Ein Interview mit dem Dealer der Gefaelligkeit

Was macht der Antagonist einer Buchreihe, wenn er mal Frei hat? Bier zu Hause auf der Couch, oder spielt er lieber mit seinen  Kollegen „ene mene miste, wer von Euch geht als naechstes in die Kiste?“

Wie sieht sein harter Arbeitsalltag aus und was wollte er seinem Autor immer schon mal an den Kopf knallen. Jetzt, das Interview mit dem

Dealer der Gefaelligkeiten

Spielweltv3-Intervieweinfuehrung-Dealer

Lernt einen Antagonisten aus der SpielWelt von einer ganz anderen Seite kennen. Der Dealer ist bis jetzt mit Abstand die mieseste und hinterhaeltigste Rolle in der Welt des Unterbewusstseins … .

Er ist boshaft, durchtrieben, auf seinen Vorteil bedacht und zieht alle Faeden. Die Welt zittert vor ihm, doch wovor zittert er? Gibt es ein Gegenmittel, eine Waffe gegen ihn? Wir werden sehen, was er uns alles erzaehlt … ?

Ein lautes Scheppern. Irgendwo schlaegt eine Tuer zu. Stille. Die Interviewerin schreckt auf. Zieht sich ihre Kopfhoerer aus dem Ohr. Sie war vollkommen in ihre Notizen vertieft, um sich noch auf das Interview vorzubereiten, dass David ihr wenige Minuten vorher uebertragen hat. Misstrauisch schaut sie sich in dem leeren Raum um. Eben noch war ihr Team hier gewesen? Verwaiste Stuehle. Nur die Kamera blinkt.

„Hallo? Wo seid ihr denn alle ploetzlich hin?“

Sie sieht sich in dem Studio um, aber niemand ist anwesend.

„Hallo? Steph? Mike? Hallohoo? Wo seid ihr? Ist das ein Scherz? Unser Interview faengt jeden Moment an. Also, was soll das?“

Keine Antwort. Sie wird wuetend. Bisher hat sie sich immer verlassen koennen. Aber wenn das hier ein schlechter Scherz …

„Ei, ei, ei, was eilt vorbei.

Die vorlaute Goere will wissen so mancherlei.“

Erschrocken springt sie auf. Die Stimme scheint von ueberall zu kommen. Hallt durch den Raum.

„Hallo? Mike? Steph? Jetzt hoert endlich auf mit dem Bloedsinn! Verdammt! Wir sollen hier einen Antagonisten interviewen und ihr baut Mist.“

Die Interviewerin schaut sichtlich nervoeser erneut zu der verwaisten Kamera auf dem Stativ. Das Licht blinkt, die Kamera IST an. Am Boden saemtliche Unterlagen verteilt. Als haetten sie es irgendwie eilig gehabt? Panisch Reißaus genommen? Warum habe ich davon nichts mitbekommen? Sie geht zur Tuer, will sich draußen im Flur umzusehen. Zu ihrem entsetzen abgeschlossen.

„Hey … Leute! Das ist jetzt verdammt noch Mal nicht mehr witzig!“ 

Der Raum scheint ploetzlich um ein paar Grad kaelter geworden zu sein. Die Stille ist unheimlich. Sie dreht sich mehrmals, doch niemand da. Sie haelt inne. Hat ein ungutes Gefuehl.

„Wissen will sie viel, doch ob ihr Verderben ist mein Ziel?“

„WAh.“ Erschrocken dreht sie sich um. Sie steht ihrem Gast gegenueber, dem Dealer. Doch er ist … erstaunlich klein. Na Gott sei dank ein Zwerg, der ihr gerade mal bis zum Bauch reicht. Aber seine Augen, diese eiskalten Augen. Noch nie zuvor hat sie so eine Angst verspuert. Sie schweigt, weicht ein wenig zurueck.

„Aeh sie sind also der Daeler? Oder?“

Der Zwerg schweigt.

„Sie wollen heute ein Interview mit uns fuehren. Stimm doch?

Ein nicken als Antwort. Sein Gesicht ist eine amuesierte Maske, doch seine Augen … . Sie bereiten ihr irgendwie Unbehagen.

„Also, das tut mir jetzt aber … Hey Leute, kommt schon. Der Scherz ist vorbei!“

Sie wartet ein paar Augenblicke. Keine Reaktion. Sie seufzt, holt tief Luft.

„Also … das tut mir jetzt aber wahnsinnig leid. Anscheinend hat unser Team irgend ein Problem. Nun ja, sie muessen dann eben mit mir vorlieb nehmen, Herr Dealer … oder soll ich sie irgendwie anders nennen?“

„Sprich uns an, was Dir Angst bereitet. 

Wir moegen es, wenn Furcht Deine Iris weitet.“

Er bewegt sich keinen Millimeter, laechelt ihr nur boshaft ins Gesicht mit seinen eisblauen Augen.

Jetzt ist sie vollkommen verwirrt. Ihr Blick bleibt auf dem Cocktailglas ihres Kameramanns auf dem Beistelltisch haengen. Endlich ein Lichtblick. Sie kippt sich die brennende Glut in wenigen Schluecken in sich hinein. Schuettelt den Kopf und dreht sich wieder zu ihrem Gast um. Wenn ich das nur gewusst haette? Notitz im Geste: ihr Team erwuergen, wenn das hier vorbei ist.

„Ja, also gut. Ich nenn sie einfach … Dealer. Bitte … also setzen sie sich doch … .“

Ein wenig nervoes stellt sie fest, dass seine Aura, ein eisblauer Fingerabdruck aus Licht, sich auf dem Boden wie das Netz einer Spinne ausgebreitet hat. Und sie steht mitten drin, im Zentrum des Netzes … . Sie schliesst kurz die Augen und schuettelt sich erneut. Wenn das eine Show ist, dann eine verdammt gute. Solche Spezial Effekte haben wir selten.

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Der Dealer genießt sichtlich ihr Unbehagen und saugt den betoerenden Duft langsam ein. Die Augen geschlossen. Mit einem wohligen seufzen entlaeßt er das Gefuehl und sitzt von einem Moment auf dem anderen auf der Liege. Vor Schreck faellt der Interviewerin der Stift aus der Hand. Reiß Dich gefaelligst zusammen Lisa! ermahnt sie sich im Geiste. Er ist nur eine Romanfigur. Ein Stueck Papier, ein Nichts. Die Kaelte ist reiner Zufall. Dein Team macht das alles fuer den dramatischen Effekt. Es ist alles gut … hoffentlich.

Der Dealer betrachtet sie fasziniert, wie ein Insekt, das langsam seinen schmutzig grauen Handschuh herauf krabbelt. Ein seeliges Laecheln in der verschmierten Clownfratze. Vorfreudig auf den Moment, wo er es zerquetschen wird.

Lisa schluckt mehrmals und versucht das Bild einer zertretenen Ameise aus ihrem Geist zu verbannen.

„Ja, also … . (ausatmen) Fangen wir an. Sie sind ein Antagonist in dem Fantasy Web-Book SpielWelt. Oder der Antagonist?“

„Lisa, duerfen wir die schoene Bluete doch nennen! (große erschrockene Augen schauen ihn an)

Ich bin das Boese, was gibt es sonst zu bekennen.“

Immer Nervoeser zupft Lisa an ihren Haarstraehnen im Gesicht. Woher zum Teufel kennt der Kerl meinen Namen? 

„Aehm … Gut, also. Ich denke, die langweiligen Fragen ueber Hobbys sparen wir uns bei Ihren Qualitaeten gleich. Gehen wir ueber zu den spannenderen Teil. Wie kamen sie dazu, meuchelnder Finsterling im Unterbewusstsein zu werden? Kindheitstraumata? Mangelnde Erziehung?“ Nicht genug Bettgeschichten … ?

Ein Mundwinkel hebt sich langsam an. Der Blick eiskalt auf Lisa fixiert, die darum kaempft, ihre heraufkriechende Angst mit Angriff zu verbergen. Ihr Gefuehl hat die Lage laengst erfasst, was der Verstand noch verweigert.

„Lisa, welch toerichtes Kind Du doch bist.

Ob wir den Schoß unserer Mami so lange vermisst? (Lisa blinzelt mehrmals irritiert)

Gar uns raechen an der ach so boesen Welt?

Nein, es ist ganz praechtig um uns bestellt.

Boeses zu erschaffen liegt uns im Blut. 

Wir moegen so junges Leben wie Dich. Bevorzugt gegrillt, an der Glut.“

Gierig leckt er sich ueber seine gelben Zahne, schmatz zwei Mal. Den Blick eisern weiter auf Lisa gerichtet.

Der Kerl hat sie doch nicht alle! Sie unterdrueckt den Impuls, den Raum nach einer anderen Fluchtmoeglichkeit zu durchsuchen. Ganz vorsichtig stellt sie ihre Beine nebeneinander und nimmt eine angespanntere Haltung ein. Bereit, sofort loszustuermen. Nach außen hin gibt sie sich cool, spielt ihre Angst runter.

„Wird das jetzt eine Reimkiste? Oder bekomme ich auch mal brauchbare Leserantworten von Ihnen?“

Der Dealer hebt unschuldig beide Haende und verzieht den blutrot verschmierten Mund. Schweigt.

„Wer sind sie?“ 

Keine Antwort. Ein Funkeln von ihm in den Augen. Sein Lebenslicht breitet sich erneut am Boden aus. Eine Winzigkeit, doch Lisa bemerkt es und atmet schneller. Lenkt sich mit ihren Notizen ab.

„Ich meine, laut den Informationen ihrer … ihrer Agentin Clio, sind sie der … der … aehm? Wo stand es denn gleich … ? Ah hier. Der, ich zitiere, personifizierte Verbreiter der Angst. Was fuer eine Rolle soll das bitte schoen sein? Sind sie jetzt der Boesewicht? Der Moerder? der miese Finsterling? Oder der Handlanger der Angst?“

Lisa merkt, dass ihre Angst ein wenig schwindet, wenn sie mit Fakten hantiert.

Der Dealer beugt sich vor, ein irres Laecheln im Gesicht. Lisa`s Haende fangen augenblicklich zu schwitzen an. Er fixiert sie mit seinem eiskalten Blick. Die Iris von Polarblauem Eis blitzt auf.

„Was Du nicht weißt, weiß niemand außer uns so sehr.

Wir sind das Boese, die Angst. Alles, wovor Du Dich fuerchtest und weit mehr.“

Wir sind gemacht von der selben Kraft,

die auch Dich eines Morgens erschafft.

Drum schauere, wenn Du uns siehst,

und Du nicht schnell genug fliehst.

Lisa erstarrt bei dem Worten. Sie hat Probleme, ernsthafte Probleme mit dem Typ. Und dann reimt der Penner auch noch. Sie versteht nur die Haelfte von dem, was er da sagt. Doch die letzten drei Worte, die hat sie verstanden. Und das bringt ihre Angst schlagartig zurueck. Was ist das hier? Interview mit dem Tod? Zumindest waere es das spektakulaerste Interview aller Zeiten. Wovon ich jedoch nicht viel haette. Andererseits, Hannibal Lector lies Clarice auch am Leben … .

Ein fluechtiges Laecheln huscht ueber den Mundwinkel des Dealers. Mit einem Serienkiller dieser jenseitigen Welt verglichen zu werden schmeichelt ihm, als er ihren Gedanken lauscht.

„Du gefaellst uns, huebsches Blumenlicht.

Wir werden Dich noch behalten am Leben, statt einem Gericht.“

„Ist das jetzt gut, oder schlecht?“ Lisa beißt sich auf die Lippe. Die Worte waren so schnell aus ihrem Mund gehuscht, ehe sie sie zurueck halten konnte. Sie sucht eine Antwort in dem Antlitz des Todes ihr gegenueber. Der zieht weiterhin sein seltsames Laecheln vor. Eilig liest sie ihre Notizen weiter, um sich von ihrer Angst abzulenken.

„Ich komme jetzt auf Ihre Rolle zu sprechen. Sie sind der Dealer der Gefaelligkeit. Jeder kann sie um einen Gefallen bitten, den sie erfuellen fuer einen Gegengefallen. Sie erfuellen alles. Es gibt nichts, was fuer sie unmoeglich ist. Stimm das?“

Ein anmutiges Nicken.

„Ok … hier steht, dass Sie in der SpielWelt ueberall auftauchen, aus dem Nichts. Ich gehe mal davon aus, dass sie uns ihren Copperfieldtrick nicht verraten, oder?“

Eine ewiges Laecheln, das sich wenige Zentimeter von links nach rechts bewegt. Lisa gefaellt der Blick gar nicht, mit dem sie der Dealer die ganze Zeit betrachtet. Es erinnert sie an eine Klapperschlange, die fleißig rasselt, bevor sie zupackt. Schnell verscheucht sie den Gedanken und fluechtet sich weiter in die Unterlagen.

„Jim geschlagen … in seine Gedanken eingedrungen … ganze Armee zittert vor ihm … ? Au, man was ist das hier nur fuer ein Schei…  resantes Interview. Dealt mit Gefaelligkeiten und … Gegengefaelligkeit bestimmt er … ?“ Zaghaft blickt sie auf. „Eigentlich sind doch Gefaelligkeiten etwas tolles, oder?“

„Was soll es denn fuer Dich sein?

Sag es uns, mein Kind, wir holen es fuer Dich ein.“

Er faltet seine Haende vor seiner Brust. Eine Spur mehr Gier in seinem Blick, der sich tief in ihre Seele bohrt.

„Nun ja. Den einen oder anderen Wunsch haette ich schon.“ Eine Fluchtmoeglichkeit zum Beispiel … Du Armleuchter. Ein neues Gehaltsangebot von dem Sender, der mich in so eine Situation bringt und mein Team erwuergt am naechsten Baum …. .

„Den Herzenswunsch darfst Du uns fluestern.

Hoeren wir da schon ihren Tod und Deinen Ruhm von den Nachbarsdaechern wispern?“

Llisa klappt die Kinnlade herab. Sie weiß nicht, ob sie jetzt endgueltig Angst haben soll, oder sich freuen? Kann der Kerl ihre Gedanken lesen? Nun ja, er ist immerhin der Antagonist in der SpielWelt. Aber bitte, es ist doch immer noch eine Rolle, auch, wenn er die verdammt gut spielt. Sie ist schon verzweifelt geneigt, ihren Wunsch nach der Tuer zu offenbaren, da bleibt ihr Blick an einer dicken, rotgestrichenen Passage in ihren Notizen haengen. KEINEN DAEL!!!! DEIN LEBEN HAENGT DAVON AB!!!!! INTERVIEW ABSAGEN!!! ZUR NOT RENNEN!!!

Schlagartig schießt ihr Puls in die Hoehe. Jetzt weiß sie auch, warum David, der Vollpfosten, ihr das Interview als ihre große Chance verkauft hat. Verdammt, haette sie die Anweisungen doch vorher noch gelesen. Ihr Team war da wohl schlauer. Lisa holt tief Luft und sammelt sich. Als sie ihre Augen aufschlaegt, sieht sie am Boden den Fingerabdruck wieder ein Stueck naeher auf sich zukriechen.

„Welche Gefaelligkeit schuldest Du Dir?“

Das einzige, was ihr auf die schnelle einfaellt. Zu ihrer Verblueffung wirkt es. Sie war persoenlich geworden. Der Dealer lehnt sich mit saeuerlicher Miene zurueck, sein Fingerabdruck am Boden erstarrt.

„Es ist verdammt nervig.“ murmelt er vor sich hin. Seine Augenbrauen zucken.

„Was ist verdammt nervig, Herr Dealer?“ mutig wagt sich Lisa weiter vor. Sie muss hier irgendwie raus und an dem Kerl vorbei. Also Angriff ist die beste Verteidigung.

„Es will wissen, wie es um uns bestellt.

Kann es doch froh sein, wenn ihr Licht noch eine Weile haelt.

Nervig ist das Wuermchen vor uns hier,

ach was, auf dem ganzen Planeten, das Getier.

Probleme und Sorgen sind unsere Musik,

Angst und Gier unsere Geschaeftspolitik.

Doch eine Sache, die uns nervt beim tun,

so ein vorlautes, wissbegieriges dummes Huhn.“

Lisa wird ganz klein und blas. Sucht tiefere Rettung in ihren Notizen. Ihre Augen huschen hin und her und suchen Zeit.

„A … aber … ihre Agentin hat Doch in das Interview eingewilligt. Ich muss ihnen all diese Fragen stellen.“

Der Dealer verzieht den Mund und schmatzt drei Mal.

„Tja, dann muss es uns etwas bieten.

Wenn sie will unsere Antworten mieten.“

„Antworten mieten?“ Lisa erwacht endlich aus ihrer Starre und sichtet erneut ihre Unterlagen. Aus Angst wird langsam Wut. Das ganze hier kann einfach nicht echt ablaufen. Es muss ein Scherz der Redaktion sein. Ein sehr, sehr bescheuerter. Nach wenigen Augenblicken findet sie die Vertragsbedigungen.

„Nein, nein. Steht hier alles im Vertrag. Wir duerfen das Interview veroeffentlichen, ihre Worte verwenden auf allen Social Media Plattformen. Gegenleistung wurde hier keine fuer Sie verhandelt, nur mit Clio … . Hae? Pochiertes Ei mit Kaviar …? Was zum Teufel … ? Egal, wie auch immer. Wenden sie sich an ihre PR-Agentin.“

Als Lisa aufblickt merkt sie, dass der Fingerabdruck unter ihren Fueßen gelandet ist. Wuetend hebt sie ihren Zeigefinger und giftet den Dealer an. „Lassen Sie das gefaelligst!“

Er gibt sich theatralisch und zieht sein Lebenslicht zurueck.

„Was fuer eine Welt,

in der es gibt nur Scheißhaufen und kein Interwievgeld.“

„So, schluss jetzt mit dem Getue. Ich will endlich Antworten von Ihnen, HERR DEALER!“

Wieder hebt er unschuldig die Haende und tut entruestet. Doch innerlich genießt er das Feuer der Leidenschaft dieser armen Blume. Seine Gier, zu zerquetschen entflammt regelrecht.

„Die Frage mit der groeßten Angst sparen wir uns, da Sie ja die Angst sind.“ Das Laecheln des Dealers kehrt zurueck.

„… wobei, wenn ich es mir recht ueberlege. So, wie Sie hier eine Show abziehen, um andere einzuschuechtern. Mit ihrem alten Kostuem, der verwaschenen Clowsvisage. Den Lichteffekten hier … . (Lisa redet  sich in Rage) 

Ich glaube, Sie haben Angst. Angst vor Nichtbeachtung!“

Treffer. Zum ersten Mal entgleisen fuer einen Moment dem Clown alle Gesichtszuege. Er knurrt. Schweigt.

„Ha, dacht ich es mir doch.“ Lisa lehnt sich triumphierend zurueck.

„Gut, weiter im Manuskript. Naechste Frage. Hat Ihre Autorin denn keine Angst, dass sie ihr ein Stueck Seele rauben?“

Der Dealer versucht es jetzt poetisch.

„Sind wir Schoepfung oder selbst Erschaffer?

Sehen wir uns zu, beim Toeten, wie die Gaffer?“

Oder schlummern wir im Kokon, versponnen zum Tod?

Und erwachen nach der Tat zum Schmetterling im neuem Abendrot?“

Lisa reibt sich die Stirn. Versteht gar nichts mehr. Der Kerl will einfach nicht mit seinem Quatsch aufhoeren.

„Naechste Frage: Wen beobachten Sie gerade … ?“

Lisa hebt den Blick und schaut direkt in eine entzueckte Clownfratze.

„Nicht notweding. Selbsterklaerend. Naechste Frage. Hier in den Unterlagen steht, dass sie ihren „Schuldnern“ als Vertragspfand ein Stueck Seele nehmen … und einen … Finger?“

Angewidert schaut sie auf. Gelbe Zaehne grinsen sie daemonisch an. Direkt vor ihrem Gesicht. Lautlos war er vor ihr erschienen. Sein Atem stinkt nach Verwesung und Faulnis. Seine Fingerabdruck um sie geschlungen, schnuert sie ein.

„Sollen wir es ihr sagen, gehen wir soweit.

Ja, doch, sie hat es verdient, war bisher zu allem bereit.“

Lisa schluckt schwer, bei der Bemerkung. Oh mein Gott. Der Kerl hier ist wirklich ein Monster … und sie hat einen dummen, dummen Fehler gemacht, nicht wegzulaufen. Der Fingerabdruck wickelt sie ein, wie ein Paket.

„Wir geben Dir alles, was Du Dir wuenscht, nachdem Du gierst.

Ruhm, Ehre, neues Leben, Geld, Macht, … damit Du es kapierst.

Nur ein kleines Seelenpfand Dich von Deinen Traeumen trennt,

denn jetzt gehoerst Du uns, hast Dich in meiner Welt vollkommen verrennt … .“

Ein erstickter Schrei, dann wird es um Lisa dunkel.

SpielWelt-Dealer-Augen


—- EILMELDUNG —-

AM 11.01.2015 EREIGNETE SICH IM STUDIO 9 AUF DEM BETRIEBSGELAENDE DER „SPIELWELTV3“ EIN TRAGISCHES EREIGNIS. ES SOLLTE EIN GEPLANTES INTERVIEW MIT DEM ANTAGONISTEN DER SPIELWELT STATT FINDEN, DEM DEALER DER GEFAELLIGKEIT. SEITHER FEHLT VON DEM TEAM UM LISA SCHMITT JEDE SPUR.

GEFUNDEN WURDE NUR EIN MANUSKRIPT MIT ROTEN, FETTGESCHRIEBENEN BUCHSTABEN, DIE VERMUTLICH EIN TEAMMITGLIED HINTERLASSEN HAT.

„VOR DEM DAELER GIBT ES KEIN ENTKOMMEN. WENN DU IHN HOERST, LAUF UM DEIN LEBEN. WENN DU IHN SIEHST, IST ES ZU SPAET … „

SACHDIENLICHE HINWEISE BITTE AUF DIESEM BLOG IM KOMMENTAR HINTERLASSEN.

DIE REDAKTION.

Fortsetzung der Geschichte

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SpielWelt® ist eine eingetragene Marke

7 thoughts on “Ein Interview mit dem Dealer der Gefaelligkeit

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