Ein Interview mit …

URSIDAE

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Was macht der Protagonist einer Buchreihe, wenn er mal Frei hat? Geht er abends mit seinen Kollegen einen trinken oder verschwindet er in der Buchwelt? Wie sieht der harte Arbeitsalltag aus und was wollte er seinem Autor immer schon mal an den Kopf knallen …

Jetzt, das Interview mit Ursidae. Lernt einen der Hauptcharaktere aus der SpielWelt von einer ganz anderen Seite kennen … .

Ursidae ist ein wahrer Held in der Spielwelt, der leider ein wenig … sagen wir mal … Pech hatte. Pech mit seiner Mannschaft und seinem Steuermann Seiks, der ihm sein Schiff regelrecht unter dem Hintern weggeklaut hat und sein Selbst gleich dazu. Mit einem hinterhaeltigen Trick hat er Ursidae`s Wesen in einen Teddybaer verbannt und ist mit seinem Schiff und seiner Mannschaft auf und davon. Seitdem steuert der kleine Teddybaerpirat von einer Katastrophe in die Naechste, derweil will er nur sein Schiff wieder haben … ach ja und sein Prachtexemplar von Koerper.

(von dem er keine Erinnerung hat, wie er aussah. Aber das solltest Ihr niemals laut vor ihm erwaehnen … .)

Ursidae, vielen Dank fuer das Interview. Schoen, dass Du hier bist. Wie fuehlst Du Dich?

  • (raekelt sich erst mal und knautscht sein Lebenslicht zu einem Kissen zusammen, dann rutscht er seinen Popes zurecht und atmet entspannt aus) Was  soll ich sagen. Sitzt sich echt gut, auf dieser … braunen Bequemlichkeit. Ist das Rum? Ah, gut. Sehr gut. (nimmt einen Schluck) Kann los gehen.

Die Welt da draußen hat jede Menge Fragen an Dich als Protagonist der SpielWelt. Der … wie heißt es? Der ersten …

  • … ersten digitalen Fantasylegende, die auf einer Website erzaehlt wird. Yep. Wer zum Klabauter hat sich eigentlich dieses Wortknaeuel ausgedacht? Echt furchtbar. Einfach gesagt, es gibt unsere Welt der Gedanken und Traeume und es gibt Eure Welt. Und irgend ein Typ auf Eurer Seite hat so ein Portal erfunden, dass ihr so seltsam „in der Netzhose“ … . Nein, das wars  nicht … „interne Trollzuechter“? Nein aeh, … ah, jetzt weiß ich es „I-N-T-E-R-N-E-T“. Ja genau, das wars, so heißt es.

Internet? Was ist damit?

  • Der Typ auf Eurer Seite hat es moeglich gemacht, dass wir durch die Bildschirme zu Euch nach draußen glotzen koennen. (wird leiser und grinst breit) Und ohlala, was soll ich sagen, bei Euch gibt es jeden Menge zu gugn. (blinzelt mehrmals verdaechtig)

Bei uns? Soso! Und was gibt es denn bei Euch so alles zu sehen?

  • (Nimmt einen Schluck Rum und schmollt) Ach das uebliche. Dunkler, fieser Herrscher will Weltherrschaft ueber die Gedanken, Gefuehle und alle Traeume und so, und irgendwelche Spinner, zu den ich jetzt dank Drehbuch … (nuschelt) und diesen vermaledeiten Seiks … (spricht normal weiter ) auch gehoere, wollen es verhindern.

Bleiben wir mal bei dem Internet.

  • Was soll ich sagen. Das inter… Dinges … net ist ein Portal. Diese Teile hat es Haufenweise in unserer Welt und allen anderen Buechwelten. Aber dieses Inter.. Portal geht zu Euch raus oder zu uns rein, wie man es sieht. In die Innere Welt der … Dingensbummens … Traeume, Potenziale, Denken und so. Und unser fieser dunkler Herrscher will zu Euch raus und wir versuchen das zu verhindern.

Was meinst Du mit der Welt der Gedanken und Gefuehle?

  • Das kann ich Dir nicht beantworten. Frag das Eileb oder diesen Alten im Turm. Die haben da mehr Text in ihrem Drehbuch drin und wissen irgendwie immer alles. Ich weiß nur, dass ich fuer den Dunklen Herrscher gearbeitet hab und jetzt auf der Flucht bin. Aber das kann ich Dir noch sagen, die Traeume sind verschwunden und alle Spinner suchen danach, um den fiesen dunklen Herrscher aufzuhalten.

Wie ist es, in einer Welt zu leben, in der das Lebenslicht sichtbar ist? Ist dieses Licht nicht manchmal  im Alltag hinderlich?

  • Sueße, wo denkst Du hin. Es ist saupraktisch und bequem, wie Du siehst. Wir alle tragen unser Licht und unsere Farbe nach unserer Seele. Schau her, es ist wie Luft (greift mehrmals ins Leere hindurch), aber auch fest und formbar (zieht es wie ein Kissen zurecht). Je nachdem, was ich will. Es ist wie die Verlaengerung Deines Koerpers. Oder so, wie der Schwanz einer Katze, nur praktischer (grinst breit).

Hat das Licht jeder?

  • (Sein Blick wird Finster) Nein, nicht jeder. Wir alle, bis auf den Oberboesewicht, der hat keines. Deswegen ist er auch der undurchschaubare Boese, der alles beherrschen kann. Schau, Durch das Lebenslicht druecken wir unsere Stimmung und Gefuehle aus. Gleichzeitig ist es auch unser Schutzschild, dass fremde Gedanken filtert und uns vor Einwirkungen bewahrt. Aber seit der Fiese da ist, versucht jedoch jeder sein Licht zu verbergen und seine Gefuehle nicht mehr zu verraten. Der neueste Schrei ist rauchiges Schwarz, das alles verdeckt. Die Mode kam von dem unheimlichen Volk aus dem Sueden, die Arachniden. Die tragen da unten alle Schwarz. Und nur weil die Deppen sich jetzt nach Drehbuch im Reich Auffuehren koennen, glauben die, Trends setzen zu koennen. Pah. (streichelt sein Lebenslicht)

Apropos Drehbuch. Gefaellt Dir Deine Rolle bisher? 

  • (Nimmt einen großen Schluck Rum aus seinem Strohhalm und verzieht das Maul) Scheißjob, sag ich Dir. Erst darf ich nix, außer Gefangene auf einem Hammerteil eines Schiffes von A nach B bringen als „Faehrmann“, har, har. Kannst Du Dir das Vorstellen? Du hockst quasi auf ner Harley und darfst nur im Vorgarten im Kreis fahren und Regenwuermer kutschieren! Und dann soll ich Rebellieren und lande gleich als … Stofftier auf Seiten der Spinner. Wenn ich den in die Finger bekomme, der diesen bescheuerten Einfall hatte. Und ganz zu schweigen von den Braeuten. Denen bin ich jetzt viel zu klein. Die wollen nur noch kuscheln, stell Dir das mal vor!

Wieso? Kuscheln mit einem Stoffteddy ist doch was schoenes? (Schmunzel)

  • (Leert das Glas Rum in einem Zug und blickt finster.) Noch einen.

Ok, ok. Wechseln wir das Thema. Wie hast du ueberhaupt von Deiner Autorin erfahren?

  • Clio hat das alles gemanaged.

Erzaehl uns ein wenig von Clio?

  • Clio uebernimmt auf unserer Seite die ganze Arbeit mit … so Dingen… ach was labert die immer …  PR, Castings, Vertraegen, Drehbuchvorgaben … was weiß ich … und schickt es alles zu der Autorin auf Eurer Seite rueber. Keine Ahnung, wie das geht. Clio faselt da immer was von „Inspiration“, „Visionen“ ueber die Gedanken und Treaume. Sie ist die Idee der SpielWelt und daher weiß sie hier bei uns alles und schickt es gedanklich, ueber Gefuehle und Bilder zu unserer Autorin. Da faellt mir ein, Clio sollte ich den Hals umdrehen, wenn sie so ein Drehbuch fuer mich zulaesst! Na jedenfalls bin ich da mal hin zu ihr und hab da fuer eine Rolle vorgesprochen. Eine ganz phantastische Rolle von einem finsteren, miesen Pirat der die Weltenmeere bereist … .

Und? Hast Du die Rolle bekommen?

  • Ja … ne. Sieh mich doch an? Die haben einen verdammten Teddybaer aus mir gemacht und die ganze Handlung umgeschrieben. Sauerei. Und ich weiß nicht mal, wie lange ich die Rolle spielen muss.

Ja, hier ist ein Bild dazu. Clio war so net und hat uns ein paar Bilder von Dir zu dem Interview geschickt. 

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Wie ist sie denn so, diese Clio? Hat sie auch eine Rolle?

  • Jap und inzwischen ist die ganz schoen Divenhaft und launisch. Die Autorin auf Eurer Seite schimpft auch schon wie eine Besessene auf sie und ihre Ansprueche. Staendige Aenderungen von Sets. Alles und jeden aus ihrer fuerstlichen Großfamilie laedt die zu der Buchparty ein und verteilt Rollen. Und dann ihre pausenlosen Extrawuensche. Kaviar zum Fruehstueck mit pochiertem Ei und Straußensteak! Wie Dekadent ist das denn? Und ich bekomme jeden Tag nur Honigbrot!

Was machst du, wenn du nicht gerade in dem Buch mitspielst? 

  • Mit meiner Harley rumcrusen. Nein, ernsthaft. ich hab mir extra eine kleine bauen lassen, ein Hammerteil, Nachtschwarz, verchromtes Design, jede Menge PS unter der Haube. Dann zieh ich meine Lederkluft an und ab geht es …

Warte mal, dazu war auch ein Bild …. ah hier. Ist das die Harleygeschichte? Moment mal? Ist das ein kleiner Junge der da auf seinem Spielzeugmotorrad faehrt? Bist Du das da…?

  • (verschraenkt die Arme und grummelt vor sich hin) Ich darf nur im Vorgarten mit dem Nachbarjungen fahren. Aus Versicherungstechnischen Gruenden. Stell Dir das mal vor! Nichts darf man als Charakter!

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(Wechselt schnell das Thema) Wie verstehst du dich mit den anderen Protagonisten?

  • (Nimmt einen Schluck rum, entspannt sich wieder) Sind das jetzt die Guten?

Mhm, ja.

  • Ach, alles ganz easy. Tagsueber auf Arbeit giften wir uns an, weil ich Seiks und den Herrscher ja hassen muss und die Welt, weil alle so gemein zu mir sind. Und abends machen wir das Nachtleben unsicher und reißen heiße … (blinzelt mehrmals vielsagend) Getraenke auf. Gelegentlich gehen wir auch in so einen Schnulzenfilm, weil die Maedels auch mal was mit uns Jungs machen wollen. Ich besteh dann aber immer auf einen Gruselfilm, damit der troestende Stoffteddy zur Stelle ist, har, har.

Mal unter uns gesagt: Findest Du, Deine Autorin versteht Dich oder fuehlst Du Dich in Deine wahren Groeße verkannt?

  • Hey, spiel jetzt ja nicht auf meine Groeße an klar!  Schau mich an? Ein laufender 30-Zentimeter. Und Du willst hier von wahrer Groeße reden? Ich bin äußerst großartig und facettenreich … wenn ich erst meine richtige Gestalt wieder habe.

Koenntest du dich auch in einer anderen Rolle sehen?

  • Oh ja, ich bin der geborene Liebhaber. (blinzelt vielsagend)

Themenwechsel. Was wuerdest Du Deinem Autor unbedingt sagen wollen? 

  • (Schmollt wieder) Dass sie genau so ist, wie Clio; ein herrisches Miststueck, die auf der dunklen Seite der Macht steht. Es ist verdammt anstrengend mit so einer Person, die genau weiß, wie, was, wann, wo. Bis spaet in die Nacht auf Bereitschaft, weil sie ja einen Musenanfall haben koennte und jeden von uns dann braucht. Hallelula, Kuenstler und Autoren sind die Schlimmsten.

Wenn Du mit einer anderen Rolle in einem Buch, das Du selbst gelesen hast, tauschen koenntest, wuerdest Du und wenn ja mit welcher? 

  • (Grinst breit) Oh ja … mit Hannibal Lector. Endlich mal Boese sein und auf andere rumhacken als mordender Teddy. Und immer dekadent essen duerfen laut Drehplan, das wuerde mir gefallen!

Fuehlst du dich manchmal ueberfordert, von dem, was dein Autor von dir verlangt? 

  • Pah. Eher ist die Ueberfordert, von dem, was ich alles verlange … (wischt sich beilaeufig eine Traene fort und schnieft).

Ist der Antagonist ein A…loch, oder magst du ihn etwa?

  • Der Anta… , Anta… gol..ist? Was zum Henker soll das sein?

Aehm? Nun ja, ein Antagonist. Das ist die Beizeichnung fuer Deinen boesen Gegenspieler. 

  • Ach Du, heiliger Klabauter. So nennt ihr den Typen hier? Wir sagen dazu Viejenver, der Teufel halt. Und ich muss sagen, ich finde meinen ein wenig weichlich. So, wie er mir mein Schiff geklaut hat und jetzt immer wieder rumheult, dass es ein Fehler war und es ihm leid tut … . Bla, bla. Memme. Da gefaellt mir der dunkle Herrscher, der Ober-Antagolisten, schon viel besser. Aber es kann ja nicht jeder so einen schnittigen dunklen Erzfeind haben, der die Weltherrschaft anstrebt … . (grinst, wie ein Buddha.)

Welche Rolle haettest du gerne und warum?

  • Mal ueberlegen, welche ich gerne haette. Mhm … Die Rolle des tragischen Helden mit ungewisser Zukunft wuerde mir gefallen. Ach mist, die spiele ich ja gerade. Mhmm … Ein verwunschener Prinz, der eines Tages … nein, das bin ich ja in gewisser Weise im Moment auch – verwunschen. Was noch, ach ja. (wird verlegen) Ich wuerde unglaublich gerne …. eine … Elfe kuessen. Nein, war ein Scherz. Reizvoll finde ich es, eine Rolle zu haben in der ich mich in den Charakter aus einem anderen Buch verlieben darf.

Gefaellt dir die Handlung oder haettest du sie gerne anders gestaltet?

  • Hey, ich bin nicht Gott, nur der Typ, der im Buch seine Rolle nach Drehplan spielt, damit Du als Leser spaß hast. Ich fands anfangs bescheiden, so klein und haarig durch die Handlung zu wackeln. Mittlerweile finde ich es ganz ok, was ich dadurch alles tun kann. Und mein Weg fuehrt mich im naechsten Band vom sinnbildlichen Himmel in die tiefste Hoelle, den furchtbarsten Ort der SpielWelt, in wichtiger Weltrettungsmission. Cool. Das  klingt fuer mich gut. Also reiße ich denen da unten mal gehoerig den Hintern auf.

Hast du irgendeine Stelle, in der du etwas anderes gesagt/getan haettest?

  • Kindchen, wo denkst Du hin. Die Geschichte hat erst vor einem Jahr begonnen bei Euch real zu werden. Da hab ich noch viele Moeglichkeiten Mist zu bauen (grinst breit und nimmt einen Schluck Rum).

Hat der Autor dich gut gezeichnet in der jetzigen Rolle?

  • Gezeichnet hat sie mich wirklich. Das ist schon irgendwie cool, sich selbst sehen zu koennen in einem Bild. Das hat nicht jeder Anta … Protagolist … du weißt schon. Und ich hoffe doch, dass sie mich gut gezeichnet hat. Oder sehe ich etwa nicht „niedlich“ aus? (klimpert mit seinem Auge)

Fandest du gut, wie du zum Leben geweckt wurdest?

  • (Seufzt) Du bist echt ne harte Nuss, oder? Also gut. Erinnere mich ungern an meine Erweckung. Ein Strich, ein weißes Rubbelzeugs. Meine Materie zuckt. Ein weiterer Strich, wieder weißes Rubbelzeugs. Meine Materie baut sich wie ein Puzzel zusammen. Dann ploetzlich bricht das Kartenhaus zusammen, Papier zerknuellt. Ich zerfalle wieder in meine Einzelteile im Nichts. Und so ging es endlos hin und her, bis ich irgenwann blass und zittrig aus dem Papier gekrochen bin. Mein Gott, mir war so was von speiuebel nach der Tortur. Und das bloß, weil Clio vergessen hat, der Autorin und Illustratorin meine Bewerbungsmappe mit meinem Foto zu schicken. Scheibenkleister, alter. Dafuer sollte die MIR Kaviar, pochiertes Ei und Straußenstaek taeglich schulden!

Was war der groeßte Schock deines Lebens? 

  • Ihr habt keine Lebenslichter! Hey Leute, wie koennt ihr in einer Welt ohne Lebenslichter leben? Ihr seht ja gar nichts? Keinen Schutz. Eure Welt ist ja noch krasser, als unsere. Ok, unsere ist Dunkel weil die Sonne vergluet, rauh, gruselig, finster und der Oberfiesling mordet, herrscht und sperrt jeden Widerstand weg. Doch unsere Lebenslichter sind sichtbar. Strahlend hell in ihren wundervollen Farben erhellen sie die Finsternis. Und, mal ehrlich, mein strahlend gelbes Licht ist ja voll Schick oder? Passt zu meinem Teint, meint zumindest meine Stylistin. Aber ihr? Ihr habt eine taghelle Sonne und keine Lebenslichter? Eine Welt, in der ihr blind seid … (atmet schwer) Mehr Rum bitte!

Was machst Du Protagonist, wenn Deine Autorin Dir kuendigt? Wie ueberzeugst Du sie von Deinem Stellen/Rollenwert in der Geschichte?

  • Was, die kann mich kuendigen!! Sauerei! Das geht nicht! Ich bin unersetzbar! Es gibt keinen Teddybaer in der SpielWelt, sie braucht mich!!! Ok, sie kennt die anderen 10 Milliarden Bewohner noch nicht. Aber da ist mit Sicherheit kein lebender, außergewoehnlicher Teddy bei. Also werde ich auf die „Teddy-Todtraurig-Masche“ abziehen und … br… kuscheln. (verzieht die Schnauze, wirft sich der verdutzten Interviewerin an die Brust und kuschelt)   „Sie kann mich einfach nicht rausschmeißen … buhu … Ich will noch nicht den Drehbuchtod sterben … Buhuuuu. Sie braucht mich doch … ich brauche sie … Buhuu. Ich bin doch nur ein halber Protagonist ohne meine Autorin … buhu!“ (klettert auf die braune Bequemlichkeit zurueck und grinst breit) War ich gut? … Komm schon, sag, dass ich gut war. …. Du musst es sagen, verdammt. … Du musst sie ueberzegen dass ich U-N-E-R-S-E-T-Z-B-A-R bin … !

(richtet sich zurecht und rutscht ein wenig zurueck) Ja, das war absolut … klasse … . Aehm eins interessiert die Leser noch brennend. Wie sieht Dein Privatleben aus? Hast Du eine Freundin?

  • (Blickt verlegen zu Boden) Nun ja, nicht direkt … .

Und indirekt?

  • Nei … ja … Nein. Sie hat und sie … sie … ist also … quasi meine Freundin … bald … frag ich sie… .

Hat sie einen Namen?

  • Das kann ich nicht verraten weil sie sonst maechtig Aerger mit ihrem Autor bekommt. Liebschaften unter anderen Buchcharakteren sehen die nicht so gern. Da haben die Autoren immer Panik, dass ihre Protagonisten abhauen, ungeplant schwanger werden, oder wo anders unter Lizenzrechte fallen … und lauter so Zeugs. Leben nach Autorenvorgabe ist nicht immer leicht, glaub mir.

Ach so. Deswegen die Rolle mit der Liebschaft zu einem fremden Buchcharakter. Ich verstehe … .(beugt sich wieder vor, blickt verfuehrerisch) Mir kannst Du es doch sagen. Nur so ein klitzekleiner Hinweis. Ich verrate es auch niemanden.

  • (beugt sich ebenfalls vor und schielt in alle Richtungen. Senkt die Stimme) Nun ja … Sie ist ganz wundervoll.

Nein, wirklich.

  • Psst. Nicht so laut. Ich hab sie durch Zufall mal gesehen, als ich im falschen Portal abgehoben bin und in ihrem Buch landete. Da war sie. Hoch oben am Nachthimmel schimmerte sie hell in ihrem Licht, die silbrig durchscheinenden Fluegel flatterten wild im Takt meines Herzens … (seufzt).

(seufzt verzueckt). Wie sueß … und so … poetisch. Das klingt doch fast nach einer Elfe.

  • Jaha … (lehnt sich zurueck, schwer ausatmend) … aber die ist hinter so einem doofen Typen in gruenen Strumpfhosen her, der auch fliegen kann und viel groeßer ist, als sie. Nur hat er keine Fluegel. Und er kaempft immer wieder gegen so einen fiesen Kapitain … Koch … oder so aehnlich. (Seufzt wieder) Ach ja, aber eines Tages werde ich sie erobern, weil der Typ … der liebt sie gar nicht! Der liebt eine andere … so eine Mindy … Cindy … ach auch egal. (seufzt verliebt) Aber sie … sie hat mein Herz erobert.

Ursidae, vielen Dank fuer das ungewoehnliche Interview.

  • (immer noch vertraeumt) Keine Ursache Kindchen.

Mehr ueber unseren tragischen Helden mit ungewisser Zukunft, der als Kuschelteddy im Vorgarten mit der Kinderharley rumcrust und eine sehr bekannte Elfe liebt, erfahrt ihr in der SpielWelt.

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