Glauben wir den ganzen Sprueche-Mist eigentlich wirklich?

Sei dankbar für das, was Du hast – haben meine Eltern mir von klein auf gesagt.

Immer schoen brav und artig sein, genauso. Das tut man nicht! Ja, diese Saetze fand ich als kleines Kind schon ganz, ganz … bescheiden und heute unertraeglich. Gut, als kleiner Mensch, so frisch geschluepft mangelt es auch heute noch eindeutig an der Orientierung und so bald die Macht der Sprache erobert ist, wird gefragt, was das Zeug haelt. Fuer andere (einschließlich der Eltern) nervig. Dabei hat das Kind ja noch keine Ahnung, versteht Zusammenhaenge nicht und muss lernen.

Also erklaere ich auch ganz brav dem kleinen Racker beim Kunden, warum ich den Bilderrahmen jetzt doch in Weinrot nachstreiche (und mir warum das Klebeband nicht dazu da ist, den Mund des Kleinen zuzukleben), waehrend die Mutter froh ist, dass „es“ mal ein anderes Opfer gefunden hat.

Ich hab als Kind oft die tollen Klassiker zu hoeren bekommen: „Das ist halt so, basta“, „Wenn DU erst groß bist, dann…“ und „Das verstehst Du noch nicht!“. Hat mich vom Fragen stellen dennoch nicht abgehalten (irgendeiner wird es mir schon erklaeren). Fuer andere hoert vielleicht irgendwann die Fragerei auf, wenn keine Antworten von den Großen kommen und es schleichen sich die Waffen des Dunklen Reiches ein: „Ach, das kann der, aber ich nicht.“, „Ich weiß das nicht.“ und „Das kann mir niemand beantworten.“. Und dennoch kleben wir als Erwachsene an Zitaten und schlauen Spruechen, als ob sie der heilige Gral der Erloesung persoenlich sind und hoffen immer noch auf die Wunderpille.

Glauben wir den ganzen Mist eigentlich wirklich?

Spielwelt-Ursidae-Gesicht-Verwandlung

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Warum glauben wir solche Ueberschriften?

  • Aendere Deine Einstellung und Du aenderst Dein Leben
  • Du bist fuer Dein Glueck selber verantwortlich
  • Liebe Dich selbst und die Welt liebt Dich
  • Werde reich und beruehmt in 10 Wochen
  • Fit und Schlank in 8 Tagen

Warum sind wir so fanatisch angezogen davon, dass wir brennend wissen wollen, was darin steht? Wir wissen doch eh, dass wir 20 Kilo Uebergewicht nicht in 8 Tagen wegzaubern koennen (ohne OP). Wir wissen, dass Erfolg auf der Buehne mit einem Millionenpublikum harte Arbeit ist, die mehr als 10 Wochen braucht (ein halbes Leben, um genau zu sein). Wir wissen, dass wir unsere Einstellung zum Leben aendern muessen, wenn wir unser Leben veraendern wollen. Die Frage ist aber dabei  immer, will ich mein Leben ueberhaut so leben, oder bin ich zufrieden damit?

Das Geschaeft mit schlauen Ratgebern und Spruechen in allen Lebenslagen boomt. Es gibt zu fast jedem Thema in den Buchhandlungen eine Regalwand, mit der ich mich erschlagen koennte. Und alle Ratgeber wollen sich verkaufen und damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Das ist im Grunde genommen kein Verbrechen, nur der falsche Denkansatz. Denn all diese Ratgeber wollen einen Mehrwert bieten und einen Ausgleich in Form von Euronen dafuer haben. Und wenn mir der Ratgeber hilft, dann umso besser.

Problematisch ist es, wenn ich erst durch den Ratgeber oder Personen auf ein Problem aufmerksam gemacht werde, dass ich vorher nicht hatte. Kennt ihr diese Menschen, die so eine schlechte und krankmachende Aura verbreiten, dass hinterher alle gleich Tickets fuer den Sprung der Bruecke buchen? Diese Menschen, die alles und jedem einreden, nicht nur krank, sondern fast schon todkrank zu sein, etwas zu brauchen und jede Menge ideale Hilfsmittel so ganz rein zufaellig auch noch dabei haben? Hilfsmittel, die so super sind, dass sie alle Krankheiten heilen koennen (und wenn sie nicht heilen, dann hast DU es nicht richtig angewendet!). Ratgeber, die garantiert alle Deine Probleme loesen, weil sie das einzige Buch sind, dass Du noch lesen musst um todsicher Deine Probleme loszuwerden. Ich mache um solche Versprechungen einen bevorzugten Bogen, denn die Wunderpille gibt es nicht (bin aber jederzeit offen, mir das Gegenteil zeigen zu lassen 😉 ) Noch besser ist es, wenn wie in den 90er Jahren der BMI (Bodymaßindex) verkleinert wurde, oder medizinische Grenzwerte, wie Cholesterin, Knochendichte oder Fettwerte nach unten angepasst werden. Menschen die gestern schlank und gesund waren, gelten dann morgen als krank und uebergwichtig. Wegen einer Zahl, nicht weil sie es sind.

Wir lesen diese Schlagzeilen, wie „Schlank im schlaf“, weil wir hoffen. Wir hoffen auf die fehlenden Antworten aus Kindertagen. Wir hoffen, dass es doch diese eine Wunderpille gibt, die uns alles abnimmt und alle unsere Probleme heilt. Wir hoffen einfach, dass es so einfach ist. Und wir lesen sie, weil wir dazugehoeren wollen. Wir wollen zu einer Gemeinschaft gehoeren, auch, wenn wir uns dafuer verbiegen muessen, oder abnehmen oder schlauer werden muessen. Wenn etwas Trend ist, wollen wir dazu gehoeren.

Seltsam. „Dumm in 10 Sekunden“ wird genausowenig gelesen, wie „Richtig fett werden in 10 Monaten“. Der Trend ist mager und hunger und faengt bei den Kindern bereits an. Derweil weis kein Erwachsener, was es fuer ein uebergewichtiges Kind fuer eine emotionale Belastung ist, geschweige denn vom Gewicht. Und bevor ihr die Augen rollt, ich kenne es, 90 Kilo Schutzpanzer mit 13 Jahren und hierfuer bin ich meinen Eltern dankbar. Sie haben mich nicht unter Druck gesetzt, sondern meiner Pupertaet ihren Lauf gelassen. Als ich in das Alter kam, als Jungs sich fuer Maedels interessierten, war das Anreiz genug, einen Sommer lang laufen zu gehen und gesund zu Essen, bis alles runter war. (was als Kind ja ratzfatz geht, im Wachstum.)

„Werd Du erst mal Erwachsen“

Mein Lieblingssatz aus Kindertagen ist wirklich der Klassiker. „Werd Du erst mal Erwachsen.“ (neben der Ausrede „Wir haben kein Geld“ (und Angst vor der Verantwortung) fuer Deine Wunsche unser Einkommen zu erhoehen.) Ja, die Erwachsenen haben alle große Probleme. So groß, dass sie Kindern ihre Fragen ueber das Leben nicht beantworten koennen. Ein Kind weiß nichts von den Schwierigkeiten der Arbeitswelt. Es ist auch nicht frech oder unhoeflich, wenn es auf Grund dieses fehlenden Wissens die Dinge einfacher betrachtet. Dieses „Werd Du erst mal Erwachsen“ bekam ich immer zu hoeren, wenn ich meine Eltern fragte, warum sie sich so seltsam verhalten, oder so dumme Dinge tun. Wie den Nachbarn hinterher spionieren, oder Angst vor dem Chef haben. Dann packten sie ihre Moralkeule aus und den magischen Satz. „Werd Du erst mal Erwachsen.“ Oder auf Deutsch, „Dir wird es spaeter ganz genauso gehen, wirst schon erleben“. Nein, werde ich eben nicht erleben. Weil ich ein anders Leben lebe, zu einer anderen Zeit, in anderen Umstaenden, mit anderen Moeglichkeiten und mehr Fachwissen. Das bedeutete fuer mich sehr frueh, ich musste meine Antworten außerhalb meiner Eltern finden. Also suchte ich in Buechern, bei Nachbarn und Menschen, die mir begegneten. Auch heute noch suche ich meine Antworten auf diese Weise. Dabei habe ich eines gelernt.

Frag immer nur Denjenigen, der das auch hat oder kann, was Du willst. (Alle anderen schwatzen Dir vielleicht nur ihre Aengste auf.)

Ein paar Beispiele.

  • Beziehung: Wer wirklich eine glueckliche Beziehung haben will, der kann all die Ratgeber lesen und Freunde fragen. (Ich kann nur Antworten fuer eine glueckliche Beziehung mit sich selbst geben 😉 ) Antworten wird er aber nur bei dem Paerchen erhalten, dass es auch lebt und umsetzt. Es weiß, wie es sich anfuehlt. Bei einem Freund, der trinkt waehrend die Freundin kokst bezweifle ich einfach die Fachkompetenz (was glaubst Du wohl?). Genauso bei dem Ehepaar, dass sich jeden Abend streitet und wiederholt ueber Scheidung nach denkt. Beziehungstipps koennten hierbei einfach ebenfalls zu Koks oder in die Scheidung fuehren.
  • Geld: Den Umgang mit Geld kann ich nur von jemanden lernen, der damit umgehen kann. Aus eigener Erfahrung gehoert die Gattung Bankkaufmann/-Frau nicht allgemein dazu, es gibt dort auch die chronischen Pleitegeier. Und nur, weil ich den Beruf des Geldverwalters gelernt habe, muss ich nicht automatisch ueber Geld bescheid wissen. Das meiste habe ich außerhalb der Bank in der freien Wirtschaft gelernt.
  • Existenzgruendung: Will ich eine Firma aufbauen, ist die eigene Familie der Angestellten nicht wirklich ein Ratgeber, sondern die erfolgreichen Firmen in der Region. Firmenchefs nehmen sich fuer Jungunternehmer oft mit einem offenen Gespraech Zeit fuer Tipps.

Dieser Satz in Kindertagen zu oft gehoert, kann dazu fuehren, das Kinder sich nichts trauen. Werd erst mal Erwachsen, dann darfst Du. Manipulierendes klein halten (fuer das Dunkle Reich in uns), unter der Fuchtel der Eltern stehen. Daraus kann sich eine Gewohnheit entwickeln, die einen unfaehigen Erwachsenen hervor bringt, der niemals die Erlaubnis der Eltern bekam und sich diese Erlaubnis spaeter auch nicht gibt. „Ich kann das nicht“, (weil ich erst erwachsen werden muss).

„Das kann mir niemand beantworten.“

Ein Gefaehrlicher Satz aus dem Dunklen Reich. Dieser Satz ist fast schon ein Todesurteil fuer Entwicklung. Weil es niemanden gibt, der mir meine Frage beantworten kann, mache ich mich nicht nur Abhaengig von einer unsichtbaren Macht, ich verweigere mir auch Entwicklung. Von meinen Eltern habe ich oft gehoert, „Gibts da niemanden, der mir das beantworten kann?“ Ja, und dann haben sie gewartet, bis der heilige Geist mit der Antwort vorbeigeflattert kam. Diese Ueberzeugungen halten klein. Die Ver-Antwortung, Antworten zu suchen wird anderen uebertragen, in meinem Fall dem Kind. Eine bequeme Sache die manche betreiben und immer jemanden brauchen, der fuer sie zu suchen beginnt. Kommt keine Antwort entsteht daraus die Ueberzeugung, dass es niemand beantworten kann.

Es gibt noch so ein paar Lieblingssaetze aus meiner Kindheit.

„Sei dankbar fuer das, was Du hast.“

Das ist fuer mich im Grunde eine Grundsatzhaltung. Mein Leben ist nicht selbstverstaendlich und alles, was ich habe, verdient meine Dankbarkeit und Wertschaetzung aus einem guten Gefuehl heraus. Wenn ich mir jedoch selber sagen muss, eigentlich muesste ich schon dankbar sein, denn es gibt Viele, die haben es noch schlechter. Dann hat das nichts mit tiefer und ehrlicher Dankbarkeit zu tun, sondern mehr Unzufriedenheit. Ich brauche eine Gruppe, der es schlechter geht, um mir zu erklaeren und glauben zu machen, dass ich es doch eigentlich gut habe. (Aber eigentlich will ich so ganz anders Leben, weiß nur noch nicht wie.)

Wenn ich mit 40 Jahren einen Job habe, zu Hause wohne und meinen Tag so vor mich hinlebe, dann kann sich Unzufriedenheit einschleichen (keine eigene Familie, oder nicht gelebte Traeume). Jeder Mensch aus den Entwicklungslaendern wuerde sofort mit der Situation tauschen (und vielleicht auch etwas daraus machen und die Chance nutzen.) Wer selbst in der Situation steckt, erkennt seine Chance vielleicht nicht und verharrt. Dann taucht dieses Gefuehl auf von, ja eigentlich geht es mir doch gut. Und dennoch zwickt es, denn die Traeume nach Heim und Familie bleiben weiterhin im Unsichtbaren. Wenn ich eigentlich gluecklich bin, steht meinem Glueck noch das, was im eigentlich liegt, im Weg.

„Das tut man nicht.“

Ich habe mich immer gefragt, wer dieser man ist, aber noch nie eine Antwort gefunden? (Die Suche dauert an.) Ich koennte den Satz auch uebersetzen mit „So, wie Du bist, passt Du mir nicht. Du musst so sein, wie ich Dich haben will!“ Anpassen muss sich grundsaetzlich niemand. Erst, wer etwas erreichen will. Und dann erfolgt die Anpassung freiwillig und mit Begeisterung. Ich habe meine Mutter lange Zeit versucht zum Abnehmen zu „Ueberreden“, ihrer Gelenke,  Plattfuße und vor allem Gesundheit wegen. Da ist eine Betonwand ein Witz dagegen. Aber als ich gesagt habe, ich esse nur noch Vollkornnudeln und viel Gemuese bei ihr, alles andere lasse ich stehen, hat es seltsamerweise ganz einfach funktioniert. Warum? Weil sie mich gluecklich machen und fuer ihr Kind kochen will. Ob das jetzt Gemuese ist, oder Pizza ist dabei egal. Also hab ich mit ihr angefangen, gesund zu essen und gemeinsam ging es leichter. Die Anpassung erfolgte freiwillig. (Als ich mich selbstaendig gemacht habe war dann ihre groeßte Sorge, ich komm nicht mehr zum Essen 😉 ). Wenn ich gewaltsam will, dass sich ein Mensch aendert, um in mein Muster zu passen, wird der Mensch an meiner erzwungenen Aenderung zu Grunde gehen oder mich aus seinem leben tilgen. Ich bin fuer letzteres. Denn wenn ich will, dass andere sich aendern muessen, damit ich mich wohl fuehle, gehoere ich im Grunde als Vorsichtsmaßnahme fuer die Allgemeinheit weggesperrt.

Darf ich denn keine Grenze mehr setzten? Doch, logo. Jeder Mensch bestimmt, was ihm wichtig ist selber. Es geht darum, anderen nicht zu sagen, was sie tun sollen und was nicht. Wenn ich keine Zeit fuer Tratsch und Ratsch habe, meine Freunde aber schon, dann muss ich entweder Zeit finden, wenn es mir wichtig ist, oder die Freunde eine andere Ratschperson, wenn es ihnen wichtig ist. Spannungen ergeben sich erst, wenn andere darauf beharren, ich muss fuer sie das tun. Die Antwort ist Nein.

Ich kann den Satz, „Das tut man nicht!“ auch anders uebersetzen: Du boeser, boeser Mensch Du! Wie kannst Du es wagen, etwas zu tun, wovor ich Angst habe und mir regelrecht in die Hose Scheiße! Sag mal, gehts noch! Du bist so gemein, mich an meinen Angst und Grenze zu erinnern. Also lass das gefaelligst bleiben und bleib mit mir klein. (Alles klar, oder!)

„Aendere Dein Denken und veraendere Dein Leben.“

SpielWelv3t-GluehlampeJa, ich glaube daran. Ich gehe nicht durch die Welt mit der Einstellung, dass jeder ungluecklich ist. (Oh Gott. Allein der Verwaltungsaufwand wenn alle ploetzlich bei mir im Shop bestellen wuerden…!). Ich gehe davon aus, dass grundsaetzlich jeder gluecklich und zufrieden ist. Denn das ist das Weltbild, dass ich fuer uns alle verwirklicht sehen will. Die, die etwas veraendern wollen, meine Zielgruppe, die findet schon zu mir. Die Frage ist, warum ich davon ausgehe, dass ich Wissen habe, dass hilft? Eine berechtigte Frage.

In meiner Herkunftsfamilie war Alkohol ein Problem, willkuerliche Gewalt gegen uns Kinder, Egospielchen, Machtmissbrauch und Manipulieren an der Tagesordnung. Kurz gesagt ein toedliches Umfeld fuer ein Kind, dass immer wieder willkuerlich nach Laune der Erwachsenen geschlagen wurde. Es gab da einen Schluesselmoment in meinem Leben als ich 14 Jahre alt war und es nicht mehr aushielt. Meine Mutter war zu schwach, sich scheiden zu lassen, die Geschwister haben sich nicht gekuemmert und ich war allein mit ihr und dem Problem. Ich schlief schon lange Nachts selbst eingeschlossen, damit mir nichts geschieht. Aber irgendwann ist die Belastungsgrenze eines Kindes erreicht. Al-Anon oder irgendwelche Stellen waren damals in den 80er Jahren kein Thema in einem kleinen Wohnort. Die Polizei rueckte woechentlich bei uns an, aber sie konnte nichts tun, so lange es keine Verletzten oder Tote gab. Wie also dieses Chaos beenden? Tagsueber war ich regelmaeßig bei Freunden, das Problem war abends und Nachts. (Das Kapitel Aszijo aus dem Web-Book SpielWelt beschreibt gut, wie es in einem Kind aussieht, dass so leben muss.) Meine Mutter war arbeiten, mein Vater schlief seinen Rausch aus. Ich haette in dieser Nacht alles beenden koennen als verzweifeltes Kind, das keine Hilfe von den Erwachsenen bekam. Der Weg waere Jugendknast gewesen und eine Karriere als Verbrecher. (aber wenn, dann nur als Dealerin von Gefealligkeiten ;-))

Meine Entscheidung war anders. Ich zwang meine Mutter am naechsten Tag zur Scheidung (oder ich gehe zum Jugendamt und bitte um eine bessere Familie) und das Leben aenderte sich. Der naechste Schluesselmoment war, als ich 19 Jahre alt war. Meine Bankausbildung war vorbei, ich hatte meine eigene Wohnung, Freunde und mein Berufsleben. Und dennoch war es, mein Leben fuer mich vorbei, ehe es begonnen hatte. Die Vorstellung, die naechsten 45 Jahre so zu leben, war fuer mich so schlimm, dass ich mich am liebsten auf meiner Couch erschossen haette (es war nicht nur ein Witz, Leute). Statt dessen fing ich an, an meinem Kunsttalent, dass in der Ausbildung vollkommen brach lag und mir fehlte, weiter zu arbeiten, es zu entfalten und meine inneren Bilder zu malen. Hinzu kam dann die Neugierde zu verstehen, was da in meiner Familie geschehen war. Erneut veraenderte mein Handeln mein Leben. Egal, wo ich meine Bilder aus dem Unterbewusstsein seither ausgestellt habe, sie veraendern Menschen. Sie haben mich dazu gebracht ein vollkommen anderer Mensch zu werden. Und dieses Wissen an Erfahrungen ist das, was ich geben kann, mittlerweile auch in einer Geschichte.

SpielWelttuer

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„Mutig ist, wer sich selbst lebt und wahr nimmt.“

In der heutigen Zeit erfordert es mut. Mut, ein paar Kilo`s mehr auf den Rippen zu haben und dazu zu stehen. Mut, nicht jeden Trend hinterher zu springen. Mut, nicht alles zu kaufen und zu tun, was irgendjemand sagt. Mut, einfach mal nicht mit der Masse zu schwimmen, sondern sein Original leben.

Mein Fazit:

Ich selber lese sehr gerne all die Zitate und Sprueche mit positiven Aspekt. Sie durchbrechen meine 60.000 gewohnten Gedankengaenge am Tag und erinnern mich daran, gute Gedanken zu haben. Aber ich betrachte sie auch kritisch und glaube nicht alle Sprueche und Wahrheiten, die mir serviert werden.

Ein paar abschließende Sprueche, die ich glaube.

  • Du bist das Original Deines Lebens.
  • Lass Dir von niemanden, auch nicht von mir, auch nicht von einem Stueck Papier sagen, was Du tun oder glauben sollst.
  • Tu das, was Dir gut tut und Freude macht.
  • Du bist, wie Du bist, wundervoll und Du kannst alles schaffen, was Du willst.
  • Du bist nicht dick, nur weil irgendjemand einen Hungerhaken haben will. Ob Du Dich wohl fuehlst oder nicht, entscheidest Du allein.
  • Du bist nicht dumm, weil Du die Fußballbundesligaergebnisse vom letzten Jahr nicht weißt. (die jucken mich gar nicht) Du weißt andere Dinge, die Dich interessieren und das ist wichtiger.
  • Du kannst alle Antworten finden, die Du suchst und ein besseres Leben haben, als Deine Eltern.
  • Und wenn Du es wirklich willst, dann findest Du Wege und Hilfe.

Es gibt eine schoene Aussage ueber Leonardo DaVinci. Er hatte eine große Gabe, die seinem Wissensdrang entsprang. Er behandelte alle Menschen gleich, egal ob Koenig, oder Bettler. Denn er wußte, jeder Mensch hat Wissen und Faehigkeiten, die nur er hat. Und Leonardo wollte alles verstehen … .

Wir sehen uns in der der SpielWelt, wach auf und veraender Dein Leben.

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4 Comments on “Glauben wir den ganzen Sprueche-Mist eigentlich wirklich?

  1. Pingback: Sei Du selbst – der Steuermann Deines Lebens | Spielwelt® blog

  2. Hallo Yannick, vielen Dank für Deine Meinung.
    Ich finde Deine Einstellung zu dem Thema super und mach genau so weiter. „Das macht man nicht“ oder „Das hat man immer schon so gemacht“ ist für die Entwicklung eines Menschen nicht hilfreich. Und nur, weil Papa, Mama oder ich etwas nicht weiß, heißt es nicht, dass es keine Antwort gibt. du hast recht, leider haben viele Angst davor, als unwissend zu gelten. Derweil finde ich es viel cooler und beeindruckender, sich auf die Suche nach der Lösung zu begeben und die Antwort dann dem Kind zu präsentieren. Vor allem für die Kleinen bist Du dann ein cooler Superheld, der alles weiß 😉

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  3. Ups. Da bin ich auf den falschen Knopf gekommen 😀

    Also: das macht man nicht ist der Satz, den ich selber am meisten hasse, denn es gibt keinen „man“, sondern nur denjenigen, der das nicht will, dass ich das so mache.

    So. Damit wäre die Antwort komplett. 😉

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  4. Beeindruckend und interessant zu gleich. Ein wirklich schöner Beitrag. Den muss man erst einmal verdauen.
    Du hast auf jeden Fall mit den ganzen Aussagen recht. Die Menschen sind zu ängstlich und werden schon von den eigenen Eltern klein gehalten. Zum Glück waren meine Eltern anders und ich versuche meinen Kindern auch immer alles so gut es geht zu erklären und wenn ich es nicht weiß, dann sage ich es ihnen genau so. Papa weiß das selber nicht genau. Wenn sie es wirklich wissen wollen, können wir dann aber gemeinsam recherchieren und es zusammen herausfinden.
    Das ist meine persönliche Art, mit meinen Kindern umzugehen.

    Und trotzdem werde ich noch viele Fehler machen… 😉

    Auf jeden Fall kann ich dir einem zu hundert Prozent zustimmen: „Das macht man nicht“ ist der Satz, den ich

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