Verständnis ist der Schlüssel – Preview

Kannst du dich und deine Beweggründe verstehen? Weißt du, warum du diese Handlung ausführst? Weißt du, warum du sie immer wieder tust, obwohl du es nicht möchtest? Wer sich selbst nicht verstehen kann, der kann auch nicht seine Handlungen verstehen.

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Verständnis ist die Brücke zum Miteinander

Verständnis beginnt ab dem Moment, in dem du begreifst, dass jeder Mensch seine Beweggründe hat, aufgrund dessen er handelt.

Um es in ein paar einfachen Beispielen zu sagen: Kannst du Verständnis haben für

  • Politiker?
  • deinen Nachbarn, der keine Lust auf Rasen mähen hat?
  • deine Eltern und ihre Erziehungsmethoden?
  • deinen Chef?
  • den uneinsichtigen Kollegen?
  • einen Mörder?
  • deine Fehler?

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Die Taten deiner Mitmenschen zu verstehen, heißt weder sie gutzuheißen noch zu tolerieren. Es bedeutet, dass du ihre Beweggründe verstehen kannst, die sie zu ihren Handlungen verleitet haben.

Nimm zum Beispiel einen Mörder. Seine Tat hat gegen das Gesetz verstoßen. Aus seiner Sicht der Rache, weil das Rechtssystem bei einer schrecklichen Straftat gegen sein Kind versagt hat, glaubt er sich absolut im Recht. Dennoch ist es Mord, einen Mörder zu beseitigen.

Ich habe einen Bekannten, der gelegentlich äußert, dass er jedem Verkehrssünder das Auto und den Führerschein entziehen würde, damit Ruhe auf deutschen Straßen herrscht. Gelegentlich will er alle Verbrecher erschießen lassen, um Kosten für das System zu sparen. Und wenn er in Fahrt ist, gehört die Menschheit sowieso weg, weil sie die Umwelt zerstört. Klingt nicht wirklich nach einem angenehmen Zeitgenossen, oder? Was denkst du über die Nachrichten in der Zeitung oder im Fernsehen? Wünschst du dir manchmal härtere Strafen, um dich sicherer zu fühlen? Ich habe Verständnis für meinen Bekannten, weil sich hinter diesen Äußerungen lediglich Angst befindet. Er gehört zu der aussterbenden Generation Kriegs überlebender, der seine Kindheit unter dem Bombenbeschuss der Alliierten verbrachte. Er hat Angst, dass sich sein Trauma wiederholen könnte, deswegen würde er am liebsten gefühlt die gesamte Menschheit auslöschen, um sich sicher zu fühlen. Ist er deswegen ein schlechter Mensch? Nein. Muss ich seine Meinung torpedieren und ihn zu einer Kumbaja-Einstellung bekehren? Weil er Amok laufen könnte? Nein. Es ist seine Meinung und seine Beweggründe sind vollkommen logisch.

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Verstehst du einen Mörder?

Im Jahr 2016 lief im ARD der Film: Terror – Ihr Urteil. Eine Gerichtsverhandlung über den Prozess des Luftwaffen-Major Lars Koch, bei dem der Fernsehzuschauer am Ende über das Urteil abstimmen sollte. Schuldig oder Freispruch.

In dem Film wurde ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Berlin nach München entführt. Der Entführer drohte, die Maschine im Fußballstadion abzustürzen zu lassen und 70.000 Menschen zu töten. Eine Alarm Rotte mit zwei Kampfjets versuchte die Maschine abzudrängen und gab einen Warnschuss ab. Das Passagierflugzeug reagierte nicht, ein Abschussbefehl wurde nach mehrmaligen Nachfragen der Alarm Rotte abgelehnt. Bevor es abstürzte, entschied der Luftwaffen-Major Lars Koch, es abzuschießen und tötete 164 unschuldige Passagiere.

Die Frage: Ist er jetzt ein mehrfacher Mörder oder ein Held.

In dem Gerichtsprozess erhält der Zuschauer Argumente der Staatsanwaltschaft, die dafür sprechen. Und Argumente der Verteidigung, die dagegen halten. Kann ein einzelner Mensch das Leben von 164 Menschen aufwiegen, um 70.000 zu retten?

Alles, was wir tun, geht eine lange Ereigniskette von Entscheidungen voraus. Wir wägen das Für und Wider ab, suchen die für uns beste oder bequemste Lösung, um am Ende ein Ergebnis zu erzielen. Ob es sich um ein positives Ergebnis handelt oder ein negatives spielt keine Rolle. Problematisch wird es, wenn unsere Überzeugungen ins Spiel kommen. Wir glauben, im Recht zu sein. Und diese Überzeugung hat in der Menschheitsgeschichte bereits viele Milliarden Menschen getötet, weil sie anderer Meinung waren. Nicht, weil sie gegen Gesetze verstoßen haben. Die Frage ist, wann hört dieser Wahnsinn endlich auf? Wann lernen wir, Verantwortung für unser Denken, Fühlen und Handeln zu übernehmen und Verständnis für die Beweggründe unserer Mitmenschen zu entwickeln.

Der Gerichtsprozess im Fernsehen endete übrigens mit einem Freispruch. Und das bedeutet, wir sind auf einen guten Weg, nicht mehr in Schuld und Unschuld zu denken, sondern in Verantwortung und Verständnis.

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Was bedeutet es, Verständnis zu haben?

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Der gesamte Artikel beinhaltet 1950 Worte

  • 10 Punkte, was Verständnis bedeutet.
  • Wie du lernst, dich zu verstehen
  • Fragen im Alltag, um dich besser zu verstehen

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