in der Betrachtung eines Apfel liegt.
  • Den Artikel als Podcast.

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