Was ist Wirklichkeit? – Preview

Sind wir überhaupt in der Lage, die Wirklichkeit wahrzunehmen? Oder sehen wir die Welt, wie wir sie sehen wollen? Mit Sicherheit kennst du Menschen, die unbelehrbar sind. Egal, was du ihnen sagst, sie beharren auf ihren Standpunkt – wenn er belegbar falsch ist. Sind diese Zeitgenossen weltfremd oder einfach stur? Sie müssen es doch erkennen, dass sie vollkommen falsch liegen. Oder ist Wirklichkeit eine Vielzahl an Möglichkeiten?

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Wie wir die Welt wahrnehmen

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Du siehst die Welt durch deine Augen. Ich sehe sie durch meine. Das Sehorgan, bzw. beide Sehorgane sind unser Fenster zur Realität. Sie funktionieren wie ein Projektor und projizieren das Abbild durch deine Linsen in den Kopf. Wir verarbeiten das Bild genauso wie eine Kamera im Prozessor, allerdings heißt dieser bei uns Gehirn. Sehen ist ein Prozess, der in unserer Schaltzentrale abläuft, die unser Denken und unseren Körper steuert. Ist es mir dadurch möglich, dieselbe Wirklichkeit zu erkennen, wie du?

Nein, da ich andere Erfahrungen, Fähigkeiten und Ideen habe, ein unterschiedliches Wissen durch meine Wahl an Aus- und Weiterbildungen, meinen Fernsehkonsum an Dokumentationen, Filmen und Bücher gelernt habe. Ich bin mir in anderen Bereichen selbst bewusst und entscheide daraufhin, was ich denke und fühlen möchte. Dadurch nehme ich eine andere Realität wahr, als du mit deinem Wissen und deine Erfahrungen, die bereits im Elternhaus beginnen. Aber bevor du dich fragst, ob wir uns hier in einem Wunschkonzert befinden, klären wir, was Realität wirklich ist.

Die Realität ist viel mehr, als du und ich sehen können. Sie beinhaltet alle Möglichkeiten, Gefühle, Gerüche, Farben, Formen, Personen, Gegenstände, Tiere, Lebewesen, Jahreszeiten, Stimmungen, Geräusche, Helligkeiten. Sie bietet Fülle und Mangel, Freude und Leid, Angst und Liebe, Einsamkeit und Gemeinschaft, Leben und Tod. Die Summe aller Wahrscheinlichkeiten, aus denen wir uns nach unseren Wünschen, Zielen, Vorstellungen und Erwartungen bedienen können. Oder, was wir aufgrund unserer Ängste, Sorgen, Zweifel und Enttäuschungen erwarten. Das meiste davon blendet unser Unterbewusstsein nach unseren Zielen, Denkgewohnheiten und Glaubenssätze aus und ermöglicht dem Gehirn damit, das für uns wesentliche wahrzunehmen.

Ich gebe dir ein Beispiel:

Stell dir vor, du gehst zum Einkaufen und hast alles vergessen, was du bisher über dich und die Welt wusstest. Alle Informationen, Personen, Artikel, Farben, Geräusche, Gefühle, Formen, Gespräche, … prasseln konstant auf dich ein. Das laute Streitgespräch zweier Kunden, das Gedrängel, die Mitarbeiterin, die das Regal einräumt, die Temperatur, das Licht, die unterschiedlichen Verpackungen, Farben, Gerüche … Ein Einkaufszettel hilft dir bei dem, was du willst. Allerdings fehlt dir ohne die Informationen aus deinem Unterbewusstsein die Erkenntnis, welcher der Farben und Formen das Richtige ist. Stell dir einen an Demenz erkrankten Freund im Supermarkt vor, um das zu verstehen. Du wärst innerhalb von Sekunden überfordert von der Masse, die deine Augen dir zeigen.

Es hat einen Sinn, dass unser Unterbewusstsein alle überflüssigen Informationen in jedem Augenblick unseres Lebens nach unserem Erfahrungs- und Wissensstand filtert: damit es uns zielstrebig und schnell durch den Supermarkt nach den Essgewohnheiten, Zielen, Vorlieben und Bedürfnissen lotst. Es identifiziert für uns die Formen und Farben, ruft die passenden Informationen aus der Wissensdatenbank ab, um in Millisekunden zu entscheiden, ob es für uns relevant ist und zu unserer Denkgewohnheit passt oder nicht. Legst du beispielsweise auf eine gesunde Lebensweise wert, leitet dich dein Unterbewusstsein gezielt durch die Obst- und Gemüseabteilung, weiter zu Nüssen und Saaten, Ölen und gesunden fetten. Die Regale mit Fast Food blendet es aus deiner Wahrnehmung vollkommen aus. Besteht deine Hauptnahrung aus Fleisch, Milchprodukte und Teigwaren, blendet es die Gemüseabteilung aus. Gehen wir raus in die Natur. Magst du Tiere, fallen dir die Katzen, Hunde oder sonstige Fellbewohner auf? Stört dich die Umweltbelastung, wirst du die vielen Autos auf dem Parkplatz und die Mülleimer wahrnehmen. Bist du ein Familienmensch, begegnen dir überall Freunde und Bekannte. Magst du es ruhiger, triffst du kaum bekannte Gesichter. Bist du in Eile, stören dich die lange Schlangen und der Stress an der Kasse. Alle Menschen erleben unterschiedliche Situationen. Zwei Minuten mehr Zeit im Bad kann eine rote Ampelwelle oder lange Kassenschlangen bedeuten. Fünf Minuten früher aufstehen, eine grüne Welle und entspanntes Einkaufen in leeren Supermärkten. Welche „Realität“ du wahrnehmen wirst, bestimmst du mit deinen Gedanken, den entstehenden Gefühlen, auf die dein Handeln basieren. Aus dem Grund gibt es über sieben Milliarden Varianten der Wirklichkeit, (auf die Menschen bezogen, alle Lebewesen würde auf Trilliarden Möglichkeiten kommen) die von geringem Bildungsstand eines Säuglings über Mangel und Armut bis zur Erfüllung und Vielfalt alles beinhalten – je nachdem, wie derjenige /diejenige denkt.

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Deine äußere Welt

Kennst du Situationen, in denen dir vorgeworfen wird, etwas vergessen oder getan zu haben? Fühlst du dich ertappt? Rechtfertigst du dich? Ich kann dich beruhigen. Wenn du eine erwartete Arbeit vergessen hast, haben deine Kollegen oder Familienmitglieder einen konkreten Nachweis, weil sie auf ein Ergebnis warten.

Sollte es sich jedoch um Arbeiten handeln, die unregelmäßig anfallen, wie Schnee schaufeln, und du allein im Schneechaos malochst, während andere in der Arbeit sind, suchen sie nur ein Ventil für ihren Ärger. In so einem Fall solltest du folgendes Bedenken: Viele Menschen glauben im Wissenschaftszeitalter des 21. Jahrhunderts immer noch das, was sie sehen können und dichten sich ihre Realität über das, was sie nicht sehen, zurecht. Die Idee, dass sie in ihrer Abwesenheit gar nicht mitbekommen, was du den lieben langen Tag machst oder unterlässt, ist ihnen fremd. Sie projizieren ihre negativen Gefühle auf den Nächstbesten. In unserem Beispiel den Ärger, dass „immer noch“ Schnee liegt, anstatt „schon wieder“ neuer Schnee.

Eine Selbstreflxetion: Wie verhältst du dich in so einem Moment?

Ist dir bewusst, dass du niemals wissen kannst, was andere in deiner Abwesenheit tun und bleiben lassen? Kannst du verstehen, dass du dazu hellsehen müsstest? Oder eine Rund um die Uhr Überwachung vornehmen und jede Sekunde bei ihnen sein müsstest? (Was ohne behördlichen Verdachtsfall in Deutschland verboten ist.)

Ist dir ebenfalls bewusst, dass du gar kein Recht hast, anderen dein Verhalten aufzwingen zu wollen? Niemand ist das Maß aller Dinge. Wir haben die freie Wahl, unser Leben zu gestalten. Egal, was dich stört, es ist dein hausgemachter Ärger, den du dir gerade mit deinen Gedanken DARÜBER mixt. 😉

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Der gesamte Artikel beinhaltet 3284 Worte

  • über die innere Welt,
  • die äußere Welt,
  • was deine Erinnerungen damit zu tun haben
  • und wie ein harmonisches Miteinander möglich ist.

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