Origin: Wenn eine Lebensbruecke entsteht, dann …

Heute gehen wir ein wenig in einem Bild spazieren. Wer kommt mit? 🙂

Wir verlassen unsere vier Waende und wagen uns hinaus vor die Haustuere. Frische Luft schnappen, einfach so, ohne Ziel. Ich hol Dich ab und wir gehen zunaechst an den Nachbarhaeusern vorbei die Straße entlang, bis sie sich gabelt. Jetzt haben wir die Wahl in die Stadt hinein zu laufen oder hinaus in die Natur. Der Schotterweg vor uns ist nicht besonders verlockend, aber da gibt es eine ganz tolle Stelle im Wald an einer Lichtung. Wir muessen nur die Bruecke ueberqueren … Ok, ich gebe zu, sie ist morsch, alt und verwittert und eigentlich gesperrt, aber vielleicht wurde sie nach den Jahren endlich renoviert …

Wenn eine Lebensbruecke entsteht, dann … 

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… haben wir Macht, unseren Weg zu waehlen.

Jeden Tag haben wir die Wahl, zu entscheiden gehen wir nach links oder nach rechts. Links koennte ein lukrative Kunde unseren Weg kreuzen, waehrend rechts eine wunderbare Freundschaft auf uns wartet. Der kleine Umweg zur Arbeit kann uns Zeit kosten, aber er kann uns an ein wundervolles neues Restaurant vorbeifuehren, dass sich zum echten Geheimtipp entwickelt hat. Wir koennen im Restaurant 10 Minuten laenger sitzen bleiben, und dadurch einen Autounfall verpassen. Oder wir gehen durch den Wald und stellen fest, das die alte unsichere morsche Bruecke endlich zu unserem damaligen geheimen Lieblingsplatz einer sicheren Bruecke gewichen und heute von Badegaeste nur so ueberfuellt ist.

Das Leben ist eine einzige Verzweigung von Wegen und Pfaden, die sich kreuzen und begegnen einem Pilzgeflecht gleich, auf dem wir uns frei bewegen koennen. Manche Pfade verlaufen querfeldein ueber Stock und Stein, andere auf gepflasterten und geteerten Wegen. Durch Hinterhofbaracken und Elend hindurch an Luxuspalaeste vorbei zu wundervollen ruhigen Waldblockhaeusern. Mal steil und muehseelig bergauf, naechtelang nur mit dem noetigsten in kargen Huetten einsam auf dem Berg, ehe es rasant hinab in die Zivilisation zurueck geht. Vielleicht beginnt unser Weg vor einer weiten Steppe, durch wir wochenlang wandern, ehe eine Wueste uns auszehrt und am Ende eine Oase auf uns wartet, die der Vorbote einer malerischen Landschaft mit all unseren Wuenschen ist. Wir begegnen Menschen, die uns eine Zeitland begleiten, ehe sie weiterziehen und unsere Wege uns trennen. Manche Menschen zerren uns an den Straßenrand und halten uns dort unten fest, unfaehig weiterzugehen, ehe wir die Kraft entwickeln, uns loszureißen. Andere hetzen so schnell durch das Leben und zerren uns fast schon mit hinter sich her.

Jeden Tag ist alles wieder offen, welchen Weg wir nehmen und was wir heute erleben. Rechts oder links mag eine winzige Kleinigkeit sein, doch wenn rechts der schoenere und inspirierende Weg an einem Park entlang fuehrt ist es wohltuender als vielleicht links an alten leerstehenden und verfallenen Haeusern. Der Weg rechts ist von lachenden Menschen bereichert, links fuehrt er immer an Streit und Gewalt vorbei. Eine winzige Entscheidung nur, und dennoch bestimmt sie, ob unser Tag ein schoener werden wird, oder ein schwerer.

Das Thema Lebensbruecken

beschaeftigt mich aktuell sehr viel, da ein Kunstwerk zu dem Thema in Arbeit ist. Ein „Bild aus dem Unterbewusstsein“ Es ist kein einfaches Thema, in seiner Gesamtheit und das ist fuer mich das Interessante daran. Was gehoert alles zu dem Thema Lebensbruecke? Wo faengt sie an? Wo endet sie? Welche Leben beruehrt sie? Welche Zeiten durchlaufen sie? Ich habe mir inzwischen angewoehnt, zu meinen Arbeiten Skizzen und Notizbuecher anzulegen, um die Themen zu erfassen und mich bewusst hinein auszudehnen. So weit, bis ich das Gefuehl habe, das Thema fassen zu koennen. Parallel dazu kommen Impulse, es Stueck fuer Stueck zu malen. Manchmal geht es ganz schnell und innerhalb von Tagen oder Wochen geschieht sehr viel. Dann schweigt meine innere Stimme und es geschieht monatelang gar nichts daran. Heute weiß ich bei Beginn des Bildes nicht mehr, wie es am Ende aussieht. Das Bild entwickelt seine Schoenheit erst waehrend des Schaffensprozesses und zeigt mir, was es werden will. Es ist eine Kommunikation auf einer Ebene, die ohne Worte nur in Bildsprache und Impulse geschieht.

SpielWelt-Lebensbruecke-Grundierung

Ihren Anfang findet sie in einem leeren Untergrund. Manchmal eine Leinwand, manchmal auch eine alte Holzplatte, die ihr Bild offenbahrt. Je aelter, umso besser denn es ist eine Geschichte in dem Holz verborgen. Der naechste Schritt ist das intuitive Auswaehlen von drei Farbtoenen. Eine helle, eine dunkle und eine wahllose, die dazu passt. Warum diese Kombination? Nur durch den Kontrast von hell und dunkel entsteht in dem Bild eine Struktur, in der ich sehen kann, was in dem Bild entstehen will. Der Rest ist ein sehen und in das Themen vertiefen. Aehnlich einem inneren Gespraech in dem mir das Bild seine Geschichte erzaehlt. Es erzaehlt mir alles, was es erlebt hat, wo es gewesen ist, was es erfahren hat. Fuer mich fuehlt es sich an wie eine Zeitreise der Ereignisse, die ich heute noch gar nicht weiß, aber nach und nach erfahre. Meine jetzige Gegenwart unterhaelt sich mit meiner Zukunft, die bereits weiß, was es fuer ein Bild wird.

Jeder Kuenstler hat seinen eigenen Schaffensprozess im Laufe der Jahre entwickelt und seine Art der Kommunikation mit der Kunst. Ich sehe mich als reines Werkzeug, das etwas ausdrueckt, was so unendlich groeßer ist, als ich selbst. Ich koennte auch sagen, ich bin Teil der Hand Gottes, die seine Goettlichkeit offenbahrt. Wer sich jedoch selbst als Genie betrachten will, der soll sich das bitte behalten. Fuer mich fuehlt es sich wesentlich entspannter an, mich wie ein leerer Bambus zu fuehlen, durch den der Genius die Farben der Ewigkeit einer Lebensmusik gleich erstrahlen laesst. Dann muss ich mich nicht stressen, dass mir eines Tages die Ideen ausgehen koennten. 😉

Mein Weg fuehrt fortan immer tiefer in das Bild hinein. Ich sehe vor mir eine dreidimensionale Landschaft, die ich betrete und durchlaufe. Ich stehe in einem Raum, in dem die Waende voller Farbkleckse sind. Dann zuecke ich wie der Dirigent den Tacktstockt und verschiebe die Schattierungen, lasse Gebirge wachsen oder Seen stauen. Eine endlose Weite oder eine begrenzte Enge zwischen Felsen. Mal hell, mal dunkel, bis sich nach und nach der Raum ausgedehnt hat zu einem vollkommen neuen Knotenpunkt an Wegen und Pfaden, ihn zu erkunden.

Das ist der Stand bis heute und es gibt noch viel zu entdecken auf den Lebensbruecken des Lebens.

SpielWelt-Lebensbruecke1

Wir sehen uns in der der SpielWelt, wach auf und veraender Dein Leben.

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