Realitaet und Wirklichkeit

Was ist Realitaet? Wie ist die Welt wirklich? Ich behaupte mal, dass niemand von uns in der Lage ist die Welt wahr zu nehmen, wie sie wirklich ist. Ich kann diese Behauptung nicht beweisen, aber lass mich Dir erklaeren, wie ich zu der Schlussfolgerung gekommen bin.

Realitaet und Wirklichkeit 

Stell Dir vor, Du lebst zu einer Zeit, in der Du weder schreiben noch lesen darfst.

Einer Zeit, in der es Arm und Reich gibt und der Tag aus harter Arbeit besteht. Die Erde ist flach, und fast alles, was das Leben Lebenswert macht, ist bei Tode verboten. Es gibt einen Lehnsherrn, der Dir sagt, was Du tun darfst und was Du haben darfst. Es gibt eine Kirche, die Dir sagt, was alles Suende ist, wann und wie oft Du Geschlechtsverkehr haben darfst und wie Du ein gottgefaelliges Leben lebst. Es gibt nur ein paar geistliche Heiler und Bader, die medizinische Kenntnisse haben. Menschen sterben einfach so aus heiterem Himmel und Du weißt nicht warum. Ungluecke geschehen und wenn Du auch nur niest und zufaellig neben Dir eine Achse bricht, wirst Du als Hexe verbrannt. Du hast keine Kenntnis von den Sternen am Himmel, Du weißt nichts von der Welt. Das Einzige, was Du weißt, ist das, was der Adel, die Kirche und Gott Dir sagen. Du kennst diese Zeit, die als Mittelalter bekannt ist.

SpielWelv3t-GluehlampeGehen wir ein paar Jahrhunderte weiter in die Renaissance. Adel und Volk trennt immer noch eine große Kluft. Es gibt Mediziner und Aerzte, die viele Krankheiten heilen koennen. Immer noch ist viel Wissen nicht vorhanden, aber lesen ist Dir im Volk auch erlaubt. Du weißt mehr ueber die Welt, vor allem, dass sie rund ist und dass es viele Laender gibt. Kolumbus entdeckte Amerika und Gott ist gar nicht so ein rachsuechtiger Gott. Viele Verbote aus dem Mittelalter werden nicht mehr mit Tod geahndet.

Gehen wir noch weiter in das heute. Krankenhaeuser, Aerzte und Medikamente ermoeglichen uns den Kampf gegen die meisten Krankheiten und schlimmsten Verletzungen. Warum jemand tot umfaellt kann medizinisch durch eine Autopsie heraus gefunden werden. Wissenschaft und Technik ermoeglichen es uns, nur ueber ein Handy oder Computer weltweit zu kommunizieren. In den meisten Laendern koennen und duerfen wir unsere Meinung sagen, ohne hingerichtet zu werden. Wir haben Sanitaere Anlagen und Hygiene, die die meisten Krankheiten verhindert. Wir wissen viel ueber das Universum, Planeten, unser Sonnensystem und Relativitaetstheorien. Wir wissen viel ueber Religionen, Glauben, Mentaltraining, Bewusstsein und die Macht der Gedanken. Wir erforschen die Quantenphysik und wissen heute, dass wir unsere Realitaet nur in unserem Kopf wahrnehmen und das da „draußen“ im Ganzen nicht ansatzweise begreifen koennen. Wir sind aufgeklaert ueber Ernaehrung, unseren Koerper und haben weit mehr Wissen, als noch vor 500 Jahren.

Was ist jetzt aber zwischen dem Mittelalter und heute geschehen? Hat sich wirklich unsere Welt veraendert, oder haben wir unsere Wahrnehmung ueber die Welt veraendert und sie zu einem besseren Ort gemacht?

Die Welt hat sich nicht veraendert. Es wachsen viele Baeume und Pflanzen von damals auch heute noch. Die Sterne sind die gleichen am Himmel und unsere Erde hat immer noch ihren Platz im Sonnensystem in der Milchstraße. Die Menschen haben Krankheiten genau, wie vor 500 Jahren, nur koennen wir heute die meisten benennen und heilen. Neue Krankheiten koennen wir erforschen oder ein Heilmittel finden. Und genauso wenig, wie Gott vor 500 Jahren die Menschen strafte, tut er es heute auch nicht. Die Welt ist, wie sie ist: Licht und Schatten oder  Tod und Leben.

Das, was sich geaendert hat, sind WIR! Genauer gesagt, wir haben unsere Wahrnehmung ueber die Jahrhunderte veraendert. Wir haben angefangen, die Welt zu erforschen und unser Bewusstsein in die Welt und ihre Moeglichkeiten hinein auszudehnen. Wir wissen heute mehr, doch bei weiten noch nicht alles. Dieses Wissen mussten viele Menschen mit Tod, Folter und Schlimmeres bezahlen und auch in Zukunft werden Menschen leiden, um Wissen in Bereichen zu erlangen, die heute noch Tabu sind. Sei es in Religion, Wissenschaft oder Weltanschauung.

Die Welt da draußen, die wir tagtaeglich sehen, koennen wir nicht vollstaendig fassen. Wir koennen nur das wahr nehmen, was wir glauben, erfahren haben und wissen. Und das ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Jeder von uns hat seine ganz persoenlichen Erfahrungen gemacht.

Ein aktuelles Beispiel:

Eine Gruppe von Maennern dunkler Hautfarbe steht beieinander. Vor Jahren machte sich kaum jemand Gedanken darueber. Durch die vielen Negativschlagzeilen bekommen viele bei dem Anblick Angst oder haben bedenken und wechseln die Straße. Andere bleiben ganz gelassen und ruhig, laecheln freundlich. Zwei Wahrnehmungen von ein und der selben Situation, die die Relitaet veraendert.

In einem sehr guten Seminar ueber Persoenlichkeitsentwickling stellte der Leiter eine einfache Frage: Wer von Euch weiß, wie viel Geld ich in meiner Hosentasche habe? Alle raetselten herum und nannten von „Nichts“ bis zu mehrere tausende Euro. Am Ende sagte der Leiter nur einen Satz: „Schoen, wie ihr alle ueber Utopien nachdenkt. Die Wahrheit ist, ihr koennt es nicht wissen! Keiner von Euch weiß, was da in meiner Hosentasche ist! Und keiner von Euch weiß, aus welchen Gruenden ein Mensch handelt. Also hoert auf, Euch eine feste Meinung zu bilden ueber Etwas, was ihr nicht sehen könnt oder wisst, auf Grund von eigenen Urteilen!

Jeder von uns betrachtet die Welt, betrachtet das, was er/sie sieht. Und jeder von uns beurteilt die Welt und das, was er/sie sieht. Der eine mag vielleicht nur das sehen, was andere nicht tun. Ein Anderer sieht das viele, was ein einzelner tut. Ich sehe da Katzen, wo andere Hunde oder gar nichts sehen. Mancher sieht nur rote Zahlen auf seinem Konto, wo ein anderer Chancen sieht, sich weiter zu entwickeln. Andere sehen eine schreckliche und anstrengende Welt, wo andere nur Spaß und Lebensfreude sehen. Ich kann die einzige Blume wahr nehmen, die sich hervor gekaempft hat, wo andere nur graue Teerstraßen in Huelle und Fuelle sehen. Einer sieht einen dunkelhaeutigen Menschen stehen und hat Angst, andere sehen nur ein wundervolles Laecheln.

Und was tun wir bzw. die Meisten von uns? Nicht erlauben, dass jeder die Welt anders wahr nehmen kann, sondern von sich auf andere schließen und Felsenfest die eigene Wahrheit nicht nur verbreiten, sondern darauf beharren, dass sie allgemeingueltig fuer jeden ist. Wir wollen, dass jeder die Welt durch unsere Augen und genauso schwarz oder weiß sieht, wie wir. Die gleichen Werte lebt, die wir haben und die selben Meinungen und Ueberzeugungen vertritt, die wir haben. Dabei vergessen wir oft, dass eine andere Meinung oder Werte keine Bedrohung fuer uns darstellen. Sie nehmen uns auch nichts weg und schreiben uns etwas vor. Es ist nur eine Meinung von vielen, die mir vielleicht helfen kann, das Leben leichter zu leben. Die Welt ein klein wenig anders oder freundlicher zu betrachten.

Das Problem ist, wenn die Angst ins Spiel kommt. Dann glauben wir, die Meinung anderer ist etwas schlechtes und wir sind anders. Wir glauben, dass andere mit ihrer Meinung uns etwas wegnehmen oder unser Leben gar bedrohen. Nicht, weil wir boese sind, sondern weil wir im Grunde Verbundenheit suchen. Haeufig haben wir gelernt, uns anzupassen, die Meinung der Masse zu vertreten. Vielleicht haben wir die Erfahrung gemacht, dass wir als Kind fuer unsere Meinung ausgelacht wurden und „anders“ waren – eine Randgruppe auf die mit dem Finger gezeigt wurde. Die Looser oder Sonderlinge. Was wir dabei vergessen, niemand, der eine andere Meinung hat, ist mein Feind. Wir sind bereits alle Verbunden auf einer tiefen Ebene. Und wir haben die Wahl, die Welt so wahr zu nehmen, wie wir es fuer richtig halten. Wir koennen an unsere Aengsten und unseren Blockaden arbeiten und die Welt anders wahr nehmen, besser, freundlicher. Aber wir brauchen vor der Meinung anderer keine Angst haben – da ist ihre Realitaet von einer vielfaeltigen Welt.

Denke ich negativ von unserer Welt, nehme ich auch nur Dinge, Menschen oder Situationen wahr, die Negativ sind. Laechle ich in die Welt hinein, laechelt die Welt zu mir zurueck. Bin ich nur am Jammern, kann ich selbst bei Sonnenschein noch ueber das Wetter jammern, weil es ja auch viel zu heiß und grell ist.

Die Welt ist weder gut noch schlecht, sondern so, wie sie ist. Ich mache sie mit meinen Denken ueber die Welt entweder zu einem schrecklichen oder einen guten Ort. Ich mache sie zu dem, was ich bin und was ich fuer Werte in die Welt hinaus trage. Erst, wenn ich besser von der Welt (oder mir) denke, kann ich das Schoene und bessere erleben, dass auf mich wartet. Ghandi sagt es so wundervoll: Sei Du selbst die Veraenderung, die Du in der Welt sehen willst. Ich wurde sagen: Stell Deine besten Paramater, Meinungen und Werte ueber Dich ein und lass zu, dass Deine Welt Dir Deine Großartigkeit zeigt, wie wundervoll Du bist.

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Dieser Blog ist Teil eines neuartiges Konzeptes Dein Unterbewusstsein kennen zu lernen und zu veraendern. Mehr Informationen auf www.spielweltv3.com
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