Die Legende vom 100sten Affen

Gestern ging es um morphische Felder und wie Du die Welt beeinflusst. Heute ist es ein mal wieder Zeit fuer eine von Ondits Geschichten aus der SpielWelt. Eine lehrreiche Geschichte, wie Du ein morphisches Feld selbst erschaffst. Du brauchst die kritische Masse, die Dein Feld wachsen laesst, damit alle anderen darauf zugreifen koennen.

Die Legende vom 100sten Affen

Ondit-neu

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In einer laengst vergangenen Zeit in der SpielWelt, einem Dheiwos des Lichts, lebte einst der Bergaffe Zhamir in der Region Jarezid am Fuße des Alasmassiv. Er war ein Affe, der in Gefangenschaft aufwuchs. Er kannte weder seine Mutter noch seinen Vater, da er Zeit seines Lebens bei den Tawos gelebt hat. Er verbrachte sein Leben mit drei anderen Affen in einem kleine Wald. Er konnte klettern, hatte einen Schlafplatz – doch die Baeume um ihn herum waren tot.

Er kannte keinen lebenden Baum, erinnerte sich nicht mehr. Er sah die kahlen, trockenen Aeste, an denen alle Blaetter laengst verschwunden waren, befuehlte den Stamm und spuerte kein Leben. Egal, was er beruehrte, den kalten Boden, die kalten Waende – alles war tot. Er lebte in einer toten kleinen Welt. Er schaffe es, sein Welt mit fuenf Spruengen zu umrunden, und stieß an allen Seiten an eine unsichtbare Grenze, durch er hinaus in einen viel groeßeren und strahlend gruenen Wald sehen konnte, aber so sehr er es versuchte, er stieß wieder und wieder an das unsichtbare Monster, dass ihn fest hielt.

Seine Mitgefangenen hatten es laengst aufgegeben, die Grenze zu ueberwinden, doch er – Zhamir – gab nicht auf. Wieder und wieder versuchte er es – ohne Erfolg. Sie redeten auf ihn ein, dass er es aufgeben soll, das alles gut ist, aber Zhamir gab nicht auf. Er wollte raus. Mehrmals am Tag kamen Zweifußlaeufer zu ihm – wie die Affen die Tawo`s nannten – und gaben ihnen zu Essen. Fuer ihn Dreck, dass ihn anwiderte, altes totes Gras, dass ihn nie satt machte gaben sie ihm. Alles, damit er hungrig blieb und ihr Spiel spielte. Jeden Tag, immer das selbe Spiel – bei dem er verlor.

Sie gaben ihm eine hohle Nussschale mit einer herrlichen Frucht darin. Er konnte sie durch die Oeffnung riechen, fast schon auf der Zunge schmecken. Er wollte diese Frucht unbedingt jedes Mal und so fasste er wieder und wieder in das Loch, das  gerade groß genug fuer seine Faust war war. Er konnte jedes Mal diese Nuß fuehlen, ihre saftige Weichheit – aber er bekam sie nicht heraus. Die Frucht war erstaunlich fest. Den anderen beiden fiel es leicht und sie aßen genueßlich, waehrend er keine Ahnung hatte, wie sie es machten und sie sagten es ihm auch nicht. Jedes Mal nahmen sie ihm die Nuß weg und fraßen das herrliche Fruchtfleisch vor seinen Augen. Sie waren viel aelter, wie er und kraeftiger. Und so blieb Zhamir mit seiner Wut zurueck und bruetete darueber, aus seinem Elend zu entkommen.

Eines Tages war es soweit, ein junger Zweibeinlaeufer hatte die Oeffnung zu seinem kleinen Wald nicht fest genug geschlossen und Zhamir nutzte die Gelegenheit und verschwand. Er rannte so schnell hinaus in den großen leuchtenden Wald in die Freiheit, wie er konnte. Er war fast wie betaeubt, als er das frische Gras unter seinen Pfoten spuerte, der Geruch nach Leben, doch er rannte weiter. Weg, weiter weg, damit ihn niemand mehr einholen konnte. Erst, als er den ganzen Tag gerannt war, gestattete er sich all die Wohlgerueche und kostete das herrlich frische Leben um ihn.

Zhamir lebte eine lange Zeit allein in seinem neuen Wald und machte einen großen Bogen um alle anderen Affen. Zu tief saß die Enttaeuschung ueber seine Erlebnisse. Er kostete viele Graeser und Aeste, die ihm zwar wohl schmeckten, doch er merkte mit jeden Tag mehr, dass ihm etwas fehlte. Er wußte lange Zeit nicht, was es war und dann roch er es eines Tages – die seltsame Frucht, die er nicht oeffnen konnte. Er konnte sie riechen, mit all seinen Sinnen, aber nicht sehen. Er suchte, folgte dem Duft und fand an einer Stelle leere Schalen, die nach dieser Frucht rochen. Doch alle waren leer und so schlug er voller Wut auf die leeren Schalen ein. Er konnte nicht vergessen, was in seinem klein Wald geschehen war und wie er es nicht schaffte, die Frucht zu erlangen, die er doch so sehr wollte.

Zhamir blickte in seinen Zorn nach oben und sah nebenbei diese seltsame Nuß dort oben haengen. Freudig, hungrig und gierig kletterte er hinauf und pflückte eine. Der Duft der frischen Frucht war noch intensiver als in dem Wald. Zhamir kletterte herab und verbarg sich in einem dichten Waeldchen in der Naehe. Er wollte nicht nochmal, dass ihm jemand seine Frucht fortnahm. Er sah sich verstohlen in alle Richtungen um, aber erst, als er glaubte, allein zu sein, beschnupperte er sie von allen Seiten.

Aber wie sollte er sie jetzt aufbekommen? Er wußte sich erst keinen Rat. Bei den Zweifußlaeufern hatte er die geoeffnete Frucht erhalten, hier war sie verschlossen. Er versuchte es mit klopfen – nichts geschah. Er biss hinein, doch sie war zu hart. Er befuehlte die ganze Nuß und war schon erneut auf den Weg in die Wut, als er an einer Seite eine weiche Stelle bemerkte. Dort war eine festere Membran, die er mit etwas Kraft aufkratzen konnte.

Als milchiges Wasser heraus lief war Zhamir so erstaunt, dass er nur noch die letzten Tropfen in seinen Mund retten konnte. Es war das wundervollste, was er jemals gekostet hat und er began schnell noch den Rest vom Boden aufzusaugen, bevor er versickerte. Dann breitete sich Furcht in Zhamir aus. Er hatte keine Ahnung, wie er die Frucht heraus bekam. Die anderen Affen hatten es ihm nie gezeigt, damit sie seine ergattern konnten. Nachdem er die Oeffnung bereits gefunden hatte, wagte er es und steckte seine Hand hinein – mit dem selben Ergebnis. Er bekam die Faust mit der Frucht darin nicht mehr heraus.

Er schaute sich um und entdeckte einen stabilen schlanken Baumstamm. Er versuchte die Nuß dagegen zu schlagen, aber die harte Schale gab nicht nach. Auch konnte er sich nicht daran erinnern, dass die anderen die Nuss zerstoert hatten. Es musste irgendwie anders gehen. Zhamir versuchte es lange, ehe ihn die Wut ueberwaeltigte und er die Nuß frustriert fort warf.

„Au!“

Erschrocken drehte er sich um, und glaubte seinen Augen nicht. Vor ihm stand das Wunderschoenste, was er jemals gesehen hatte. Ein samtweiches, schwarz schillerndes Fell und ein Gesicht, dass ihn sofort verzauberte.

„Paß doch auf, Du Trampel!“

Sie rieb sich veraergert den Kopf, doch Zhamir war vollkommen gebannt und konnte sie nur anstarren.

„Manieren hast Du wohl auch nicht, oder? Wie waere es mit einer Entschuldigung?“

Endlich kam  Zhamir zu sich und schuettelte den Zauber ab.

„D… doch … sicher… entschuldige. Das war keine Absicht!“

Sie legte den Kopf schief. „Keine Absicht, hm? Wie es mir scheint, war es sehr wohl Absicht, weil Du es nicht raus bekommst!“

Zhamir blickte vor Scham zu Boden. Ihm war nicht bewusst, dass er so laut geschimpft hatte. „Ich …. ich … ja, Du hast recht!“

Sie bueckte sich und hob die Nuß auf, dann sah sie ihn seltsam an. In den Augenblick zerbrach etwas in Zhamir und seine Enttaeuschung kam wieder hoch. Sie musste es ihm nicht mal wegnehmen, er hatte die Nuß wuetend selbst weggeworfen. Und sie konnte sie jetzt Essen. Er wandte sich schon um und wollte gehen, wollte es nicht noch mal erleben.

„Hey, wo willst Du hin?“ rief sie ihm nach.

„Gehen, damit Du in Ruhe essen kannst.“ nuschelte er enttaeuscht.

„Willst Du nicht wissen, wie es geht?“

Zhamir bleib stocksteif stehen. Das hatte noch niemand zu ihm gesagt. Langsam und lauernd drehte er sich um, schielte sie an.

„Meine Guete, was ist mir Dir blos passiert?“ Sie war erstaunt. „Willst Du nun, oder nicht?“

„J..ja.“ sagte Zhamir vorsichtig.

„Ok, paß gut auf. Du musst die Frucht ihnen drin genau in der Mitte mit viel Kraft zerdruecken, da ist sie am weichsten, dann bekommst Du die kleinen Stuecke leicht heraus. Siehst Du?“ Zhamir hoerte erst ein schmatzendes Geraeusch, dann kullerten zwei saftige Klumpen heraus.

„Du sabberst!“ stellte sich laechelnd fest. „Hier.“

Zhamir wischte sich den Mund ab und nahm mit zitternden Fingern das weißlich saftige Stueck in seine Hand. Er konnte es kaum glauben. Endlich, nach so langer Zeit. Er legte es sich in den Mund und lies es erst mal auf der Zunge liegen, dann begann er langsam zu kauen. Er wollte alles aufsaugen, was dieses Wunder an Herrlichkeit zu bieten hatte.

„Dein Name ist Zhamir, nicht war?“ Sie hatte ihn die ganze Zeit beim Essen beobachtet.

Zhamir verschluckte sich und hustete. Erschrocken schaute er sie an.

„Woher weißt Du das?“

„Weil Du der einzige Affe bist, der nicht weiß, wie das geht.“

Zhamir wurde immer mulmiger. Wer war sie?

„Woher weißt Du das alles?“

„Du kommst aus dem Lager in Jarezid, Du bist dort aufgewachsen und warst einer der Affen, die von den Zweifußlaeufern lernen durften, damit alle Affen ein besseres Leben fuehren koennen. Und dann bist Du weggelaufen.“

Zhamir bekam immer mehr Angst. „Nein, das stimmt nicht. Ich wurde dort festgehalten.“ beharrte er.

Sie blickte ihn sanft an. „Du irrst Dich Zhamir. Du warst der 100ste von uns, der von den Zweifußlaeufern lernen musste, damit alle anderen Affen das Wissen vom Großen Traeumer geschenkt bekommen. Doch Du hast Deine Aufgabe nicht angenommen und so wurde ein anderer der 100ste Affe.“

Zhamir konnte nicht anders, als zu Boden blicken. Jetzt, als sie es so klar und deutlich aussprach, erinnerte er sich an alles. Er erinnerte sich, dass er dort gut behandelt wurde, die Zweifußlaeufer ihn geehrt und geduldig gelehrt hatten. Er erinnerte sich auch, dass die anderen Affen ihm die Nuß nicht weggenommen hatten, sondern ihm nicht helfen durften, er mußte selbst lernen und er weigerte sich. Er wollte nur seinen Willen durchsetzen, anstatt an alle Affen zu denken, denen er die Gabe verweigerte. Er ging und alle Affen mussten auf den Naechsten warten. Er hatte sich alles in seiner Wut und seiner Enttaeuschung ganz anders erzaehlt und ausgemalt. Er hatte sich eine Entschuldigung zurecht gelegt, warum er nicht konnte, warum die anderen Schuld sind. Deswegen hatte er dieses Wissen auch nach dem 100sten Affen nicht vom Traeumer geschenkt bekommen, weil er aus Angst immer wieder davor weggelaufen war. Er konnte das Wissen nicht verstehen und hatte die Nuß erneut in seiner Wut fort geworfen, wie auch bei den Zweifußlaeufern.

Er spuerte, wie sie sanft seinen Kopf hob und ihn in die Augen blickte.

„Hey, das ist schon ok. Du musst nicht der 100ste sein, wenn Du es nicht willst. Es ist Dein Leben und Deine Entscheidung. Es ist besser zu gehen und Deine Aufgabe zu finden, als zu verharren und zu blockieren, denn nur dann kann jemand anderes Deinen Platz einnehmen und es vollenden.“

***

Bedenke: Egal, in welcher Situation Du Dich befindest, Du koenntest das 100ste Bewusstsein sein, das die Macht hat, alles zu aendern …

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SpielWeltv3-Zhamir-Post

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Wir sehen uns in der SpielWelt, denn das Spiel der Macht ueber Deine Innere Welt hat dort laengst begonnen … .

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Dieser Blog ist zusammen mit dem WebBook SpielWelt® ein neuartiges Konzept Dein Unterbewusstsein kennen zu lernen und Dein Leben zu bereichern. Mehr Informationen auf www.spielweltv3.com

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Vielen Dank fuer Deine Wertschaetzung


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4 Comments on “Die Legende vom 100sten Affen

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