Wie funktioniert wahres sehen?

Wir sehen die Welt durch unsere Augen, den Spiegeln unsere Seele. Und obwohl wir alle einen blauen Himmel ueber unseren Koepfen sehen, hat das „Sehen“ weniger mit den Augen, als vielmehr mit dem bewussten und unbewussten Verstand zu tun hat. Es geschieht in unserem Kopf, und wird uns auf dem intern eingebauten ueberdimensionalen Flatsrceen in unserem Gehirn praesentiert. Alles was wir tun koennen, ist das Popcorn bereit stellen und die Show genießen … oder doch nicht?

Wie funktioniert wahres sehen?

SpielWeltv3-Enttaeuschung

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Gemerkt, eine schoene Doppelbedeutung in dem heutigen Titel. Wahres sehen (bewusstes sehen) und wahres sehen (Wahrheit sehen) sind zwei unterschiedliche Dinge, bei denen

unsere Augen eine vollkommen neutrale Stellung beziehen. Sie beschoenigen weder unsere Wahrnehmung, noch halten sie uns irgend etwas vor. Sie liefen eine vollstaendig intakte Filmrolle der Außenwelt ab und legen sie dem schlimsten „Zensierer“ bunter, bewegter Bilder vor – dem Cutter.

Augen sind die Linse zur Außenwelt und zeigen ein detailgetreues Abbild dessen, was die Welt wirklich ist. Sie liefern sozusagen den Input an unser Gehirn, das das Bild der Welt in unseren Kopf projeziert. Dabei ist die Linse neutral und der beste Kopist der Welt. Sie zeigt alles, was die Realitaet zu bieten hat: jede Ebene, jede Facette, jede Farbe, jede Emotion, jede Moeglichkeit, jeden Schrecken und Manuel, also, nichts, als die reine, nackte Wahrheit.

Soweit, so gut. Jetzt sitzt aber in unserem Gehirn ein richtig penibler, knallharter kleiner Cutter, der die gelieferten Bilder der Linse erst mal beschneidet und zerstueckelt. In akribischer Kleinarbeit pfluegt er sie auseinander, zerlegt sie in ihre Einzelteile und ueberarbeitet alles, was notwendig ist, um uns das Bild der Wahrheit zu zeigen, das wir glauben wollen. Woher weiß der kleine Kerl das? Woher weiß er, was wir glauben wollen und was nicht?

Ihr erinnert Euch an das Gedankenkarussell? Das Teil tief in der Alten Welt auf dem ihr Eure runden dreht mit dem Lautsprecher, aus dem schraege Toene plaerren? Dort gibt es auch eine schoene Leinwandprojetion, die das Karusell umspannt. Du sitzt auf dem Teil und bekommst lauter vorgefertigte Bilder praesentiert – aus der Produktionsfirma „Manipulationsstudio Dunkles Reich“. Propagandafilme, die Dir eine Realitaet zeigen, die Du glauben sollst, Schnitt/Ton/Text und Gestaltung vom Cutter.

Der Cutter hat seinen Auftrag vom DUNKLEN REICH, der geheimen Macht in uns, die uns beherrschen will. Er ist beauftrag worden, alles zu entfernen, was nicht zu den Ueberzeugungen des Reiches passt und uns dagegen aufbringen koennte. Er entfernt somit alles, das uns

  • unsere innere Staerke zeigen koennte
  • unsere einzigartige Faehigkeit zeigen koennte
  • am Dunklen Reich zweifeln laesst
  • gegen das Reich aufbringen koennte
  • Veraenderungen bringen koennte
  • davon abhaelt, zu brauchen und zu muessen
  • zweifeln laesst, nicht zu koennen

Der Cutter schneidet immer wieder den selben Film der Realitaet neu zusammen mit dem selben Ergebnis, wir sehen alles, was wir vermeiden wollen, sollen, muessen und uns auf dem Gedankenkarusell sitzen laesst. Hat das Reich in uns entschieden, dass Blumen gut sind, duerfen wir sie sehen. Hat es aber entschieden, dass wir unsere Traeume nicht sehen duerfen, weil sie uns vom Reich entfremden (unsere Aufmerksamkeit entziehen), schneidet der Cutter sie raus oder schreibt angstmachende Texte ueber das Bild, die uns davon abhalten, es wenigstens zu versuchen. Bevorzugt „Das schaffst Du nicht, das kannst Du nicht, Du bist zu dumm …“ und schon ist der Werbefilm fuer das Dunkle Reich fertig und Du schaust Dir weiterhin die bunten Blumen auf der Wiese an.

Wenn das Reich entscheidet, dass Du wieder mal brauchen sollst und konsumieren, zeigt es Dir viele bunte und schillernde Bildchen aller Produkte, die Du auch haben sollst und willst. Ob Du sie wirklich brauchst und nutzen kannst, spielt keine Rolle. Hauptsache Du denkst nicht darueber nach, was Du wirklich willst und entwickelst den Mut und die Staerke, es auch zu tun und umzusetzen. Du sollst nicht nachdenken und schon gar nicht absteigen und hinter die Leinwand blicken.

Jetzt stellt sich die Frage, was tun und wie kannst Du wirklich sehen, was sich da draußen in der Welt abspielt, was Du nicht sehen sollst, darfst, kannst? Und nebenbei noch eines bemerkt, der Cutter und alle, die fuer das Reich arbeiten, tun es nicht, um Dir zu schaden. Sie tun es, weil das Reich ihnen gesagt hat, Du musst vor Dir selber beschuetzt werden. Sie glauben, dass sie Dir helfen, weil sie alles tun sollen, um Dich vor Schmerzen, und Enttaeuschungen zu bewahren. Wir werden im Laufe der Spielwelthandlung des Web-Books erfahren, was es mit dem Reich auf sich hat. Es genuegt heute zu wissen, dass der Cutter den Auftrag hat, Dich vor Dir selber zu beschuetzen und deswegen alles entfernt, wovon er glaubt, was Dir schaden koennte.

Dazu gehoert die Wahrheit da draußen sehen wollen und zu akzeptieren, dass sie schmerzhaft sein kann.

Wie oft ist Dir schon die Situation begegnet, in der Du manches ganz anders verstanden hast, als es gesagt wurde und dadurch hinterher zu Missverstaendnissen gefuehrt hat?

Wer die Wahrheit nicht wahr nehmen will, erlebt immer wieder Enttaeuschungen

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Du sitzt mit einem wundervollen Menschen am Tisch und ihr unterhaltet Euch gut. In Dir entsteht der Wunsch nach mehr und Du konzentrierst Dich vermehrt auf Anzeichen, die Dir diesen Wunsch bestaetigen. Es ist ein toller Abend, aber als Du Dich erneut mit dem Menschen treffen willst, bekommst Du eine Abfuhr und verstehst die Welt nicht mehr?

Die Wahrheit dieser Situation war die ganze Zeit ganz klar im Raum, nur hast Du es so gedeutet, wie Du es haben – oder es nicht hoeren wolltest. Glaubst Du nicht? Wie oft muss Dir jemand direkt „nein“ sagen, ehe Du akzeptierst, dass kein Interesse besteht? Wie oft hast Du Deine Mitmenschen schon fest in Deine Lebensgestaltung eingeplant, ohne sie vorher zu fragen, ob sie das ueberhaupt mitmachen wollen? Wie oft hast Du deswegen eine Absage erhalten? Wie oft erklaert Dir jemand seine Wuensche und Du missachtest sie dennoch? Wie oft verstehst Du das, was andere sagen, ganz anders? Hat sie es nicht gut genug erklaert, oder willst Du es einfach nicht wahr haben, was sie sagt?

Bist du bereit, die Welt so zu sehen, wie sie ist? Bist Du bereit auch Ablehnung sehen koennen? Schmerz sehen koennen? Trauer sehen koennen? Bist Du bereit, Deine Mitmenschen so anzunehmen, wie sie wirklich sind und nicht so, wie Du sie haben willst?

Ja, es tut weh, wenn die Schwingung nicht bei beiden gleich ist. Doch wenn Du gar nicht weißt, was Du willst und hoffst, dass der andere jetzt „endlich zu Dir und Deinen Vorstellungen passen muss“, anstatt ihn so zu sehen, wahr zu nehmen, wie er/sie wirklich ist, wuerde es Dir viel Enttaeuschung ersparen.

Ich bin manchmal erstaunt, was mir erzaehlt wird und was von dem gesagten (nicht) getan bzw. (nicht) eingehalten wird. Ein Beispiel, aus meinem Arbeitsalltag: „Ich rufe am Freitag an!“ (Montag mittag, ein fluechtiger Bekannter zu mir am Telefon auf meine Antwort, dass ich gerade zu tun habe). Bis zum Telefontermin am Freitag habe ich jeden Tag drei Anrufe mit drei verschiedenen Nummern von ihm auf meinem Handy (und den dezenten Hinweis auf AB, dass morgen der naechste Versuch gestartet wird). Der Hinweis meinerseits, dass ich zurueckrufe, wenn es besser geht, wird ebenfalls ueberhoert und munter weiter angerufen. Wer hoeren kann ist da klar im Vorteil und wartet einfach entspannt auf den gemeinsamen Zeitpunkt, statt seine kostbare Lebenszeit mit der Hoffnung zu verschwenden, irgendwann mal durch zu kommen (oder gleich aus dem Leben des anderen getilgt zu werden.)

Wahrheit sieht nur jemand, der die Wahrheit bewusst sehen will

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Der Cutter des Reiches ist auf Vermeidung von Schmerz und Enttaeuschung programmiert und hat die Realitaet so hingebastelt, wie er glaubt, dass es notwendig ist. Du siehst ein verzerrtes Bild der Realität, und durch dieses verzerrte Bild interpretierst Du die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie Du sie haben willst. Wenn die Realitaet dabei nicht mitspielt, entsteht der Schmerz der Enttauschung.

Wer sich selbst nicht zuhoert, ist nicht in der Lage anderen zuzuhoeren. Weder die eigene noch andere Wahrheiten koennen so ans Licht treten und auf Gemeinsamkeiten ueberprueft werden – auf gemeinsame Schwingung. Es ist dann nicht mehr notwendig, die eigene Wahrheit anderen aufzuzwingen, sondern dann beginnt die Suche nach Menschen, die mit der eigenen Wahrheit harmonieren. Und die anderen verschwinden nach und nach aus dem Leben. Ein paar Denkanregungen:

  • Was sagst Du den ganzen Tag und was davon nimmst Du auch bewusst wahr?
  • An wie viel kannst Du Dich erinnern, was andere gesprochen haben?
  • Hoerst Du die Wahrheit Deines Gegenuebers an und pruefst, ob sie mit Deiner zusammenpasst?
  • Fraegst Du nach, ob Du es richtig verstanden hast oder gehst Du einfach davon aus?
  • Erlaubst Du der Welt so zu sein, wie sie ist, oder willst Du sie so haben, wie es Dir passt?
  • Erlaubst Du Deinen Freunden ihre Wahrheit zu leben, auch, wenn Sie dann keine Zeit mehr fuer Dich haben?
  • Oder hoffst Du, dass der andere seine Wahrheit verleugnet und Dich wichtiger nimmt?
  • Sagst Du klar, was Du moechtest, oder hoffst Du, dass der andere es schon erkennen wird?
  • Stellst Du klar, was Du willst und geben kannst, oder richtest Du Dich nach den Wuenschen des anderen?
  • Nimmst Du auch Ablehnung in Kauf, weil Du weißt, das Ideale kommt, oder versuchst Du Enttaeuschung zu vermeiden?

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Achte auf Deine Gedanken, sie werden zu Worte. Achte auf Deine Worte, sie werden zu Taten und wenn Du nicht bewusst Deine Worte spricht, so wird sie Dir ein anderer in den Mund legen.

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Jetzt stellt sich noch die Frage:

Wie kann ich das Reich ueberlisten? Wie kann ich den Cutter bessere Vorgaben geben? Wie kann ich diesem Lump da in der Schaltzentrale bestechen, damit er mir bessere Bilder liefert? Die Antwort ist ganz einfach:

Werde Dir und Deinem Selbst bewusst.

Werde bewusst, was Du bist, was Du fuehlst, was Du denkst, was Du willst und spreche es klar und deutlich aus. Halte Dich an das, was Du sagst und tust und wenn Du einen Fehler machst, dann korrigier ihn. Lerne Dich kennen und Du wirst merken, wann das Dunkle Reich aus Dir spricht und Dich beherrscht und wann Du selbst sprichst und handelst. Werde zu Deinem eigenen „Stalker“ 😉 Beobachte, was Du fuer Dich tust und was Du tust, weil Du glaubst, es tun zu muessen oder erwartet wird? Nimm die Wahrheits-Lupe zur Hand und untersuch die Situationen genauer, dann erkennst Du, ob es passt, oder langfristig in einer Sackgasse enden wird.

Erinnere Dich. Du bist das Licht in Deinem Leben und genauso kannst Du durch den Projektor fließen und jedes Bild des Cutters in einem anderem Licht – Dein Licht erstrahlen lassen. 

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SpielWeltv3-Wahrnehmen1

 

Dieser Blog ist Teil eines neuartiges Konzeptes Dein Unterbewusstsein kennen zu lernen und zu veraendern. Mehr Informationen auf www.spielweltv3.com

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Danke, fuer Deine Wertschaetzung.

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