Emotion ist Kommunikation Teil 1 – Preview

Viele glauben, Kommunikation ist das, was in Worten, Gesten und Handlungen stattfindet. Das ist allerdings die sichtbare Ebene. Der Großteil unsere zwischenmenschlichen Kommunikation findet auf der unsichtbaren statt, der Ebene der Emotion. Im Artikel Potenzial habe ich das Thema bereits angeschnitten. Da es umfangreich ist, gehe ich in diesem und dem nächsten nochmal genauer darauf ein. In Teil 1 die negativen Gefühle und in Teil 2 die Positiven.

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Die Sprache der Emotionen

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Kommunikation ist mehr, als Sprache oder Handlungen. Wir Kommunizieren mit der äußeren Welt zum Großteil über unsere Gefühle, die wir ausstrahlen. Sind wir uns unseren Gefühlen und Gedanken unbewusst und machen die äußeren Umstände verantwortlich dafür, werden wir zum Spielball der Welt. Jeder kann uns mit Angst, Drohungen oder emotionalen Missbrauch manipulieren. Dadurch glauben wir selbst irrtümlicherweise ebenfalls, dass wir Bedingungen erfüllen müssen oder uns auf eine bestimmte Weise verhalten müssen, um unseren Willen zu bekommen. Wir werden manipuliert und manipulieren andere. Unsere Kommunikation mit der Welt basiert dadurch nicht auf Wertschätzung, Dankbarkeit und Liebe, sondern Mangel, Angst und Opferhaltung (Ohnmacht).

Sind wir uns unserer Gedanken und Gefühlen bewusst, die in uns vorherrschen und haben wir gelernt, sie selbstverantwortlich zu steuern, können wir jederzeit selbst bestimmen. Unsere Kommunikation mit der Welt ist klar und basiert auf Dankbarkeit, Wertschätzung und Liebe, weil uns diese Emotionen den Zugriff auf ein umfassendes Gedankenspektrum ermöglicht, uns zu entfalten. Je Negativer wir fühlen, umso begrenzter ist unser denken auf das Negative. Je positiver wir uns erlauben zu fühlen, umso größer ist die positive Gedankenvielfalt, die wir nutzen können.

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Eine Wiederholung, um das Wissen erneut zu festigen:

Deine Gefühle entstehen nicht durch die äußere Welt. Du kannst es nachprüfen, indem du jetzt an einen Menschen denkst, der nicht im Raum ist und dem du die Schuld an deinen Umständen gibst. Du wirst dich schlecht fühlen, obwohl er oder sie nicht da ist. Weil nicht die Umstände, Menschen oder Dinge deine Gefühle verursachen. Niemand drückt dir eine Emotion in die Hand und sagt, „Da, fühl dich so, wie ich es will.“ …

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Wie kommunizierst du?.

Woran erkennst du, welches Gefühl gerade in dir los ist? Besonders dann, wenn du dir unbewusst über deine Gefühlsgewohnheiten bist?

An deinen Gedanken. Das setzt voraus, dass du bereit bist, die Verantwortung für deine Gefühle zu übernehmen. Solange du denkst, dass die anderen schuld sind für deine Gefühle, kannst du sie nicht ändern. Weil du glaubst, dass der andere sich ändern muss. Und weil du das glaubst, versuchst du deine Mitmenschen zu ändern, damit du dich besser fühlen kannst. Dadurch bleibst du unbewusst Handlungsunfähig, dein Denken zu ändern und verschwendest deine Zeit damit, darüber nachzudenken, wie du den anderen von deiner Meinung überzeugen könntest.

So funktionieren deine Gefühle jedoch nicht. Weil du dadurch die Ursache nicht behebst: Deine Denkgewohnheiten zu ändern, indem du anders über die Situation denkst. Das hat zum einen nichts mit demjenigen zu tun, den du beschuldigst. Und zum anderen kannst du es sofort tun, unabhängig von dem „angeblich schuldigen“. Solange du es beispielsweise gewohnt bist, dich zu ärgern, ist dein Verstand darauf konditioniert, dir jeden Tag Gedanken zu liefern, die das Gefühl Ärger auslösen. Deine Wahrnehmung begrenzt sich auf Umstände, die dein Gefühl weiter verstärken. Du siehst Missstände, anstatt Freude. Egal, wie viele Menschen sich für dich ändern, weil du sie von deiner Sichtweise überzeugen konntest, es wird dir nie gut genug sein. Und du wirst jeden Tag wieder jemanden begegnen, über den du dich ärgerst. Erst, wenn deine Denkgewohnheit sich auf Wertschätzung, Liebe und Dankbarkeit ändert, hört der Ärger in dir auf.

Alle 50 negativen Gefühle der Gefühlsmatrix würde den Rahmen sprengen, daher beschränke ich mich in dem Artikel auf die zehn wichtigsten Negativlinge:

Enttäuschung

Gedanken, die zur Enttäuschung führen:

  • Du hast mich enttäuscht.
  • Das hätte ich nie von dir erwartet.
  • Wie konntest du mir das antun!
  • Jetzt weiß ich ja, was du für eine/r bist.
  • Du bist gemein. Bitte, tu es mir zuliebe.
  • Bei dir muss man aufpassen.
  • Du bist auch wieder so eine/r.
  • Das wird wieder nichts.
  • Das hat beim letzten Mal schon nicht geklappt.

Körperempfinden: Resignation. Antriebslosigkeit. Härte. Steifheit.

Der Drang sich zurückzuziehen und abzuschotten. Das Gefühl der Enttäuschung begrenzt die Kommunikation auf Gedanken und Erinnerungen, die enttäuschend waren. Je mehr Erfahrungen aus den Erinnerungen auftauchen, umso größer wird der Glaube daran (Befürchtung), dass es wahr ist. Und die Welt ein Ort ist, dem wir misstrauen müssen. In der Wahrnehmung erleben wir Situationen, in denen wir erneut enttäuscht werden. Und das Gefühl nimmt zu, bis wir glauben, so leben zu müssen. Es entstehen weitere Emotionen wie Misstrauen und Angst und weicht einem Leben in Vermeidung. Vermeidung vor weiteren Enttäuschungen, weil sich das Gefühl echt anfühlt.

Bedenke: Nichts davon ist wahr. Es ist lediglich deine Betrachtung der Welt aus dem einem Gefühl Enttäuschung.

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Ärger

Gedanken, die zu Ärger führen:

  • Das regt mich auf.
  • Der regt mich auf.

 


Der gesamte Artikel beinhaltet 3629 Worte

  • Warum Deine Emotionen deine Qualität der Kommunikation bestimmen.
  • Warum deine Emotionen deine Gedanken begrenzen und damit deine Kommunikation mit der Welt.
  • Zehn negative Beispiele, wie deine Emotionen dich und deine Wahrnehmung beeinflussen.
  • Angst, Ärger, Enttäuschung, Mangel, Neid, Rücksichtslosigkeit, Schuld / Urteil, Verletzung, Verlust, Wut
  • Den Artikel als Podcast.

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