Warum es Sinn macht, ein Web-Book zu schreiben

Wer ein Buch schreiben will, sollte sich vor dem ersten Buchstaben, den er setzt eines gut ueberlegen:

Ploten oder frei Schnauze einfach drauf los?

Was die Vorteile des einen oder anderen sind, darauf mochte ich heute eingehen. Zudem auf das Problem der Vielseitigkeit und warum ich einen vollkommen anderen Weg gewählt habe, wie ich mit der heutigen Illustration zeigen will. Denn eines ist Fakt in unserer Welt: Es gibt einen anderen Weg, und einen ersten, die ihn geht.

Warum es Sinn macht, ein Web-Book zu schreiben

Es soll ja Autoren geben, die Freigeister sind und einfach drauf los schreiben, wie beispielsweise Stephen King. In fesselt etwas und er haut munter Tausende von Woerter raus, mache nach und nach Notizen zu den Orten und Charakteren. Alles ist gut, alles ist super, bis … .

… bis sich die Handlung in einer Sackgasse verfaengt. Einer Sackgasse, wo er nicht mehr raus kommt, ohne phantastische und vielleicht auch irrwitzige Ideen, die Charaktere da raus zu manoevrieren. Das ist eine der Gefahren bei offenen schreiben. King soll mal erwaehnt haben, dass er schon viele Buecher in die Tonne gehauen hat, weil er nicht weiter kam und wieder von vorne anfing. Wenn es irgendwann nicht mehr weiter geht. Und das hat mich immer zur Weißglut getrieben, als ich in einer Sackgasse gelandet bin.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das freie Schreiben fuer mich sehr gut bei Kurzgeschichten funktioniert. Mich fesselt eine Idee, ich schreib drauf los, wie die gestrige Geschichte zum Buch der Schatten und weiß beim Schreiben nicht, wo ich Ende. Die kurze Handlung ergibt sich von alleine, entsteht fuer den Moment und ist dann glasklar da. Ich schreib, bis ich das Gefuhel habe, angekommen zu sein und beende das ganze mit einer 180 Grad Kehrtwendung. Fleißigen Lesern ist sicherlich schon aufgefallen, dass ich Geschichte schreibe, die zum Nachdenken anregen, die auch überraschen, wie meine zwei Kurzgeschichten zu der Reihe „Irgendwo im Wald“ (Achtung,die Dritte kommt bald 😉 )

Vielleicht gibt es irgendwann einen „Mozart der Literatur“, der/ die vollkommen aus dem Kopf die Worte raushaut und uns mit einem freien Epos im Format von HP, HDR oder GoT beschert. Doch bislang haben alle Autoren von großen Romanwelten geplotet – mich eingeschlossen.

Das bringt mich zu der zweiten Moeglichkeit, dem Piloten oder dem Planen der Handlung, Schauplaetze und Charaktere. Ploten ist eine Methode, die vor dem Schreiben viel Zeit in „Brainstorming“ veranschlagt, da viele Fragen zu klaeren sind, bevor das erste Wort faellt.

Beim Ploten tauchen Fragen auf, die das freie Schreiben stark begrenzen. Fragen, wie

  • Welches Genre will ich bedienen? Komoedie, Liebesgeschichte, Thriller, Historie, Krimi, Fantasy, Sciencefiction, … ?
  • Um welche Grundidee soll sich meine Handlung drehen? Um einen mordenden Kater? Der Spion, der mich verfluchte? Vielleicht auch was in der Form – Nicht, ohne meinen Fluechtling? Oder mein seltsamer Nachbar?
  • Wann spielt meine Handlung? Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Paralleluniversum,  … ?
  • Wo spielt meine Handlung? Europa? Amerika? Quer, um die ganze Welt? Einer bekannten Stadt? Einer fiktiven Stadt? Einem fiktiven Stadtteil einer bekannten Stadt? In einem fiktiven Universum? Im tiefsten Bayern? In Deinem Wohnzimmer?
  • Welche Charaktere benoetige Ich? Wer sind seine Protagonisten, meine Gegenspieler? Mann, Frau, Kind, Tier? Gruppe? Berufszweig? Lehrling? Meister? Soldat? Angestellter? Hausfrau? Mechaniker? Intellekt? Einfältig? Faehigkeiten? Charakterzeichnung? Voraussetzungen, um die Rolle zu spielen? Interessen? Ausbildung, Familiaere Hintergruende? Beweggruende? Gesellschaftlicher Status? Gut, Boese? Big Boss? Obdachloser? Religion? Probleme? Sucht? Macken? Gewohnheiten? Ich meine, ein kettenrauchender Postbote, der auf Keko und Gesund steht, mit dem Fahrrad die Post verteilt und einfach so dahin lebt, bis er eines Tages ein brandheißes Paket in die Finger bekommt, dass sein Leben aendert … weil die Mafia dahinter her ist, ein Drogensuechtiger es braucht um seine Liebe zu retten, er den Zusteller in der Abrissbude nicht antrifft und neugirieg das summende Paket oeffnet … , es immer wieder versucht loszuwerden, doch von de Paket verfolgt wird, … bringt Schwung in die Handlung.
  • Wie verlaeuft die Handlung? Welche Schwierigkeiten sollen meine Charaktere meistern?
  • Wie sieht das Ende aus?

Das sind alles Fragen, die ich mir als Autor stellen muss. Besonders die Frage nach dem Ende, was vielen schwer faellt. Warum das Ende vor dem ersten Wort schreiben? Ich weiß, wo die Reise hingeht. Und, um eine authentische Geschichte zu erzaehlen, muss ich das alles wissen. Ich lenke die Handlung und die Figuren. Spielt mein Buch in Berlin, Hamburg, NewYor, Rom, Muenchen, … , dann sollte ich die Ecken, wo die Charaktere agieren, schon genau kennen. Schließlich lesen auch Berliner, Hamburger, … Muenchner das Buch und ueberlegen, wo das ist. Selbst in einem fitten Stadtteil von Muenchen muss dieses Fiktive sich an die Stimmung und das typisch Muenchnerische orientieren, damit es echt wirkt. Deswegen ist meine Meinung entweder von dem Ort zu schreiben, den ich selbst wirklich kenne. Wenn nicht, diesen Ort, wo die Handlung spielen will so umfassend, wie moeglich recherchieren. Je mehr ich von meinen Charakteren weiß, umso besser kann ich sie durch die leeren Seiten jagen.

Oder doch gleich eine fiktive Welt erfinden?

Das meinte ich, wenn ich Brainstorming schrieb. Ploten erfordert viel Vorarbeit und Recherche. Wer jetzt jedoch denkt, „Ha, das spar ich mir, dann erfinde ich einfach ein fiktives Universum!“ taeuscht sich gewaltig. Das Fiktive ist noch mehr Arbeit, als eine vorhandene Stadt. Warum? Na, ich muss sie neu erfinden! Die Haeuser, Menschen, Landschaften, Technik, Geschichte, Gesetzmaeßigkeiten , … . Und ich muss meine Erfindung genau kennen, im Blick behalten, wofuer es hervorragende Programme und Apps gibt.

Habe ich dann endlich mal die vielen Fragen geklaert, kann ich loslegen mit dem Ploten und die Handlung aufbauten. Manche erleben im taeglichen Leben einen genialen Plot, um den sie die Handlung konstruieren. Andere haben Ideen ueber interessante Charaktere, um die sie die Handlung und den Plot aufbauen, beruehmtestes Beispiel Rowling und Potter, sie wollte „angeblich“ nur ein Kinderbuch ueber die Abenteuer eines jungen Zauberer schreiben. Doch die viele Recherche ist immer die gleiche beim Ploten, fuer den Aufbau einer Geschichte:

  • Einleitung: Einfuehrung in Zeit, Ort, Figuren.
  • Plot I: Das Ereignis, um das sich die Handlung dreht. Das Problem des Protagonisten, mit dem er/ sie zu kaempfen hat, … . Sein Paket, dass ihn die Mafia, die liebeskranke und rachsüchtige Ehefrau und sonst was auf den Hals hetzt. Das Paket, das er los werden will.
  • Plot II: Das Ereignis, was den Protagonisten wachsen laesst und herausfordert. Der Erzboesewicht taucht auf, er Paketinhaber. Vielleicht verliert er aber auch alles, versucht das schlimmste zu verhindern und scheitert, …
  • Schluss: Die Aufloesung des ganzen, das Ende, der Held siegt, stellt sein Paket zu und rettet seine Beziehung, das Boese ist besiegt, geschlagen, … oder erwacht fuer die Fortsetzung. Wenn das zweite Paket unterwegs ist … .

Natuerlich lassen die sich die einzelnen Abschnitte wieder unterteilen in Unterplots und Zwischenziele, was in Buchreihen der Fall ist, wenn jedes Buch ein abgeschlossenes Ende hat. Doch ihr merkt schon. Alles Dinge, die der freie Autor im Vorfeld nicht weiß und dennoch im Augen behalten sollte, will er vermeiden dass seine Handlung dahin plaetschert oder in der Sackgasse landet.

Was geschieht dann?

Nach dem Piloten kannst Du alles brav wieder vergessen, denn Deine Figuren machen sowieso das, was sie wollen. Genauso, wie Deine Handlung. 🙂

Alles umsonst?

Nein! Denn Du hast Deinen Katalog erstellt, den Du anpassen kannst an die Handlung. Die hast Deine Figuren, die Du kennst, Deine Orte, Deine Welt. Und mit dieser Welt kannst Du jetzt machen, was Du willst. Du musst keine Sackgasse fuerchten, sondern kannst Dir dort eine Geheimtuere bauen.

Das bringt mich zur dritten Moeglichkeit, die ich neu aufgreife. Das schreiben eines lebendigen Buches, das sich seinem Leser und Autor anpasst.

Mein Problem ist, dass ich in Bildern und Ideen meine Handlung bekomme. In meinem Kopf tauchten nach und nach  weitere Orte und Charaktere auf. Auch heute noch, weil meine Welt zu Umfangreich ist, zu groß und sich in alle Winkel erstreckt. Deswegen habe ich eine Loesung gesucht, beide Schreibarten zu verbinden. Ich Plote die grobe Handlung und kenne heute schon das letzte Bild zu der Geschichte, das Ende, wo die Reise hingeht. doch bis dahin tauchen noch viele Bilder und Charaktere auf, die ich heute noch gar nicht kenne. Um nicht eines Tages in einer Sackgasse zu landen, weil die Geschichte fest in Stein gemeißelt bzw. auf Papier verewigt ist, habe ich mich fuer ein neues Medium entschieden. Das Web-Book.

Ich war von Harry Potter Band 5, der Orden des Phoenix, entsetzt, weil ich dem Buch richtig heraus lesen konnte, dass hier die Sackgasse war. Urspruenglich sollte es ja nur vier Baende geben. Doch im fuenften ist dieser Umstand irgendwie geflickt worden und der Band hat seine Fehler. Er lies sich zum ersten Mal fuer mich nicht flüssig lesen, sondern wirkte irgendwie hinkonstruiert, dass er zum sechsten und siebten passt. Selbst Martin hat inzwischen Probleme mit seiner Reihe und muss seine Manuskripte reihenweise aendern, da er Figuren agieren laesst, die bereits tod sind. Ich denke auch hier, dass ihn die Verfilmung aus dem Konzept bringt und er sein urspruengliches Ende umschreiben muss, damit es mit der Serie konform geht, die ja teilweise recht ordentlich abweicht. Das sind Probleme, die ich auch sehe. Doch sehe ich sie mehr auf Grund der Tatsache, meine Welt noch zu erforschen.

Um das Problem zu umgehen und als Chance zu nutzen, habe ich mich fuer die Gestaltung des Buches als Website entschieden, als Web-Book. Ich nutze die Gestaltungsmoeglichkeiten der Website, um meine SpielWelt aufzubauen und als Geschichte erfahrbar zu machen. Du als Leser weißt nicht, welche Pfade sich selbst in den bestehenden Kapiteln noch oeffnen werden, um neue Moeglichkeiten zu nutzen. Das ist eine spannende Angelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen will.

Die Geschichte der SpielWelt als Web-(site)-Book eroeffnet neue Moeglichkeiten, die ein Buch niemals hat.

  • Die Handlung auf Links verzweigt machen sie zu einem besonderen Leseerlebnis
  • Sie ist lebendig, veraenderbar und kann Tueren und Pfade oeffnen, wo vorher noch keine wahren
  • Sie ist umweltfreundlich und wirkt dem Waldroden entgegenwirkt
  • Illustrationen und Musik machen das Lesen zu einem neuem Erlebnis
  • Sie ist unabhaengig erreichbar und ueberall lesbar, wo ein Internetzugang ist

Vor allem aber, gestaltet sie das Lesen zu einem vollkommen neuen Erlebnis fuer Dich. Vielleicht bist Du der Zweite, der das Medium fuer sich nutzt. Vielleicht bist aber auch der Eine, auf den dieses Buch so lange gewartet hat. Der Eine, der das Licht zurueck bringt in die SpielWelt.

Die Skizze ist heute entstanden, als ich die neuen Funktionen der App Procreate mal ausgiebiger getestet habe. Ein kleiner Einblick in das, was mit einem Web-Book moeglich ist. Denn diese Szene hatte ich bisher noch nicht auf dem Schirm, einen weiteren Hewhanta der aufbricht in die SpielWelt … . Doch zu wem, oder was?

Bald, in der SpielWelt.

 Spielweltv3-Zamohael

Wir sehen uns in der digitalen, grafischen Fantasylegende SpielWelt®, 
Das Spiel der Macht ueber Deine Innere Welt hat laengst begonnen.
.
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SpielWelt® ist eine eingetragene Marke

 

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