Entwickle dich für eine glückliche Kindheit – Preview

Das Thema Glaubenssätze ist in aller Munde, weil sie sich angeblich bis zu unserem 6. Lebensjahr gebildet haben und unser Leben beherrschen sollen. Heute glaube ich, dass du trotzdem eine glückliche Kindheitserinnerung haben kannst. Wie das geht und was Entwicklung bedeutet, erkläre ich dir im heutigen Beitrag.

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Es ist nie zu spät, sich zu entwickeln

 

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Neulich war ich mit einem Freund beim Mittagessen. Wir wollten eine neue Pizzeria ausprobieren. Während des Essens gesellte sich ein weiterer Freund von ihm hinzu. Ein selbständiger Kommunikationstechniker. Die Lasagne war ein Traum, leider bekam der Techniker davon wenig mit. Er war zu beschäftigt mit seinem Handy und dringenden Terminen. Sein linkes Bein wippte im ständigen Rhythmus und offensichtlich hatte er Hummeln im Hintern. Das Gespräch entwickelte sich zu einer Arie guter Ratschläge, damit er zur Ruhe kommen sollte. Aber jeden RatSCHLAG schmetterte er gekonnt ab.

Auf dem Weg zum Auto meinte mein Freund, dass er es dem Techniker schon oft gesagt hat, weil er sich krank arbeitet. Er will aber dennoch nicht aufgeben, da er die Hoffnung hat, dass er sich irgendwann ändert.

Ich habe meinen Freund gefragt: „Warum willst du, dass der Techniker sich ändern muss? Er ist schließlich erwachsen und selbstverantwortlich. Und du bist nicht sein Vater, seine Mutter oder sein Gott.“

Seine Antwort: „Weil ich weiß, wo das hinführt. Ich habe mich auch kaputt gearbeitet und ich will ihn davor bewahren.“

„Okay. Erinnere dich an deine Vergangenheit zurück, als du dich kaputt gearbeitet hast. Du stehst heute vor mir und bist gesund.“

„Ja schon. Aber ich war damals sterbenskrank.“

„Okay. Nochmal die Erinnerung. Du bist heute gesund. Offensichtlich hast du aus deiner Erfahrung gelernt und deine Gesundheit verbessert. Die Erfahrung war also gut für dich. Warum willst du den Techniker um seine kostbare Erfahrung für sein Leben betrügen, weil du mit deiner Vergangenheit noch ein Problem hast? Ihn kannst du nicht ändern, aber deine Denkweise über deine Vergangenheit, zum Beispiel in Dankbarkeit.“

„Hm, gute Frage. So habe ich das noch nie betrachtet.“

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Das Märchen vom guten Ratschlag

Gutgemeinte Ratschläge sind genau das: Schläge, in verbaler Form.

Wir teilen emotional aus, weil wir in unseren Mitmenschen unsere Vergangenheit sehen, mit der wir noch ein Problem haben. Ich könnte auch sagen, uns begegnet gerade unsere Vergangenheit, die wir nicht als solche erkennen. Und weil wir glauben, dass diese Vergangenheit jetzt im Moment Realität ist, versuchen wir, andere daraus zu retten. Dabei schaden wir damit uns und den anderen, weil wir unser beider Entwicklung verhindern. Wir verhindern, dass wir aus der negativen Erfahrung lernen, uns ins Positive wachsen und entwickeln können. Und wir verhindern, dass unsere Mitmenschen den Grund der Erfahrung verstehen.

Eine Frage: Wie oft müssen wir einem Kind sagen, dass die Flamme heiß ist, ehe es begreift?

Einmal? Zehnmal? Hundertmal? Tausende Male? Kommt auf die Intelligenz des Kindes an? Die Antwort ist: gar nicht. Es spielt keine Rolle, wie oft wir es dem Kind sagen. Es versteht den Sinn der Worte erst in dem Moment, in dem es in die Flamme greift und den Schmerz spürt. In dem Moment werden aus den Worten Wissen. Und es entsteht ein Glaubenssatz.

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Glaubenssätze sind keine Altersfrage

Wir wissen heute aus der Psychologie, dass der Geist von Kindern offen ist und alles aufsaugt, wie ein Schwamm. Und wir wissen, dass Geschwister, die in den gleichen widrigen Umständen aufwachsen, trotzdem unterschiedliche Lebenserfahrungen machen werden. Während ein Kind kriminell wird und zu Suchtmitteln greift, wird das andere erfolgreich und glücklich. Beide Kinder haben dieselben Glaubenssätze der Eltern zu hören bekommen. Wie also können diese Unterschiede zustandekommen? Durch Emotionen. Es kommt nicht auf die Sätze an, die die Eltern uns vorgesagt haben, sondern auf die Sätze, bei denen starke Emotionen entstanden sind. Deswegen hat jeder Mensch, selbst innerhalb der Familie, unterschiedliche Glaubenssätze in sich. Und dadurch die Chance, ein vollkommen anderes Leben zu leben, wie die Eltern und Geschwister.

Wir sind also jederzeit in der Lage, uns neu zu programmieren oder von den Umständen programmieren zu lassen. Daher stimme ich der Psychologie nicht zu, dass alles bis zum sechsten Lebensjahr im Kind angelegt wird. Ich stimme mit der Psychologie dahingegen überein, dass sich in den frühen Jahren der wichtigste Glaubenssatz prägt: Ich bin gut genug oder ich bin nicht gut genug. Der Selbstwert eines Menschen. Er ist ein wesentlicher Teil, der das Denken Fühlen und Handeln ein Leben lang beeinflusst.

 


Der gesamte Artikel beinhaltet 2925 Worte

  • Wie du auf eine glückliche Kindheit zurückblicken kannst, auch, wenn sie negativ war.
  • Warum Entwicklung niemals im außen stattfinden, sondern in dir.
  • Welche konkreten Schritte notwendig sind, um belastende negativen Erfahrungen zu heilen und in positive zu verändern.´
  • Den Artikel als Podcast.

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