Die erste Begegnung mit dem Dealer …

9.8.1 Wunschtraum-klein

Das boese Erwachen 

Jeden Tag in meinem Leben erlebe ich ihn wieder, diesen einen besonderen Moment des Zurueckkommens, den Moment, in dem ich meine Auge oeffne und in meinem Koerper zurueckkehre. Jeden Tag, schon tausende Male, aber dennoch ist es jedes Mal wieder neu für mich. Dieser eine kostbare Moment, in dem wir vom Schlaf in die Wirklichkeit zurueckkehren und zwischen den Welten wandeln. 

Eben noch war ich irgendwo … anders. Ein Anders, das mir irgendwie vertraut ist und doch unbekannt zugleich. Ein Anders, in dem stets Neues erlebe, aber auch alt bekanntes. Ein Anders, in dem ich sein kann, was ich sein will, Moeglichkeiten ausprobieren kann, Anders sein kann…

Dann oeffne ich die Augen und fuer einen Sekundenbruchteil ist dieses Anders immer noch real und greifbar für mich. Wie ein Restbild eines hellen Fensters, dass sich mit dem Oeffnen meiner Auge in meine Netzhaut brennt und doch mit der Zeit verblast. Jede Nacht aufs Neue erleben ich es mit all meinen Sinnen, rieche, schmecke und tauche voellig ein in dieses Anders, waehrend mein Koerper im hier und jetzt bleibt. Fuer einen Sekundenbruchteil ist es noch fuer mich greifbar, dann verschwindet die Erinnerung in meinem Unterbewusstsein und ist erst mal für mich in weiter ferne gerueckt. Vielleicht greifbar, vielleicht aber auch nicht.

Es ist ein Beruehren der Ewigkeit, der in dem selben Moment vergeht, in dem ich in meinem Bett ankommen und das hier und jetzt fuehle, meinen physischen Koerper fuehle und seine schwere, die die materielle Welt mir bietet. So war es immer und so wird es immer sein, bis ich eines Tages in diesem Anders bleibe und mich von dem Diesseits loese … .

Heute allerdings ist etwas anders, hier, wo mein Koerper ist. Ich wurde wach im jetzt, in meinem Körper, sah alles, wie immer und doch ist das Erwachen an diesem  Morgen vollkommen anders fuer mich als sonst. Ganz anders, und es sollte mir ein Leben lang im Gedächtnis bleiben …

Wie immer kam ich aus der Traumwelt in meine Realitaet zurueck. Ich oeffnete die Augen und versuchte mich noch schlaefrig zu orientieren und das erkennen, was ich sah. Eine Holzdecke mit schweren Balken schwebte ueber meinen Kopf, weiße Waende hingen von dieser Decke herab und beruehrten den Boden. Ich lag auf etwas weichem, eingehuellt in Decken. Mein Verstand erkannte es mit Hilfe meiner Erinnerung schließlich als mein Schlafzimmer. Mehr wollte ich noch gar nicht wissen von diesem Tag, ich fuehlte mich muede und wollte noch weiter schlafen. In meinem Zimmer war es bereits daemmrig, die Sonne hatte den Kampf mit der Dunkelheit heute wieder gewonnen und bereitete sich langsam ueber die Erde aus. Ich drehte mich etwas und griff unbeholfen nach dem Wecker auf dem Fensterbrett ueber meinen Bett. Eine leuchtende Zahl auf dem Display sagte mir die Zahlen Sechs und sieben. Guter Wecker. Er erlaubte mir noch etwas weiter zu schlafen. Schnell drehte ich mich wieder um und schloss die Augen. 

Der Weg ins Schlafreich zurueck geht nach dem ploetzlichen Aufwachen für mich oft sehr leicht, wenn mein Kopf mitspielt und noch nicht zu denken angefangen hat. Wenn diese matte Schlafmuedigkeit mich noch umklammert haelt und zum Weiterschlafen einlaedt. Dann halte ich schon den Tuergriff zurueck zur Traumwelt in meiner Hand, oeffne sie und gehe direkt in das Anders. In manchen seltenen Faellen allerdings erhasche ich nur noch einen kurzen Blick des Anders, ehe die Tuer mit einem lauten knallt einfach wieder vor meiner Nase zufaellt. Mein Denken war bereits schneller und die Erinnerung riß mich gnadenlos in die Realitaet zurueck, so wie an diesem Morgen.

Irgendetwas hatte mich vorhin geweckt und das wurde mir erst kurz vor meinem erneuten Versuch, einzuschlafen, klar. Schlagartig war ich hellwach und saß kerzengerade in meinem Bett, den Blick starr auf der Imitation eines samtigen, barocken Stuhl rechts neben mir an der Wand gerichtet.

Die Person, die dort im Schatten der Daemmerung saß, gab keinen Laut von sich. Voellig ruhig und regungslos verharrte sie und beobachtete mich mit einem amuesierten Laecheln. Ein grauenvoller Anblick bot sich mir und die Angst kroch langsam in mein Herz. …

Clown

Das war damals 2009 meine erste Begegnung mit ihm. Diesem … Clown, diesem Dealer der Gefaelligkeit. Ich habe mich auf ihn eingelassen, ihm einen Deal gegeben. Aber im Vergleich zum armen Archimedes, und all den anderen, schuldet er mir eine Gefaelligkeit ohne meine Gegenleistung. Wie ich das geschafft habe und was fuer ein Deal das ist, das bleibt sein und mein Geheimnis – vorerst. 😀

Dieser Auszug oben ist ein Text, den ich 2011 tatsaechlich geschrieben habe, als Einleitung oder Beginn zur SpielWelt. Fuer einen Roman ist es durchaus moeglich, diese Variante noch zu waehlen. Jedoch fuer die Spielwelt, selbst nicht geeignet, da es in dieser Realitaet erlebt wurde.

In der Spielwelt selbst erlebst Du alles aus Sicht der SpielWelt. Du bist dort mitten drin, kannst zusehen, miterleben und auch Einfluß nehmen, (wie du in der Einfuehrung von Archimedes merken wirst .-D).

Wenn Du ihm, dem Clown begegnest, wuerde er Dir auch alles aus seiner Sicht erzaehlen, quasi die ruhmreichen Taten des Clowns darueber, wie er mir einen Deal abgegaunert hat, wie heldenhaft er mich veraengstigt und beherrscht hat, wie ich vor ihm zitterte …  waehrend er der große Dealer bleibt, vor dem alle zittern. All das, wird er Dir sagen, in der SpielWelt. Und begegnen wirst Du ihn eines Tages. Vielleicht bist Du stark genug, ihm zu widerstehen, vielleicht aber bist Du zu schwach und laesst Dich auf den Deal ein, wie der arme Archimedes …

Hier jedoch, erzaehle ich Dir, wie ich es erlebt habe. Die Sicht auf die Spielwelt von der Erde aus. Meine Erinnerung an die Begegnung mit ihm. Wie geht es weiter? Geduld…

Wir sehen uns, in meiner ®SpielWelt. Sei herzlich willkommen und mein Gast.

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