Warum ich deinen Hass nicht verdiene

Hass ist ein starkes Gefühl, dass uns zu unglaublichen Dummheiten verleitet und unser Leben zerstört. Und genau das ist Problem dabei, es zerstört uns – niemals den anderen.

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Dein Freund Hass

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Was ist Hass? Ein starkes Gefühl, dass blind im Rausch unser Leben zerstören kann. Viele vermuten hinter ihm sogar das Gegenteil der Liebe, derweil ist Hass ganz anders …

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Wie entsteht Hass

Stell dir folgende Situation aus deinem Leben vor:

Ein geliebter Mensch, für den du gestern noch alles getan hättest ist heute dein größter Feind, den du abgrundtief verabscheust. Deine Sicht auf diese Person hat sich innerhalb weniger Stunden, wenn nicht sogar Minuten grundlegend geändert. Was für dich gestern noch eine Fülle an Glücksgefühlen und Kribbeln im Bauch verursachte, führt heute zu Magenschmerzen und ein Gefühl, das dich am liebsten aus der Haut fahren lässt. Und das alles wegen Hass.

Wie entsteht dieses starke Gefühl?

Zunächst musst du verstehen, dass Hass nicht auf Bäumen wächst. Du verfällst diesem Gefühl weder über Nacht, noch springt dich dieses „Wergefühl“ in einer kühlen Mondscheinnacht an und zwingt dich, es künftig mit Haaren auf den Zähnen auszuleben. Hass ist ein Prozess, der seinen Anfang in Enttäuschung findet.

Wenn du vom Leben enttäuscht bist, weil du Freunde hast oder hattest, die dich ausgenutzt haben, wirst du vorsichtiger und verschlossener. Je Intensiver du dich auf eine Begegnung einlässt, wie Beispielsweise eine Liebesbeziehung, und enttäuscht wirst, umso schwerer fällt es manchmal, dich erneut zu öffnen. Durchlebst und erleidest du eine erneute Enttäuschung, schlägt sie in Wut um und mündet eines Tages in zerstörerischen Hass. Denn Hass empfindest du bei Menschen, die du liebst. Deswegen wird er fälschlicherweise als Gegenpol zur Liebe angesehen. In Wahrheit verbirgt sich hinter dem Hass ein unverarbeiteter Schmerz der Angst – Angst vor dem Alleinsein, verlassen werden und „nicht gut genug sein“.

Einfach ausgedrückt bedeutet Hass: Schmerz + Enttäuschung + Wut = Hass

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Warum ist Liebe nicht das Gegenteil von Hass

Liebe ist alles in diesem Universum. Die Vorstellung von einer romantischen Liebe zwischen zwei Menschen ist lediglich ein Teilbereich davon, ein Stecknadelkopfgroßen im Heuhaufen der Liebe. Liebe ist reine Energie, die in uns fließt und uns durchdringt. Das Gefühl der Liebe ist nicht von jemanden oder etwas außerhalb von dir abhängig, sondern befindet sich konstant seit deiner Geburt in dir. Du entscheidest dich lediglich mit deinem Denken, die Augen vor der Liebe zu verschließen. Ein kleiner Exkurs in die Physik. Wenn Liebe alles ist, was ist dann ihr Gegenteil? Das Gegenteil von reiner Energie ist …

das Negativ, der Spiegel oder das Fehlen bzw. Abspalten. Das kann der Hass nicht leisten, sondern die Angst.

Das Gegenteil von Liebe ist die Angst.

Angst ist das große Obergefühl auf der negativen Seite zur Liebe, das sich in Hass, Wut, Sorge, Zweifel, Enttäuschung, Einsamkeit, … unterteilen lässt. Eine Aufstellung hierzu findest du in dem Blogartikel zum Thema Macht. Hass ist lediglich eine Unterart der Angst, denn du empfindest dieses Gefühl aus Angst. Ob es die Angst vor einer alten Kindheitsverletzung (Erinnerung) ist, an die dich dein Beziehungspartner erinnert oder die Angst vor der Einsamkeit, die du jetzt ertragen musst, weil du verlassen wurdest, sich deine Emotionen aufgestaut haben, oder … spielt für deinen Hass keine Rolle. Du spürst eine stark ausgeprägte Form der Wut in dir, die du mit aller Gewalt auf etwas oder jemand entladen willst …

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Hass ist keine Lösung

Wenn du dich im Gefühl des Hasses befindest, dann richtet er sich gegen dich. Warum? Das ist leicht erklärt:

Du befindest dich in dieser Emotion – nicht derjenige, den du für dein starkes negatives Empfinden verantwortlichen machen willst. Oft reicht es, dass die „verhasste“ Person gar nicht anwesend ist, wenn du an sie denkst, um das Gefühl erneut in dir zu entfachen. Wenn du dann siehst, wie gut es dem anderen ohne dich geht, verstärkt sich deine negative Emotion vielleicht noch weiter.

Bei diesem „Schuldzuweisung-Spielchen“ vergisst du eine winzige Kleinigkeit: Es ist allein deine Betrachtung der Situation und daraufhin deine Entscheidung, dich jetzt so zu fühlen, während der andere sich gut fühlt. Das hat nichts damit zu tun, dass er oder sie ein Egoist ist, sondern dass wir für unser Empfinden selbst verantwortlich sind.

Ich versuche es dir zu erklären. Deine Realität, die du um dich wahrnimmst und interpretierst, sieht folgendermaßen aus:

Du hast eine wundervolle Zeit mit einem Menschen verbracht und plötzlich sagt oder handelt er / sie auf eine Weise, die dir nicht gefällt. Vielleicht erschreckt dich der Gedanke oder die Ansicht, dass es dich an eine frühere Begegnung in deinem Leben erinnert und du dich verletzt fühlst. Fälschlicherweise glaubst du jetzt, dein Gegenüber ist an deinem Gefühl schuld, weil du schließlich so empfindest, aufgrund den Gesagtem und schlussfolgerst, das hat er oder sie mit Absicht gemacht. Die Situation schaukelt sich hoch und der Mensch, den du über alles liebst, raubt dir den letzten Nerv. Die Beziehung ist beendet und dein Gefühl der Liebe schlägt in Hass um. Du denkst fatalerweise nach wie vor, dass er oder sie „schuld“ an deinem Empfinden ist und projizierst den Hass auf die Person. Aber anstatt dass es dem anderen Schlechter geht, leidest du weiter und musst hilflos zusehen, wie dein soziales Umfeld zerbricht.

In dir geschieht ein anderer Prozess:

Du verschließt dich mehr und mehr vor deiner Selbstliebe und trennst dich von ihr ab, weil du sie auf deinen Partner / Partnerin projizierst. Du bist dem Irrglauben verfallen, dass du ohne deinen Partner deine Liebe verlierst. Je mehr du dabei durch deine Gedanken über deinen Partner das Gefühl der Liebe verlierst, umso stärker entwickelt sich der Hass auf ihn oder sie, da sie „schuld“ sind an deinem Zustand der fehlenden Liebe. Zumindest glaubst du das. Der Hass in dir nimmt weiter zu, je mehr du das Verhalten deines Partners /Partnerin fehlinterpretierst und verdeckt mehr und mehr dein Gefühl der Liebe in dir, bis du sie nicht mehr spüren kannst.

Je mehr Hass du zulässt, umso weniger kannst du deine Selbstliebe spüren.

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Die Lösung von Hass

Einer unserer genialsten Köpfe auf diesem Planeten sagte einst: Du kannst ein Problem nicht auf der Ebene lösen, auf der es entstanden ist. – Albert Einstein. Was bedeutet das? Viele von uns versuchen das Problem ihrer Gefühle in der Situation zu lösen, in der es entstanden ist. Zum Beispiel indem sie „Entschuldigungen“ erwarten, weil der andere an ihrem Gefühl „schuld“ ist. Oder versuchen, die Menschen und deren Verhalten zu ändern, das altbekannte Vermeidungsprinzip. Zum Beispiel, „Wenn ich eine Beziehung vermeide, dann muss ich nicht mehr hassen.“ Oder „Wenn ich es vermeide, mich intensiver auf andere einzulassen, dann werde ich nicht mehr verletzt.“ Diese Strategie löst das Problem nicht.

Ich erkläre es dir:

Dein Gefühl von Hass entsteht nicht, weil eine geliebte Person in deinem Leben sich auf eine bestimmte Art und Weise „fehl“ verhalten hat. Du bist nicht Gott, der das Maß aller Dinge ist und über andere „urteilen“ kann. Dein Hass entsteht, weil du dieses Verhalten mit deinem Denken „interpretierst“ und zu einer Schlussfolgerung kommst, die dich „hasserfüllt (enttäuscht, ängstlich, verzweifelt, …) fühlen lässt.“ Anstatt dein Denken zu ändern, versuchst du das Verhalten des anderen zu ändern. Das meinte Einstein, als er von Ebenen sprach. Ein emotionales Problem mit deinen Gefühlen wirst du niemals auf der Ebene der sichtbaren Realität ändern können, sondern nur in dir, wo deine Gefühle ihren Ursprung haben.

Den Hass lösen bedeutet: Dich vom Hass lösen und zurückkehren in dein Gefühl der Selbstliebe.

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Niemand ist dein Hass wert

Wie löst du dich von negativen Emotionen?

Ganz einfach, durch Gewohnheit. Du bist es gewohnt, dein negatives Gefühl auf eine bestimmte Person zu projizieren. So stark, dass der Gedanke allein ausreicht, es zu erwecken. Diese Person muss dafür nicht mal anwesend sein. Es spielt sich alles in dir ab. Du kennst das, wenn sich Freunde Lautstärke über „Nichtanwesende“ in Rage lästern und alles vorgefallene haarklein analysieren. Das bewirkt keine Lösung, sondern das Verstärken der negativen Emotion, weil du ein weiters Bild in deinem Unterbewusstsein verknüpft hast.

Der Ausweg führt über knallharte Abstinenz. Jedes Mal, wenn du künftig merkst, dass du dich aufregst oder das Thema auf dein „Feindbild“ fällt, denke an Liebe. Erinnere dich, dass du in dem Gefühl verharrst, nicht der anderen. Du schleppst es mit dir herum, nicht der anderen. Du versaust dir dein Leben, weil du unkonzentriert im Beruf wirst und deine Familie sich abwendet, nicht der anderen. Daher hat es keinen Sinn, weiterhin das „Schuldzuweisungspiel“ zu spielen, sondern dein Gedankenkonstrukt zu verlassen. Lerne, ihn oder sie zu lieben, weil du dadurch in das Gefühl der Liebe zurückkehrst und sich dein Leben. Wenn du das verstanden hast, dann erkennst du, dass niemand es wert ist, dass du im Gefühl des Hasses bleibst und dich schlecht fühlst.

Ich weiß, am Anfang klingt dieser Gedanke furchtbar. Besonders wenn Rache ins Spiel kommt und der Wunsch nach Vergeltung reift. Probiere es aus. Versuche, den anderen zu zwingen, sich schlecht zu fühlen. Du wirst ohne kriminelle Handlungen scheitern und am Ende dein Leben versauen, da der andere dadurch dich verklagen kann und das Recht auf seiner Seite ist. Das hat nichts mit einem Korrupten System zu tun oder Ungerechtigkeit, weil die falschen bestraft werden. Was du als Ungerecht empfindest, weil du dich schlecht fühlst, ist deine Entscheidung. Und deine Entscheidung, wie du ein Erlebnis betrachtest, kannst du jederzeit ändern und in das Gefühl der Selbstliebe zurückkehren.

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Wozu ist dein Hass gut?

Jedes negative Gefühl in uns hat einen positiven Zweck, den du erst erkennen kannst, wenn du bereit bist, das Gefühl zuzulassen. Hass zum Beispiel hat die Aufgabe, dich an deine Selbstliebe zu erinnern und deine Verantwortung, dich um dein Wohlbefinden zu kümmern. Durch den Hass erkennst du, dass du dich nicht im Gefühl der Liebe befindest und sie im Moment von einem anderen Menschen abhängig machst und damit die Macht über dich abgibst. Das alles kannst du im Gefühl des Hasses nicht erkennen, da er sich auf diese Person entlädt, weil du das Gefühl „weg haben“ willst, in dem Irrglauben, es zerstört dich.

Nimmst du deinen Hass dagegen an und sagt „Ah, danke dass du da bist. Ich bin gerade sowas von meinem Weg abgekommen und hab mich vollkommen in mein Gedankenkonstrukt verirrt. Jetzt weiß ich wieder, wo der Ausgang ist. Bei der Liebe.“ Und schon kannst du das Gefühl wechseln und dich auf deine Macht besinnen, die du in dir hast, um dein Leben aktiv zu gestalten, indem du entscheidest, wie du dich fühlen willst.

 

Ein paar abschließende Gedanken für dich:

  • Nimm ein Notizbuch und schreibe deine Gedanken aufEin Gedanke ändert dein Leben – wenn du ihn wiederholst. Es ist nicht notwendig alle Baustellen im Leben zeitgleich anzugehen. Es reicht, wenn du einen Gedanken, einen einzigen positiven Gedanken der Liebe und des Wohlwollens über dein Leben jeden Tag denkst. Beim Zähneputzen, Essen, Autofahren, Einkaufen, in Pausen, abends beim Zubettgehen, morgens beim Aufstehen. Ein Gedanke hat die Macht, von einem Trampelpfad zu einer zehnspurigen Autobahn in deinem Kopf zu wachsen und dein Leben zu erleichtern. 
  • Du kannst niemanden hassen, da du dein Gefühl nicht teilen kannst. Entweder hasst du dich (auch wenn du sagt, „Ich hasse dich“ steckst du in dem Gefühl fest und nicht der andere!) oder du liebst dich. Das ist deine Entscheidung.
  • Hass ist die emotionale Entladung von konsequent gelebter Enttäuschung. Achte daher immer darauf, warum du dich hast „täuschen“ lassen und was dich daran hindert, einsichtig und klar durch dein Leben zu gehen. Oft verschließen wir einfach die Augen vor der Wahrheit und bilden uns etwas ein, was nicht da ist, aus Angst vor Einsamkeit, Ablehnung, …. Platzt dann dieses Gedankenkonstrukt bleibt die Enttäuschung übrig. Hab Mut, die Wahrheit mag manchmal schmerzen, aber die Enttäuschung bringt deine Entwicklung zum Stillstand.
  • Niemand auf diesem Planeten verdient es, dass du dich in die Emotion Hass begibst – nicht einmal du selbst.
  • Jemanden zu hassen und gleichzeitig zu hoffen, dass dieser sich aus Solidarität ebenfalls schlecht fühlen wird, ist schlichtweg „Geisteskrank“.
  • Lerne den Hass kennen, dann kannst du besser mit ihm umgehen. Jedes negative Gefühl hat eine Botschaft für dich. Nimm es an, dann kannst du dich davon lösen.
  • Kein Problem wird auf der Ebene gelöst, auf der es entstanden ist. Wenn du glaubst, eine andere Person ist schuld, dass du sie hasst, verharrst du auf der Ebene, auf der das Problem entstanden ist. Du löst dich erst davon, wenn du verstehst, was das Gefühl Hass ist, was es in dir bewirkt und warum du dieses Gefühl dir gegenüber empfindest: Weil du dich von deiner Liebe abgetrennt hast. Dann kannst du dich vom Hass „er-lösen“ und in die Liebe zurückkehren.

 

Dankeschön

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Nur ein Gedanke ändert dein Leben: 

 

Druck das Bild aus und häng es dir deutlich sichtbar auf, dass du es jeden Tag siehst. Nächsten Sonntag kommt der nächste Gedanken.

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P.S.: Visualisieren braucht Mut – Mut an sich zu glauben 😉 

 

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