Wie es dein Leben erleichtert, der Schöpfer deiner Wahrnehmung zu sein – Preview

 

Was nimmst du wahr, wenn du dich umsiehst? In dem Raum. In dem du dich befindest? Was siehst du? Was fühlst du? Was riechst du? Was hörst du? Und wie beurteilt jetzt dein Verstand das, was du wahrnimmst? Als gut oder schlecht? Als Problem, das weggehen muss oder als wundervolle Erfahrung? Die gute Nachricht ist, du bestimmst, dass deine Wahrnehmung für dich gut ist, nicht dein Verstand. Wir schauen uns heute an, wie sich deine Wahrnehmung zum positiven entwickelt, wenn du akzeptierst, der Schöpfer zu sein.

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Du siehst A und ich sehe B

Ich war wieder mal bei einem guten Essen, als ich mit meiner Freundin Susanne eine interessante Erfahrung erleben durfte. Wir saßen im Biergarten eines Restaurants und unterhielten uns über Gott und die Welt. Sie filetierte ihr Wiener Schnitzel und ich zerlegt Spinat Knödel in Pfifferlingrahmsoße, während uns eine kühle Brise die Servietten vom Tisch klaute. Der Biergarten füllte sich langsam und bald waren wir umringt von Familien, dem Stammtisch und Wanderern, die ihren Urlaub im Allgäu verbrachten.

Jedes Mal, wenn die Bedienung das Essen heraus trug, ließ meinen Blick über die Anwesenden schweifen, weil ich mir gern die unterschiedlichen Gerichte und Reaktionen anschaue, während ich Susanne zuhörte und in Ruhe aß. Irgendwann reckte sie ihr Kinn und deutete auf unseren Nachbartisch. Ich folgte ihren Blick, konnte allerdings nichts Ungewöhnliches entdecken. Vater und Mutter saßen mit ihrem jugendlichen Sohn am Tisch, der langsam eine Pommes nach der anderen in Ketchup tauchte, sich in den Mund schob und irgend etwas erzählte. Mir fielen nur die schweigenden Eltern auf. Fragend sah ich Susanne an, die mich erstaunt anschaute und ein „später“ murmelte. Ich betrachtete noch ein paar Mal den Nachbartisch und konnte einfach nichts Ungewöhnliches entdecken, außer das Schweigen der drei. Also war ich gespannt, was sie wahrgenommen hatte und mir verborgen blieb. Wir ratschten über verschiedene Filme und wie die Meinungsfreiheit inzwischen stark eingeschränkt ist, weil kaum jemand in ein Fettnäpfen treten will. Beispielsweise der neue Asterix Band oder Die Simpsons. In unserer Jugend war es noch zum Brüllen komisch, heute empfinden wir es als „Spaß befreit“. Prompt antwortete mein Unterbewusstsein am Nachbartisch und flötete höflich:

„Dachte ich auch, bis der Freund von meinem Sohn mit dem neuen Asterix Band aufgetaucht ist und die beiden sich kaputt gelacht haben. Vielleicht hat sich einfach unsere Vorstellung von Humor verschoben.“

Nach einem Kaffee zahlten wir und verließen Restaurant. Susanne konnte es im Auto kaum erwarten, mir zu erzählen, was sie  am Nachbartisch gesehen hatte.

„Ist dir der Junge aufgefallen? Der hat sich das Essen rein geschaufelt, wie ein Schwein. Boa, wenn ich seine Mutter gewesen wäre, dann hätte er von mir was zu hören bekommen.“

Irritiert schaute ich sie an. „Wie? Rein geschaufelt? Der hat für mich ganz normal gegessen. Mir ist nur aufgefallen, dass sie auf einmal sehr schweigsam waren.“

„Dann hat er halt einmal ordentlich eine Gabel in den Mund gesteckt. Komm schon, das musst du doch gesehen haben!“

„Nein Susanne. Ich habe einen Jungen gesehen, der sich langsam einen Pommes nach dem anderen in den Mund schob. Ganz normal.“

„Aber … ich hab es doch genau gesehen!“

„Ja, das glaube ich dir auch.“

„Und wie kannst du dann was anders gesehen haben?“

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Unterschiedliche Wahrnehmungen

Wer von uns beiden hat jetzt recht? Schwindelt sie? Oder sage ich die Unwahrheit? Es geht doch gar nicht, dass wir so unterschiedliche Dinge wahrnehmen? Oder doch?

Wie betrachtest du eine Spinne? Wie eine Maus oder einen Hai? Es gibt Menschen, die halten sich Vogelspinnen und nehmen sie auf die Hand. Es gibt Frauen, die springen beim Anblick einer Maus auf einen Stuhl und quieken, wie am Spieß. Und dann gibt es Surfer, die selbst beim Anblick eines Hais felsenfest und gelassen die Welle reiten, wo andere schreiend davon schwimmen. Sind diese Menschen Schizophren oder Größenwahnsinnig? Nein, sie alle haben unterschiedliche Wahrnehmungen. Ich weiß nicht, was eine Frau in einer Maus sehen muss, um panisch und zitternd auf einen Stuhl zu springen, da ich die Tierchen süß finde. Spinnen behagen mir nicht wirklich, aber trotzdem lasse ich sie in meiner Wohnung leben, weil sie ein hervorragender Fliegen- und Mückenschutz sind. Aber wenn ich auf einem Surfbrett hinter mir eine Flosse sehen würde, ginge mir der Arsch gewaltig auf Grundeis.

Bei diesen Klischees ist uns die Reaktion bewusst und oftmals auch Sonnenklar. Aber wenn unsere Freundin etwas anderes gesehen haben will, als wir selbst, fallen die Reaktionen sehr unterschiedlich und sogar hitzig aus.

„Willst du mich verarschen? Bitte, der Junge hat sich aufgeführt, wie ein Schwein!“

„Ja, Susanne. Du hast das in deiner Wahrnehmung gesehen. Für dich hat sich der Junge so verhalten, weil du das gesehen hast, was dich stört. Für mich nicht. Mich hat nichts an dem Jungen gestört, deswegen sah er für mich in meiner Wahrnehmung normal aus.“

„Wie soll denn das möglich sein? Wir können doch nicht unterschiedliche Dinge sehen.“

„Klar können wir das, weil wir andere Werte und Überzeugungen haben, die wir wahrnehmen.“

Susanne ist angenehmes Essverhalten ungeheuer wichtig. Bei ihr reicht es bereits, wenn die Tischdecke einen Tropfen abbekommt und sie zieht missbilligend eine Schnute. Im Laufe der Jahre hat sie sich angewöhnt, das Fehlverhalten der anderen beim Essen zu beobachten. Was folglich dazu führt, dass immer jemand anwesend ist, der wie eine Sau oder wie ein Schwein in ihrer Wahrnehmung isst. Sie hat ihr Unterbewusstsein darauf konditioniert, das einzige Schwein unter den vielen anständigen Essern wahrzunehmen. Mir ist heute herzlich egal, wie jemand sein Essen verzehrt. Ob er oder sie sich die Suppe ins Gesicht schmiert oder über den Kopf schüttet, würde mich eher an Pippi Langstrumpfs Mut erinnern. Mich interessiert beim Essen mehr, wie ich esse. Ob ich ausreichend und langsam kaue, wie mein Essen schmeckt, welche Gewürze ich wahrnehme. Wie sich die Konsistenz im Mund anfühlt, der Geruch, wie sich der Geschmack verändert, wenn ich die Beilagen und Hauptbestandteile anders kombiniere. Ich bleibe also bei mir und meiner Freundin, um uns wahrzunehmen. Zum Kontrast lasse ich meine Augen immer wieder umherschweifen – weil mich die Optik der anderen Gerichte interessiert.

Und nachdem ich weiß, dass ich meine Gefühle selber durch mein Denken zulasse, macht es für mich sowieso keinen Sinn mehr, mich über die anderen und ihr Verhalten aufzuregen, weil ich mir mein Essen dadurch selber versauen würde. So, wie Susanne es noch tut, saß ich früher oft motzend dabei. Heute muss ich darüber schmunzeln, dass mich der Anblick von anderen beim Essen mal so dermaßen beeinflusst hat. 😉 Susanne ist wenig auf sich und ihre innere Welt konzentriert und lässt sich von ihren Verstand permanent ablenken. Dadurch glaubt sie, dass die anderen ihre Gefühle erzeugen. In dem Fall der Junge, der wie ein Schwein gefressen haben soll. Dass es vollkommen egal ist, ob da ein Junge sitzt oder ein anderer Gast, ist ihr in ihrer Projektion nicht bewusst. Sie erzeugt sich das Gefühl, von diesem einen Jungen belästigt zu sein und glaubt, ihn ändern zu müssen, um sich besser zu fühlen und in Ruhe essen zu können. Was würde geschehen, wenn sie jetzt zu den Eltern ginge und sich beschwert? Vielleicht sogar die Eltern dazu bringt, ihren Sohn zurechtzuweisen? Würde sie sich besser fühlen? Nein, weil sie sich das restliche Essen darüber aufregen muss, dass so etwas passiert darf. Eventuell fällt ihr dabei noch ein Gast auf, der wie ein Schwein frisst, und das Gefühl, belästigt zu werden, entflammt von neuem.

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Wie sich deine Wahrnehmung dadurch verändert, schauen wir uns im Detail an:

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1. Du hast immer weniger Gründe, um dich über andere aufzuregen:

Während Susanne sich ihre Laune noch vom Essverhalten anderer vermissen lässt, stört dich das Verhalten der anderen immer weniger. Weil du erkannt hast, dass die anderen mit deinem Gefühl nichts zu tun haben, sondern deine Projektionsfläche sind und dir dein eigenes Denken und Handeln spiegeln. Deswegen kannst du die anderen so sein lassen, wie sie sind und dich trotzdem fühlen, WIE DU MÖCHTEST.

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2. Du hast immer weniger Gründe, um dich über die Umstände oder Situationen aufzuregen:

Anstatt die …

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Der gesamte Artikel beinhaltet 3319 Worte

  • 8 Beispiele, wie sich deine Wahrnehmung von alleine verändert, wenn du dich davon überzeugst, der Schöpfer deiner Wahrnehmung zu sein. 
  • Den Artikel als Podcast.

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