Wahrnehmen und Interpretieren – Preview

 

Wie nimmst du die Welt wahr? Und wie wirkt sich deine Wahrnehmung auf dein Denken aus? Besser gesagt, nimmst du überhaupt noch wahr, was ist? Interpretierst du inzwischen erst mal alles, was du siehst? Nach dem Motto: zuerst schießen und dann Fragen. Heute schauen wir uns den Unterschied an, was Wahrnehmung ist und wie du deine Wahrnehmung interpretierst. Und warum du viel entspannter lebst, wenn du weniger interpretierst, sondern mehr in die bewusste Wahrnehmung gehst.

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Die Welt, die du als „Wahrheit“ annimmst

 

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Wie Wahrnehmung dein Leben bereichert

Das Thema war lange Zeit eine Herausforderung für mich. Wenn ich mein fünfundzwanzig Jahre altes ich betrachte, dann war das eine Zeit, in der ich viel verurteilte und kritisierte. Ich dachte, dass die Welt ein schlechter Ort sei, dem ich misstrauen musste. Und alle entweder mein Geld oder meine Lebensenergie wollten. Meine Launen erschwerten logischerweise das Beziehungsleben.

Was mir damals unbewusst war: Ich kritisierte das, was ich durch meine Wahrnehmung interpretierte. Nicht das, was ich wirklich wahrnahm. Ich hatte quasi ein Problem mit meiner Art, die Welt zu betrachten, auf die ich Antworten suchte. Und hätte ich mein heutiges Wissen in dem Alter schon gehabt … dann wäre mein Leben genauso verlaufen. 😉 Das Hätte-Spiel ist reine Hypothese, die eine Form der Interpretation ist und negative Gefühle erzeugt. Wir reden uns damit die Welt schön und kritisieren unsere eigene Unfähigkeit, es besser gewusst hätten wissen müssen. Das ist ein Irrglaube, dass irgend ein Wissen damals hilfreicher gewesen wäre. Nein. Ich konnte das Wissen in meiner Unerfahrenheit und Unbewusstheit nicht annehmen, das mir Bücher oder Freunde vermitteln wollten. Außerdem hätte ich dadurch den Weg der Selbsterkenntnis abgeschnitten und einen Umweg gemacht, um heute bei demselben Ergebnis anzukommen. Tu dir selbst einen Gefallen, und verabschiede dich von dem „Hätte-Spiel“. Du warst zu jedem Zeitpunkt deines Lebens gut genug – auch ohne benötigtes Wissen. Schließlich bist du im heute angekommen und hast dein Leben trotzdem irgendwie meistern können.

Ich wusste damals nichts über Wahrnehmung und war Weltmeister im Kritisieren und Verurteilen. Ein guter Freund von mir wollte mit mir an einem Wochenende nach München fahren und einen Einkaufstag verbringen. Ich habe mich richtig darauf gefreut. Besonders, weil es eine willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag war. Ich hasste meine frühere Arbeit und hatte keinerlei Auftrieb, rettete mich von Wochenende zu Wochenende. Ich fokussierte mich vollkommen auf das kommende Highlight, dass aus der Vorfreude ein „unbedingt-haben-müssen-sonst-sterbe-ich“ wurde. Eine Ablenkung von meinem Problem der Unzufriedenheit, das ich mit meiner Arbeit hatte. Der Samstag kam, das Wetter war schön. Aber mein Bekannter wollte nicht mehr nach München, sondern einen faulen Tag verbringen. Ich war stinksauer auf ihn, weil er mir alles kaputtmachte. Er war schuld für meine Laune, zumindest war ich davon überzeugt. Seine Antwort hat mich von den Socken gehauen, dass ich sprachlos sitzen blieb. „Weißt du Andrea, wenn du schmollen willst, dann ist das dein Problem. Ich gehe jetzt los und mach mir einen wundervollen faulen Tag.“ Wie konnte dieser ignorante A… es wagen, sich gut zu fühlen! Er hatte mir das doch angetan. Und dann soll er sich gefälligst auch schlecht fühlen und nicht einfach gute Laune haben.

Kennst du solche Momente? In denen du überzeugt bist, dass deine Mitmenschen gemein sind und sich gefälligst an deiner miesen Laune beteiligen sollen? Weil sie der Grund sind, warum du dich jetzt schlecht fühlst? Ich muss dich enttäuschen. Diese Erfahrung der Enttäuschung war für mich heilsam, weil ich zum ersten Mal meine Wahrnehmung infrage stellte und meine Interpretation davon kennenlernte.

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Was ist Wahrnehmung?

 

Einfach gesagt, alles was du über deine fünf Sinne wahrnimmst: das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Das ist die reine Wahrnehmung der äußeren Welt. Diese Informationen nimmst du nicht in ihrer gesamten Bandbreite wahr, sondern gefiltert über das Unterbewusstsein. Stell dir vor, du spürst den ganzen Tag deine Kleidung auf der Haut? Es würde dich permanent ablenken. Daher fokussiert sich dein Unterbewusstsein stets auf das Wesentliche.

Ein Tatort beispielsweise stinkt für einen Außenstehenden bestialisch nach dem süßlichen Duft der Verwesung. Den nimmst du als Zuschauer beim Fernsehschauen nicht wahr. Die gekräuselten Oberlippen und gerümpften Nasen der Schauspieler vermitteln dir eine Vorstellung davon. Im echten Leben haben sich die Kommissare, Teams der Spurensicherung und Tatortreiniger daran gewöhnt. Es stinkt immer noch bei jedem neuen Schauplatz des Verbrechens, jedoch nicht mehr so intensiv wie für einen Zuschauer. Das, was du siehst, hörst, schmeckst, riechst und betasten kannst, ist die reine Wahrnehmung. Der Vorgang, der in deinem Körper stattfindet und dir im Gehirn ein Bild deiner äußeren Welt vermittelt über das, was da ist.

Das ist noch keine Interpretation. Die Schwierigkeit bei der Wahrnehmung ist der fließende Übergang zwischen dem, was wir sehen und dem, was wir interpretieren. Wir können uns jetzt an dem Beispiel der Medien orientieren, die sachdienliche Hinweise herausgeben, um möglichst nahe an der Wahrnehmung zu bleiben. …

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Was ist Interpretation?

Wir alle interpretieren unsere Wahrnehmung. Je nachdem, aus welcher Ebene heraus: …

 

 


Der gesamte Artikel beinhaltet 3789 Worte

  • Wie du die Welt interpretierst.
  • Warum du das wahrnimmst, was du denkst und glaubst.
  • Wie du besser mit deinen Mitmenschen kommunizieren kannst.
  • Wie sich deine Sichtweise auf die Welt durch deine Interpretation ändert.
  • Übungen, wie du deine Wahrnehmung verbessern kannst.
  • Den Artikel als Podcast.

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