Wähle deine drei % Wirklichkeit – Preview

Wer sich auf die Reise begibt, der Schöpfer seines Lebens zu sein, der stößt auf kuriose Phänomene und Erscheinungen, die ihn an den Rand seiner gedanklichen Grenze bringen. Und dann hast du die Wahl:

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(Da) Sein oder nicht (da) sein

Mit Sicherheit hast du die eine oder andere Erfahrung gemacht, die dich an deinem Verstand zweifeln ließ und das Gefühl Ärger, Wut oder Scham auf dich selbst auslöste. Vermutlich hast du dich danach noch mehr angestrengt, um die peinliche Erfahrung künftig zu vermeiden, weil du wie ein Depp vor deinen Freunden gestanden bist. 😉 Ich kann dich beruhigen. Weder bist du durchgeknallt, senil, dement noch vergesslich. Es ist lediglich eines passiert:

Jeder Unterschied zur Wahrnehmung anderer, für den du dich schämst, ist eine verpasste Chance, aus der Box deines Verstandes auszubrechen und deine Grenze zu überwinden.

Lass es mich dir an einem Beispiel erklären.

Neulich unterhielt ich mit meinem guten Freund der Archäologie. Beim Kaffee bot er mir eine Praline aus der Herstellung eines Chocolatiers in Landsberg an. Daraufhin versuchte er, mir zu erklären, wo in Altstadt ich den Laden finden kann. Mein Bekannter ist auf seinen Verstand geprägt. Er kann nicht glauben, dass es einen Unterschied zwischen Realität (Feld der Möglichkeiten), seiner Wahrnehmung und der Interpretation seines Verstandes über die persönliche Wahrnehmung gibt. Wie denn auch? Er ist geschichtlich und archäologische auf den Verstand geprägt, alles zu interpretieren und das zu glauben. Folglich enthalten alle seine Erklärung stets die persönliche Interpretation in schwammigen Begriffen und Dramatisierungen. Nachfragen erwünscht und sogar notwendig, um verstehen zu können, was von seinen Übertreibungen an Wirklichkeit übrig bleibt.

Ich kenne die Stadt Landsberg seit über zwanzig Jahren. Ich bin unzählige Male hindurchgelaufen und auf Parkplatzsuche hindurchgerauscht. Letzteres hat meine Interpretation der Wahrnehmung geprägt, dass ich die Perspektive aus dem Auto mit Blick auf freie Parkplätze in Stein gemeißelt habe. So intensiv, dass ich die unscheinbare Kirche zum heiligen Johannes am Unteren Anger noch nie wahrgenommen habe. Sie existierte für mich schlichtweg nicht. Folglich konnte ich mit der Erklärung meines Freundes in Kombination von kleiner Kirche, großes Haus, kleine Gasse, etc. … überhaupt nichts anfangen. (Eine kurze Erklärung zur Interpretation: Alle Bedienungsanleitungen, behördliche Anweisungen, Nachrichten oder Meldungen über vermisste Personen beziehen sich stets auf Fakten, um für jeden klar verständlich zu sein. Klein und groß wird individuell unterschiedlich nach den persönlichen Vorstellungen ausgelegt und folglich vermieden. Klein kann von Kapelle bis zur Wieskirche alles sein, je nachdem, in welchem Größenverhältnis es betrachtet wird.)

Zwischen mir und meinem Höhenforscher entflammte eine leidenschaftliche Diskussion über unsere unterschiedlichen Wahrnehmungen, weil er auf die Bedeutung von „klein“ und „groß“ pochte, was nach seiner Sicht offensichtlich ist. Wohingegen ich im Verstand gedanklich vor der für mich „kleinen“ Stadtpfarrkirche an der Straße Untererer Anger stand und überlegte, wohin ich jetzt gehen muss? (Für mich ist jede Kirche klein, die keine Ausmaße in Form einer Kathedrale vom Vatikan hat. Im deutschen Sprachgebrauch gibt es das Wort Kapelle für kleinere Kirche. ;-)) Bevor ich anfing, mich mit meinen Gefühlen auseinanderzusetzen und die Verantwortung übernahm, hätte mich diese Situation zu einem peinlichen Gefühl verleitet und ich mich über meine Unfähigkeit geärgert, genau hinzuschauen, wenn ich eine ganze Kirche übersehe. Heute freue ich mich über so einen Moment, weil es mir beweist, dass mein Unterbewusstsein in meiner Wahrnehmung ganze Häuser ein- und ausblenden kann. Je nachdem, was ich denke und glaube. Und wenn es ganze Häuser aus dem nichts einblenden kann, die ich jahrelang nicht gesehen habe, obwohl ich sogar daran vorbeigelaufen bin, ist es ein Beweis dafür, dass alles möglich ist.

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Du wählst deine drei Prozent der Realität

Vor ein paar Jahren las ich in einem Fachartikel die Äußerung, dass Wissenschaftler davon ausgehen, wir sind maximal in der Lage, 2 bis 3 % über unsere physischen Sinne wahrzunehmen. Damals klang das für mich wie Science Fiction und mein begrenzter Verstand schimpfe fleißig dagegen. „Ja, so ein Blödsinn. Wie soll denn das gehen?“ Und schon verschwand die Information für die nächsten Jahre im Unterbewusstsein, bis ich irgendwem bereit dafür war.

Zu meinen Filtern, „Parkplatzsuche“, „Eis essen gehen“, „Shopping“ oder „Weihnachtsmarkt“ in Landsberg passte die Johanneskirche am Unteren Anger bisher überhaupt nicht. Zudem steht die Kirche nicht frei, sondern grenzt nahtlos an das daneben stehende Haus an und schließt sogar oben an der Dachkante wie ein Doppelhaus ab. Dadurch verschmolz es für meinen flüchtigen Blick mit der Häuserfront. Das Gefühl in dem Gespräch mit meinem Bekannten war unglaublich, wie der Verstand rätselte, wo das Haus quasi über Nacht aufgetaucht ist?

Wenn dir das zu fantastisch erscheint, bedenke: Um die Traumbeziehung zu führen, Millionär zu sein oder den Traumjob zu finden, muss es Erfahrungen geben, die du dir heute mit deinem begrenzten Denken nicht erklären kannst. Die Überzeugung, dass es für dich keinen passenden Partner oder Job gibt, begrenzt deine Welt darauf, dass es diese Erfahrungen in deinem Leben ebenfalls nicht geben darf. Folglich blendet dein Unterbewusstsein diese Möglichkeiten aus, um deinen Wunsch zu entsprechen. Dieser Irrglaube an eine begrenzte Welt auf das, was du siehst, hörst, riechst, schmeckst und berührst, stammt von deinem begrenzten Verstand, der nicht verstehen kann, was Realität ist: ein unendliches Feld der Möglichkeiten, von dem du deine Wirklichkeit wahrnimmst. Und weil dein Verstand zu deiner Wahrnehmung noch seinen Senf dazugeben muss (die Auswirkung deines Denkens kommentieren) bleiben drei Prozent für dich übrig, die du erlebst.

Wer diese Erkenntnis nicht wahrhaben will, versucht verzweifelt, seine Wahrnehmung zu ändern, indem derjenige die Umstände oder Mitmenschen zu ändern versucht. Dabei übersehen sie, dass Mitmenschen sich nicht ändern lassen, weil sie einen eigenen Willen haben und genauso, wie du, denken und leben dürfen, wie sie wollen. Auch, wenn dein Verstand damit ein Problem hat. Umstände ändern, funktioniert ebenfalls nicht, weil dein Verstand den Ton angibt. Wer glaubt, den Job zu brauchen, die Beziehung zu brauchen oder noch mehr leisten zu müssen, kann Umstände ändern, wie er will, die Auswirkung wird dieselbe Art von Beziehung und Job sein, oder noch mehr leisten müssen. Nur eben hübsch verpackt in andere Gesichter, Umstände und Dinge.

Das Einzige, was du „wirksam“ ändern kannst, ist deine Interpretation der Wahrnehmung, die dein Gefühl auslöst. Änderst du dich, dein Denken, Fühlen und die Art, wie du deine Wahrnehmung interpretierst, bringt das nachhaltige Veränderung in dein Leben und sorgt dafür, dass du neue Erfahrungen kreierst. Dazu ist es allerdings notwendig, dass du wieder lernst, an den Weihnachtsmann zu glauben, oder eben die Tatsache, dass du seit über zwanzig Jahren an einer Kirche vorbeiläufst, ohne sie bewusst als „wahr“ im Sinne von echt genommen zu haben. 😉 Für mich war sie so lange unsichtbar, bis sie mir bewusst geworden ist. Und jetzt ersetze das Wort Kirche mit allem, wovon dein Verstand glaubt, dass es fehlt. Es ist bereits da, allerdings für dich noch im Unsichtbaren, das dein Unterbewusstsein für dich jederzeit „anknipsen“ und als „wahr-nehm-bar“ zu ermöglichen.

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Der gesamte Artikel beinhaltet 2849 Worte

  • Der Unterschied zwischen Realität, Wahrnehmung, Interpretation, deinen Gefühlen und Handlungen erklärt.
  • Warum du immer deine Gefühle selbst auslöst und niemals die Umstände, Menschen oder Dinge.
  • Warum du nur 3 Prozent Realität erleben kannst und wie du diese 3 Prozent bewusst wählst.
  • Den Artikel als Podcast.

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