Wie Deine Gedanken um die Welt schwingen (und Du staerker wirst)

Loslassen von Gedanken und Problemen hat etwas sehr entscheidendes fuer sich: Ploetzlich tauchen Loesungen direkt vor der Nase auf. Ich moechte heute ein wenig mehr auf die Gedanken eingehen und zwar innerhalb der SpielWelt mit einem einfachen Bild.

In dem Blogartikel „Warum das Fuehren eines Gedankenbuches nicht nur fuer Autoren wichtig ist“ hast Du schon eine Menge ueber die Rush Hour, die taeglich in Deinem Kopf los ist, erfahren – etwa 60.000 jeden Tag. Daher ist es wichtig, seine Wuensche und Ziele aufzuschreiben, um den vielen Gedanken Herr zu werden. Heute geht es darum,

wie Deine Gedanken um die Welt schwingen

In der SpielWelt gibt es die positiven und Negativen Gedanken. Die Positiven sind licht und leicht, eine strahlende Kugel in einem weichen durchscheinenden Koerper die Dir Kraft gibt. Die Negativen, die sogenannten Greifer, krallen sich an Dir fest, treten bevorzugt in einer Ueberzahl auf, druecken Dich emotional nieder und bringen Dich zum dunklen Herrscher, damit Du fuer ihn arbeitest. Doch woher wissen diese Gedanken, was Du denkst? Und wie breiten sich Deine Gedanken in der Welt aus?

Es wird Zeit fuer eine kleine Geschichte aus der SpielWelt.

(Fuer Nichtleser des Web-Book SpielWelt ist es empfehlenswert, vorher das Kapitel Jim zu lesen als Ergaenzung. )

Der Schiffsjunge Jim sitzt mit Eileb im hohen Gras an einem wundervollen klaren See. Ein Bergpanorama im Hintergrund spitzelt hinter einem dichten huegeligen Wald hervor. Der Himmel ueber ihnen ist strahlend blau, weiße Gasblasen durchziehen das tiefe blau in unterschiedlichen Formen und groeßen. Es ist ruhig um sie. Nur das gelegentliche Rufen eines Vogels dringt aus der Ferne vom anderen Ufer herueber. Die Luft ist so klar und rein, dass Jim sie mit geschlossenen Augen aufsaugt. Außer den beiden ist niemand hier in dieser malerischen Gegend.

Spielweltv3-See

Jim kann es immer noch nicht glauben. Er ist dem Dealer entkommen, aber immer noch außerhalb seines Koerpers. Und dieser Ort? So etwas Schoenes, wie diesen Ort hat er noch nie zuvor gesehen.

„Wo … wo sind wir Eileb?“ fragt er staunend, wie ein kleines Kind.

Der große Inghros neben ihn laechelt ihn auf eine Art an, die ihn an die Umarmung seiner Eltern erinnert.

„Wir sind in einer Erinnerung in Deinem Geist, Jim.“

Der Junge runzelt die Stirn, zu viel ist geschehen und er merkt, dass es sich nach so einem Ort der Stille fast schon verzehrt hat.

„Wie kann ich mich an so etwas erinnern? Ich kenne diesen Ort nicht!“ fragt er verwundert.

„Du nicht, aber all die, die vor Dir kamen. Du kannst auf alle Erinnerungen zugreifen, zu allen Zeiten.“

Jim blinzelt und versucht das Gehoerte zu verstehen.

„Wie, zu allen Zeiten?“

Eileb lacht. Der Junge erinnert ihn sehr stark an sich selbst, als er nichts wusste und alles wissen wollte.

„Das, was Du in Deiner Vergangenheit erlebt hast, kennst Du als Erinnerung. Richtig?“

Jim nickt.

„Gut. Das, was Du jetzt im Moment erlebst, kennst Du als Gegenwart. Richtig?“

Jim nickt mit skeptischen Blick. Er fragt sich, woraus der Inghros hinaus will?

„Und das, was Du Dir vorstellst, kennst Du als Zukunft. Oder?“

Jim ueberlegt, ob er es richtig verstanden hat.

„Ja, aber die Zukunft ist veraenderbar.“

„Ja Jim. Doch das, was Du Dir vorstellst ist Deine Vision, Dein Traum. Was ist die Zukunft anderes, als die zukuenftige Wirklichkeit Deines Traumes?“

„Oh, ja. Ich glaube ich versteh es. Ich habe ein Ziel, zu Ursidae zu gelangen. Aber es ist nicht real. Doch ich kann dafuer sorgen, dass es real wird, nicht?“

„Ja, Du hast es verstanden.“

„Und, wenn ich scheitere?“ hakt Jim zweifelnd nach. „Was, wenn ich es nicht schaffe? Wenn ich versage? Oder … wenn ich dem Dealer wieder begegne?“

„Solange du an Deinem Ziel festhaelt, Jim, wirst Du alles tun, um es wahr werden zu lassen. All diese Aengste halten Dich nur auf, verzoegern es vielleicht. Aber sie bringen Dich nicht davon ab. Nicht, solange Du es nicht zulaesst.“ Antwortet Eileb beruhigend.

„Abbringen lassen … .“ murmelt Jim und schaut auf das Wasser hinaus, dass sich ruhig vor ihm erstreckt. Ein Spiegelbild des tiefen blauen Himmels und der Berge. Eileb folgt seinen Blick und laesst Jim Zeit, das Gehoerte zu verstehen. Er hat dem Jungen sehr viel erklaert. Er weiß, dass dieses Wissen in seinem Geist jederzeit vorhanden sein wird, wenn Jim es braucht. Er wendet sich um und betrachtet die aufziehende Dunkelheit hinter ihnen. Lange koennen sie hier nicht mehr verweilen, ehe sie zurueck muessen, nach Aknom.

Jim schaut Eileb fast schon verzweifelt an.

„Wie kann ich verhindern, dass Angst mich davon abhaelt?“

Eileb weiß, dass Jim große Angst vor dem Dealer hat, nachdem, was er ihm angetan hat. Doch der Junge muss da selbst durch.

„Indem Du Dich Deiner Angst stellst.“ sagt er schlicht und schaut auf den See hinaus.

„Wie?“ fragt Jim mit Traenen in den Augen.

„Werde staerker, als Deine Angst.“

Jim schnaubt, wird trotzig. „Kannst Du nicht, oder willst Du es mir nicht sagen?“

Eileb laechelt ihn sanft an. Seine Augenhoehlen strahlen weiß und es ist nicht das erste mal, dass Jim sich fragt, wie dieser Inghros das alles wissen kann, wenn er nichts sieht? Oder sieht er etwas anderes?

„Angst hat nur Macht ueber Dich, wenn Du Dich selbst zu schwach fuehlst. Klein und unbedeutend. Verstehst Du?“

„Soweit schon. Und wie werde ich staerker?“ Fragt Jim. Beruhigt sich wieder.

Eileb deutet mit seinem rechten Arm auf das Wasser hinaus. „Schau auf das Wasser. Was siehst du?“

Jim sucht mit Blicken den See ab, aber … „Nichts.“

Eileb laechelt. „Gut. Schau mich an, was siehst Du?“

Jim weiß nicht, was das soll, aber er betrachtet den großen Inghros neben sich mit dem nackten Oberkoerper. Mit schaudern bemerkt er die vielen Narben und will gar nicht wissen, woher sie stammen. „Nichts besonderes.“

Eileb nickt. „Dir faellt also nichts Besonders auf?“ wiederholt er.

„Aeh? Nein. Worauf willst Du hinaus?“

„Dir faellt also nicht auf, dass es hier an diesem See keinen Lijwhan gibt?“

Jim glotzt ihn mit offenen Mund an. Hecktisch schaut er an sich herunter, an Eileb, hinaus auf den See.

„Was zum Viejenver? Wo sind wir?“ Jim will schon aufspringen, da fasst Eileb ihn am Arm und zieht ihn sagt wieder runter.

„Beruhig Dich. Wir sind in einer Erinnerung an eine Zeit des Lichts. Es ist zu hell in dieser Zeit unser Lebenslicht zu sehen und so vergessen viele, dass sie es haben.“

Jim atmet mehrmals tief durch. Das muss er erst verdauen.

„Du willst wissen, wie Du staerker wirst? Nicht wahr?“

Jim nickt nur mit offenen Mund und sucht alles ab. Irgendwo muss doch ein Lebenslicht sein?

„Hoer auf. Du wirst hier keines finden. Aber ich erklaer Dir, wie Du staerker werden kannst.“

Eileb schaut Jim aufmerksam an. Erst, als Jim nickt, faehrt er fort.

„Du kennst die Negativen Gedanken und die Lichten? Du weißt, wie sie aussehen? Richtig?“

Jim nickt, schweigt. Das hat Eileb ihm bereits gezeigt in der wabernden Geistwelt des Dealers.

„Kannst du Dir vorstellen, warum so viele Greifer auftauchen, wenn Du einen negativen Gedanken hast?“

Jim ueberlegt. Will schon antworten, doch dann schuettelt er den Kopf. „Nein!“

„Komm mit.“ Eileb steht auf und geht auf das Wasser hinaus.

Jim springt auf und schuettelt den Kopf. „Bist Du jetzt vollkommen irre?“

Eileb schaut Jim an. „Wir sind in Deinem Geist. Hier ist alles moeglich. Das kannst Du auch. Also komm schon. Feigling.“ Und geht weiter.

Jim schaut sich um. Vorsichtig setzt er einen Fuß auf den See und zu seinem erstaunen ist er fest. Etwas mulmig folgt er Eileb auf den See hinaus, bis Eileb stehen bleibt.

„Jim, ich zeig Dir jetzt die Macht Deiner Gedanken. Ok? Hab keine Furcht, Dir geschieht nichts. Ich moechte, dass Du jetzt an Deine groeßte Angst denkst.“

Jim ist das ganz immer noch nicht geheuer. Er schließt seine Augen, holt tief Luft und laesst sie langsam entweichen. Dann denkt er an den Daeler und erwartet das Schlimmste.

„Sehr gut Jim. Sieh Dir das Wasser an.“

Jim oeffnet ein Auge und erwartet dort unten schon schwimmende Clowns. Doch zu seinem erstaunen nichts dergleichen. „Wellen?“ Er schaut Eileb an. „Wellen willst Du mir zeigen?“

„Ich will Dir nicht nur Wellen zeigen. Ich will Dir zeigen, dass Du diese Wellen machst.“ Von Jim gehen kleine Wellen aus, die sich ueber den See ausbreiten. Ploetzlich fast Eileb Jim an der Schulter. Jim keucht auf und glaubt fuer einen Moment den Dealer vor sich zu sehen. Doch das Bild verschwindet gleich wieder und Eileb steht vor ihm. Der Moment reicht aus, die Wellen sehr hoch anschwellen zu lassen, in dessen Zentrum Jim steht. „Hey, was sollte das?“ Er schob Eilebs Hand grob von seiner Schulter.

„Sieh hin Jim. Deine Panik hat ausgereicht, die Wellen zu vervielfachen.“ Mit einem Mulmigen gefuehl beobachtet Jim das Schauspiel. Er steht mitten auf dem See und um sich herum verbreiten sich Wellen. Jim geht ein zwei Schritte. Die Wellen ueberlagern sich, doch gehen sie immer noch von ihm aus.

„Jetzt denke an den schoensten Moment in Deinem Leben.“ fordert ihn Eileb heraus.

Jim ueberlegt einen Moment. Dann sieht er das Gesicht von Artifice vor sich. Der Feuerwerker war immer gut zu ihm auf der Laisviejda und hat ihm viel beigebracht. In seinem Herzen spuert er eine Zuneigung wie zu einem Vater. Die hohen Wellen um Jim ebben langsam ab. Aus ihm dringen neue Wellen, kleinere, feinere. Langsam werden sie groeßer, je Intensiver Jim an Artifice denkt.

„Sehr gut Jim.“ Eileb stellt sich neben ihn. Erneut fasst er ihn an der Schulter an. Wieder sieht Jim den Dealer vor sich. Sein Gefuehl schlaegt schlagartig in nackte Angst um. Die feinen Wellen verlieren sich in den schweren, die wieder von ihm ausgehen. Jim sieht den Dealer vor sich, seine Fratze. Sein Boshaftes laecheln. Aus seinem Atem riecht er Faulnis und Verwesung. Nur ganz entfernt nimmt er die Stimme von Eileb war. „Denke an den schoensten Moment, Jim. Er ist nicht real.“ Jim versucht verzweifelt das Bild von Artifice in sich zu finden. Vergeblich. Es entgleitet ihm jedes Mal in Anbetracht der drohenden Gefahr. Die Wellen werden um ihn immer hoeher. Drohen bald schon, ueber ihn zu brechen und ihn fortzureißen. Eileb laesst ihn los. Jim atmet schwer und stuetzt sich auf seine Knie. Nur langsam ebbt die Angst in ihm ab.

Eileb-Schwingung

„Staerker werden heißt, in Gegenwart der Angst an das Gute zu glauben.“ Eileb schaut einen Moment zurueck zur dunklen Wand, die in der Ferne auf sie zurollt.

„Lerne in Gegenwart der Angst gute Gefuehle und Gedanken zu haben. Lerne die schwere Wellen niederzuringen. Dann wirst Du staerker werden, als Deine Angst.“ Er fasst Jim an der Schulter. „Es wird Zeit. Wir mussen wieder zurueck.“

Nur widerwillig folgt Jim den Inghros der Sonne entgegen. Er weiß, dahinter wartet die Finsternis auf sie. => Weiterlesen

Wir sehen uns in der der SpielWelt, wach auf und veraender Dein Leben.

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4 Comments on “Wie Deine Gedanken um die Welt schwingen (und Du staerker wirst)

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